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Verkehr und Mobilität in Solingen: Tempo-30, Haltestellen und Klimaschutz im Fokus

Verkehr und Mobilität in Solingen: Tempo-30, Haltestellen und Klimaschutz im Fokus

Im Februar 2026 setzte Solingen in der Themenwelt Verkehr und Mobilität wichtige Weichen. Neben der Fortführung des Tempo-30-Konzepts und der Modernisierung von Haltestellen standen Klimaschutz, Barrierefreiheit und Bürgerbeteiligung im Mittelpunkt. Ein Überblick.

Mobilitätsentwicklung in Solingen: Tempo-30, Haltepunkte und Klimaschutz

Die Stadt Solingen setzt sich in der Verkehrspolitik verstärkt für nachhaltige, barrierefreie und klimafreundliche Mobilität ein. Im Februar 2026 wurden mehrere Entscheidungen getroffen, die das Verkehrsgefüge in der Stadt prägen und langfristige Auswirkungen auf die Lebensqualität der Bürger*innen haben werden. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Reduzierung von Verkehrsgeschwindigkeiten, der Modernisierung des ÖPNV und der Integration von Klimaschutzmaßnahmen in die städtische Verkehrsplanung.

Tempo-30-Zonen: Bürgerbeteiligung und Sicherheit

Die Stadt Solingen setzt weiterhin konsequent auf Tempo-30-Zonen, um die Verkehrssicherheit in Wohngebieten zu erhöhen und das Klima zu schützen. Im Februar 2026 wurden neue Zonen in mehreren Stadtteilen wie Van-Meenen-Straße, Meigener Straße, Marienstraße, Stockholmer Straße und Schwanenstraße festgelegt. Diese Maßnahmen spiegeln das Ergebnis einer intensiven Bürgerbeteiligung wider – viele Vorschläge wurden direkt in das Konzept integriert und mit „B“ (AG Mobilität) oder „D“ (Bürgerantrag) gekennzeichnet.

Die Kosten für die Umsetzung der Zonen liegen zwischen 1.000 und 9.000 Euro je Zone. Finanziert wird dies über das PSP-Element 5.540101.0028.500.400, das explizit für Verkehrszeichen und Verkehrssicherungsanlagen eingerichtet ist. Allerdings sind nicht alle Anträge umsetzbar – Hauptverkehrsstraßen wie die Oberhaaner Straße bleiben ausgeschlossen, da sie als K6-Strecke gelten.

ÖPNV-Modernisierung: Haltepunkte und digitale Fahrgastinformation

Ein weiterer Meilenstein in der Mobilitätsentwicklung ist die Modernisierung der Haltestelleninfrastruktur. Im Rahmen der „Kapazitätsoffensive Bahnhöfe“ der Deutschen Bahn entsteht der neue Haltepunkt Solingen-Meigen. Mit einem Budget von rund 60.000 Euro für den Bau (2027) und 6.000 Euro für Planungskosten (2026) wird die Bushaltestelle „Steinacker“ barrierefrei angeschlossen.

Die Ausstattung umfasst zwei Außenbahnsteige mit barrierefreien Rampen, Wetterschutzhäuschen, Beleuchtung und Wegeleitsystemen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Integration von DSA+ Premium Typ 2-Anzeigern, die digitale Fahrzeitinformationen mit Lautsprecherfunktion bieten. Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenden Projekts zur Haltestellenmodernisierung, bei dem insgesamt rund 5,1 Millionen Euro in dynamische Fahrgastinformationsanzeiger (DFI) investiert werden. Davon sind 90 % durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) förderfähig.

Klimaschutz und barrierefreie Wege: Verkehrsplanung für die Zukunft

Die Verkehrsplanung in Solingen orientiert sich zunehmend an Klimaschutzzielen und Barrierefreiheit. Die Stadt fördert emissionsarme Mobilität durch den Ausbau der Elektromobilitäts-Infrastruktur und den Umweltverbund. Im Bereich des Fußverkehrs wird mit Projekten wie „beSITZ- und beSPIELbare Stadt“ eine barrierefreie und attraktive Umwelt geschaffen.

Ein weiteres Projekt, die Sanierung der Rampenanlage am Botanischen Garten, zeigt die Integration von Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Mit einer Gesamtkosten von 196.849 Euro wird die vorhandene Rampe abgerissen und durch eine neue ersetzt. Die Maßnahme ist Teil des ISEK Wald-Programms und finanziert zu 80 % durch Fördermittel. Neben der baulichen Sanierung wird auch ein Erosionsschutz und ein neues Fahrradbügel-System installiert. Drei Laubbäume müssen gefällt werden, dafür werden drei neue in der Nähe gepflanzt.

Forward-Looking: Mobilität 2028 und darüber hinaus

Die Maßnahmen, die Solingen im Februar 2026 beschlossen hat, sind nicht kurzfristige Aktionen, sondern Teil einer langfristigen Strategie. Die Haltestellenmodernisierung, die Tempo-30-Zonen und die barrierefreie Infrastruktur sind Schritte in Richtung einer nachhaltigen, klimafreundlichen und inklusiven Stadtplanung.

Bereits jetzt laufen Planungen für 2028, bei denen die Haltestellen der Linien 681 und 682 mit einem einheitlichen Gestaltungs- und Ausstattungskonzept modernisiert werden. Die Kosten für Haltestellenschilder allein belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro, was eine deutliche Investition in die Infrastruktur der Stadt darstellt.

Solingen beweist mit diesen Entscheidungen, dass Mobilität nicht nur um Verkehr geht, sondern um Lebensqualität, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit. Die Kooperation mit dem ÖPNV-Fahrgastbeirat, die Bürgerbeteiligung und die Einbindung von Klimaschutzzielen in die Planung sind Schlüssel zum Erfolg dieser Strategie.

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