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Jugendpolitik im Oberbergischen Kreis: Der Jugendhilfeausschuss im März 2026 im Fokus

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Jugendpolitik im Oberbergischen Kreis: Der Jugendhilfeausschuss im März 2026 im Fokus

Im März 2026 standen im Oberbergischen Kreis zahlreiche Entscheidungen im Jugendhilfeausschuss im Vordergrund. Neben der konstituierenden Sitzung und der Wahl neuer Führungspersönlichkeiten diskutierten die Mitglieder über die Planung von Betreuungsplätzen und die Fortsetzung der Förderung von plusKITAs. Ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Jugendpolitik.

Konstituierung und neue Führungsstruktur

Am 12. März 2026 fand die konstituierende Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Hohenzollernbad in Gummersbach statt. Nachdem der bisherige Vorsitzende, Herr Lukas Miebach, aufgrund seiner Wahl zum Bürgermeister der Gemeinde Engelskirchen ausgeschieden war, übernahm der stellvertretende Vorsitzende, Herr Eberhard Weber, die Leitung. In der Sitzung wurden neue Führungsfunktionen besetzt: Christian Lammerich wurde zum Schriftführer und Nick Grahnert zum stellvertretenden Schriftführer gewählt. Zudem erfolgte die Amtseinführung und Verpflichtung der stimmberechtigten Mitglieder, darunter freie Träger und beratende Mitglieder, gemäß den geltenden Regularien. Diese Schritte markieren den Start einer neuen Amtszeit des Jugendhilfeausschusses im Rahmen der Legislaturperiode 2025–2030.

Betreuungsplanung für das KiTa-Jahr 2026/2027

Ein zentraler Diskussionspunkt war die Planung der Betreuungsplätze für das Kindergartenjahr 2026/2027. Der Ausschuss beschloss die Fortschreibung der „Bedarfsplanung Tagesbetreuung für Kinder 2026“ und legte fest, welche Gruppenformen und Betreuungszeiten in den Einrichtungen angeboten werden. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Sicherstellung der Versorgungsquoten in den neun Kommunen des Oberbergischen Kreises. U3-Plätze (Plätze für Kinder unter drei Jahren) sollen vorrangig mit Kindern unter drei Jahren belegt werden, wobei Abweichungen in begründeten Fällen dokumentiert werden müssen. Die Platzvergabe ist weitestgehend abgeschlossen, und die finanziellen Auswirkungen der Planung belaufen sich auf 70 Millionen Euro für das Haushaltsjahr 2026/2027.

Förderung der plusKITAs: Fortsetzung der Unterstützung

Ein weiteres zentrales Thema war die Verteilung der Landeszuschüsse für plusKITAs. Diese Einrichtungen erhalten zusätzliche Förderung, da sie einen hohen Anteil an Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf betreuen – insbesondere im Bereich der Sprachförderung. Der Ausschuss beschloss, die Anerkennung und Weiterleitung der Landesmittel an bestehende plusKITAs fortzusetzen. Pro Einrichtung beträgt der Zuschuss 37.902,29 Euro für das KiTa-Jahr 2026/2027. Insgesamt erhält der Oberbergische Kreis 606.436,64 Euro an Landesmitteln. Die Liste der geförderten Einrichtungen umfasst 16 Kindertageseinrichtungen in verschiedenen Kommunen des Kreises, darunter beispielsweise die DRK KiTa „Henry-Dunant“ in Marienheide oder die Kath. KiTa „Arche“ in Morsbach.

Diese Förderung setzt auch pädagogische Anforderungen voraus: Jede plusKITA muss eine zusätzliche sozialpädagogische Fachkraft mit mindestens 50 % Stellenanteil beschäftigen, die Erfahrung in der alltagsintegrierten Sprachbildung nachweisen kann. Die Verwaltung spricht sich für den Fortbestand der Förderung aus, wobei die Fortschreibungsrate für das nächste KiTa-Jahr noch offen ist.

Ausblick und Herausforderungen

Der März 2026 markiert eine Schlüsselphase in der Jugendpolitik des Oberbergischen Kreises. Mit der Neukonstituierung des Jugendhilfeausschusses und der Festlegung der Betreuungspläne für das nächste Jahr wird die Grundlage für eine zukunftsorientierte Kinder- und Jugendbetreuung gelegt. Gleichzeitig bleibt die finanzielle Nachhaltigkeit der Maßnahmen, insbesondere im Bereich der plusKITAs, ein Thema, das in den nächsten Monaten weiter beobachtet werden muss. Die Herausforderung besteht darin, die steigenden Anforderungen im Bereich der Sprachförderung und Inklusion mit begrenzten Ressourcen zu bewältigen.

Quellen

Sitzung

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