Bildungspolitik im Oberbergischen Kreis: Ausbau, Innovationen und Strukturelle Veränderungen
Im März 2026 konzentriert sich der Oberbergische Kreis auf den Ausbau der Bildungsinfrastruktur, die Einführung neuer Bildungsgänge und die Stärkung des MINT-Bereichs. Mit der Gründung einer dritten Förderschule und der Einrichtung einer zweijährigen Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung wird deutlich, wie die Region ihre Bildungspolitik weiterentwickelt.
Bildungspolitik als Schlüssel für die Zukunft
Die Bildungspolitik des Oberbergischen Kreises hat sich in den letzten Jahren als zentraler Baustein für die regionale Entwicklung etabliert. Im März 2026 setzte sich der Ausschuss für Schule, Weiterbildung und Sport mit mehreren zentralen Themen auseinander, die sowohl strukturelle als auch inhaltliche Veränderungen in der Bildungslandschaft der Region bewirken. Die Diskussionen kreisten um die Einführung neuer Bildungsgänge, den Ausbau der Förderschulen sowie die Stärkung des MINT-Bereichs.
Ausbau der Förderschulen: Notwendigkeit und Umsetzung
Eine der größten Herausforderungen im Bildungsbereich ist die steigende Nachfrage nach Förderschulplätzen, insbesondere im Bereich der geistigen Entwicklung. Der Kreistag hat bereits 2024 beschlossen, eine dritte Förderschule zu errichten, und bekräftigte diesen Beschluss erneut. Die Helen-Keller-Schule in Oberwiehl, eine der größten Förderschulen im Kreis, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen – um knapp 20 % seit 2017/2018. Eine Containerlösung wurde 2020 eingerichtet, doch langfristig ist ein Neubau erforderlich.
Für den Ausbau des Förderschulstandorts Oberwiehl hat die Verwaltung ein Projekt im Umfang von 2,892 Millionen Euro beantragt. Dieser Umbau beinhaltet einen zweigeschossigen Neubau mit barrierefreier Ausstattung, behindertengerechten WCs und Pflegebädern sowie einen erweiterten Eingangsbereich mit Aufzug. Die Verkehrsanbindung wird verbessert, und neue Parkplätze sowie Warteplätze für Eltern und Besucher entstehen. Die Finanzierung erfolgt aus verschiedenen Projekten, darunter auch Mittel aus dem NRW-Plan für gute Infrastruktur.
Einführung einer neuen Fachoberschule: Wirtschaft und Verwaltung
Ein weiterer Meilenstein in der Bildungspolitik ist die Einrichtung der „2-jährigen Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung“ am Kaufmännischen Berufskolleg (KBK) in Gummersbach. Der neue Bildungsgang, der zum 01.08.2026 starten soll, ermöglicht den direkten Erwerb der vollen Fachhochschulreife ohne zusätzliche Praktika oder Berufstätigkeit. Dies ist ein wegweisender Schritt, um junge Menschen für wirtschaftliche und administrative Berufe zu qualifizieren.
Die Einrichtung des Bildungsgangs erfolgt auf Vorschlag der CDU- und SPD-Fraktionen und wurde in der Sitzung des Ausschusses für Schule, Weiterbildung und Sport am 05.03.2026 vorgestellt. Die räumliche und sächliche Ausstattung ist vorhanden, und auch das erforderliche Lehrpersonal ist gesichert. Die benachbarten Schulträger wurden informiert und äußerten keine Bedenken. Der Schulträgerbeschluss, der von der Bezirksregierung Köln vorgeschrieben ist, ist Voraussetzung für die Umsetzung.
Stärkung des MINT-Bereichs und das Bildungsbüro Oberberg
Ein weiteres zentrales Thema war die Vertiefung des Handlungsfeldes MINT | zdi. Das Bildungsbüro Oberberg, Geschäftsstelle des Bildungsnetzwerks, spielt hier eine zentrale Rolle. In der Sitzung wurde die Arbeit des Bildungsbüros vorgestellt, darunter auch der Erfolg des zdi-Zentrums investMINT Oberberg, das zum 15-jährigen Jubiläum am 25.02.2026 gefeiert wurde.
Das Bildungsbüro wird künftig verstärkt als zentrale Schnittstelle für Bildungsinitiativen und Kooperationen fungieren. Leiterin Birgit Steuer und stellvertretender Leiter Bastian Thelen präsentierten Projekte und Handlungsfelder, darunter auch das MINT-Schülerlabor. Diese Initiativen sollen junge Menschen frühzeitig für naturwissenschaftliche Berufe begeistern und die Region als Bildungsstandort stärken.
Fazit: Bildung als Investition in die Zukunft
Die Bildungspolitik des Oberbergischen Kreises zeigt sich in der aktuellen Sitzungswoche als dynamisch und zukunftsorientiert. Mit der Einrichtung einer neuen Fachoberschule, dem Ausbau der Förderschulen und der Stärkung des MINT-Bereichs wird deutlich, dass Bildung nicht nur eine Aufgabe, sondern eine Investition in die Zukunft der Region ist. Die Entscheidungen, die in den kommenden Monaten umgesetzt werden, werden die Bildungslandschaft des Oberbergischen Kreises nachhaltig prägen.
Quellen
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