Baupolitik und Immobilienwirtschaft: Der Fokus des Oberbergischen Kreises im März 2026
Im März 2026 standen im Oberbergischen Kreis zahlreiche Entscheidungen im Bauausschuss im Fokus. Von der Sanierung von Förderschulen über die Errichtung neuer Rettungswachen bis hin zur Organisation des Ausschusses selbst – die Region setzt deutliche Akzente in der Städtebaulichkeit.
Baupolitik und Immobilienwirtschaft: Der Fokus des Oberbergischen Kreises im März 2026
Die Städtebaulichkeit und Immobilienwirtschaft bilden einen zentralen Baustein der kommunalen Entwicklung im Oberbergischen Kreis. Im März 2026 standen mehrere bedeutende Entscheidungen und Planungen im Bauausschuss an, die nicht nur infrastrukturelle, sondern auch organisatorische und rechtliche Aspekte betreffen. Die Sitzung am 4. März 2026 war ein zentrales Forum für diese Themen, wobei sowohl langfristige Projekte als auch kurzfristige organisatorische Schritte thematisiert wurden.
Strukturelle Veränderungen und Personalfragen im Bauausschuss
Die konstituierende Sitzung des Bauausschusses begann mit organisatorischen Maßnahmen. Ein neuer Schriftführer (Herr Ingo Kalkum) und ein stellvertretender Schriftführer (Herr Stefan Bröcher) wurden bestellt, um die Arbeit des Ausschusses reibungslos zu organisieren. Diese Bestellungen erfolgten gemäß § 41 Abs. 9 KrO NRW und der Geschäftsordnung des Kreistages. Zudem wurden sachkundige Bürgerinnen und Bürger verpflichtet, was einen rechtlichen und ethischen Rahmen für deren Tätigkeiten schafft. Die Verpflichtung erfolgte durch einen Eid, der laut Kreisordnung vorgeschrieben ist.
Die Bestimmung von Ausschussmitgliedern zur Mitunterzeichnung der Niederschriften ist ein weiterer organisatorischer Schritt, der Transparenz und Rechenschaftspflicht gewährleistet. Dabei wurden Vertreter aus allen Fraktionen (CDU, SPD, AfD, Grüne, Die Linke, FDP, UWG) benannt, was die breite politische Repräsentation innerhalb des Ausschusses unterstreicht.
Förderschule Oberwiehl: Sanierung und Ausbau
Ein zentraler Planungspunkt war der Ausbau und die Sanierung der Helen-Keller-Schule in Oberwiehl. Die Schülerzahlen sind seit 2017/2018 um fast 20 % gestiegen, was eine Erweiterung der Räumlichkeiten erforderlich machte. Der Kreis genehmigte eine überplanmäßige Aufwendung von bis zu 2 Millionen Euro, die durch nicht verausgabte Mittel anderer Projekte kompensiert werden sollen.
Die Sanierungsmaßnahmen umfassen die Erneuerung der Elektroinstallationen, die Schaffung barrierefreier Zugänge, behindertengerechte Bäder und eine umfassende Ertüchtigung der Außenanlagen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 2,892 Millionen Euro, wobei 942.000 Euro aus dem Haushalt bereitgestellt werden. Zudem fließen Mittel aus anderen Projekten wie dem Wiedenhof-Umbau (500.000 Euro) und AGewiS III (1,45 Millionen Euro) ein.
Immobilienwirtschaft und zukünftige Rettungswachen
Ein weiteres Thema war die Vorstellung des Amtes für Immobilienwirtschaft, das für die Betreuung kreiseigener Immobilien zuständig ist. Das Amt ist in drei Bereiche gegliedert: Grundstücksmanagement, Hochbau und Kreisstraßen. Es verantwortet den Betrieb von 57 kreiseigenen Gebäuden mit über 150.000 m² Nutzfläche sowie 65 angemieteten Objekten. Ein besonderes Projekt ist die Planung von neuen Rettungswachen, wobei aktuell 9 Wachen neu gebaut werden sollen. Im März wurde bereits ein Grundstück in Engelskirchen für den Ankauf einer neuen Rettungswache vorgestellt.
Ausblick und Handlungsfelder
Die Entscheidungen des Bauausschusses im März 2026 zeigen, dass der Oberbergische Kreis einen klaren Fokus auf die infrastrukturelle und organisatorische Stabilität legt. Die Investitionen in Bildungseinrichtungen wie die Helen-Keller-Schule unterstreichen die Priorität, die der Kreis der Inklusion und Bildung verleiht. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Immobilienwirtschaft eine zentrale Rolle spielt – nicht nur in der Verwaltung, sondern auch in der Sicherheitsplanung durch die Errichtung von Rettungswachen.
In den kommenden Monaten wird es wichtig sein, die finanzielle Umsetzung der Projekte zu überwachen und sicherzustellen, dass die Mittel nachhaltig genutzt werden. Zudem bleibt die Frage, wie sich die organisatorischen Strukturen des Bauausschusses auf die Transparenz und Partizipation auswirken, ein zentraler Aspekt der städtischen Governance.
Quellen
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