März 2026: Solingen bleibt aktiv in Bildung, Kultur und Klimaschutz
In einem intensiven März setzte Solingen Impulse in der Jugendarbeit, Klimaschutz und Verwaltungsstruktur. Der Jugendstadtrat digitalisiert die Wahl, der Finanzausschuss plant den Schulbau und die Stadt bleibt Vorreiter im Klimaschutz.
Impulse für Zukunft und Nachhaltigkeit
Was diesen Monat wichtig war
- Jugendstadtrat digitalisiert Wahlverfahren: Die Wahl zum 14. Jugendstadtrat wird erstmals digital durchgeführt – ein Pilotprojekt mit breiter Beteiligungsmöglichkeit.
- Neubeauftragung der Beigeordneten: Mit Wirkung ab Mai 2026 wird Anna Lenker-Koukounarakis für Ressort 4 (Jugend, Schule, Integration, Kultur und Sport) verantwortlich.
- Neubau der Realschule in Beethovenstraße: Der Finanzausschuss genehmigte Generalplanungsleistungen für den Bau einer neuen Realschule.
- Klimaschutz in Kitas fortgeführt: Das Prämienmodell für städtische Kitas wird bis 2028 fortgeführt – mit deutlichen Energieeinsparungen und Klimaschutzziel.
- Neue Strukturen im Personaleinsatzmanagement: Strukturelle Anpassungen im Personalbereich sorgen für Flexibilität und bessere Qualifikation.
- Notstromversorgung für Katastrophenschutz: Ein Leuchtturmkonzept und 12 Millionen Euro aus Bundesmitteln sichern die Stabilität in Krisenzeiten.
Jugendliche stärker einbinden: Digitalisierung der Jugendstadtratswahl
Die Stadt Solingen hat einen Meilenstein in der Jugendbeteiligung gesetzt: Die Wahl zum 14. Jugendstadtrat wird 2026 erstmals digital durchgeführt. Mit dieser Maßnahme folgt Solingen dem Trend, junge Bürgerinnen und Bürger aktiv in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
Die digitalen Zugangsdaten werden postalisch zugestellt, und technische Unterstützung wird in Schulen, Bibliotheken und im Jugendstadtratsbüro angeboten. Die Wahl ist für den 7. Mai 2026 angesetzt und ermöglicht es, 25 Mitglieder und 5 Nachrücker zu wählen.
Rechtlich geregelt wird das Verfahren durch §§ 7 und 41 Abs. 1 der Gemeindeordnung NRW. Die digitale Wahl ist ein Pilotprojekt, das die Grundwerte der Demokratie – frei, gleich, allgemein, geheim und unmittelbar – auch in der digitalen Welt lebendig hält.
Schulbau und Verwaltungsplanung: Der Finanzausschuss legt den Grundstein
Im März 2026 beschloss der Finanzausschuss wichtige Maßnahmen für die Schulbau- und Verwaltungsplanung. Eine zentrale Entscheidung war die Genehmigung der Generalplanungsleistungen für den Umbau des Bürogebäudes Beethovenstraße 239–245 in eine Realschule.
Die Maßnahme ist Teil der langfristigen Schulentwicklungsplanung und zielt auf eine bessere Auslastung und Qualitätssicherung in der Region ab. Obwohl keine konkreten Budgetpositionen genannt wurden, ist die Investition ein Signal für die zukunftsorientierte Ausrichtung des Bildungssystems in Solingen.
Zudem wurde beschlossen, den Stellenplanungsausschuss als neues Gremium einzuführen, um die Transparenz und politische Verantwortung bei der Stellenschaffung zu erhöhen. Diese Strukturanpassung ist Teil eines umfassenden Reformansatzes im Personalwesen der Stadt.
Klimaschutz in Kitas: Erfolgreiches Prämienmodell wird fortgeführt
Die Stadt Solingen setzt in der Kita-Branche auf Nachhaltigkeit. Das Prämienmodell „Solinger Kitas für Klimaschutz und eine faire Zukunft“ wird in einer zweiten Projektrunde bis 2028 fortgeführt. Alle 18 städtischen Kitas sowie die neue Kita Klinikum nehmen daran teil.
Die Prämien werden anhand eines Punktesystems vergeben, das maximal 5.975 Euro an jährlichen Fördermitteln umfasst. Die Aktivitäten der Kitas gliedern sich in Pflicht-, Basis- und Zusatzaktivitäten, wobei auch die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) thematisch einbezogen werden.
Die Energieverbräuche der Kitas sanken zwischen 2019 und 2024 deutlich: Heizenergie von 2.222.249 kWh auf 1.700.589 kWh, Strom von 372.919 kWh auf 367.558 kWh. Die Treibhausgasemissionen reduzierten sich von 731 t CO2-Äquivalent auf 598 t.
Solingen ist Mitglied des Klima-Bündnisses der europäischen Städte und hat bereits den European Energy Award erhalten. Das Projekt trägt aktiv zur Umsetzung der Stadtnachhaltigkeitsstrategie bei, die 2018 verabschiedet wurde.
Überblick: Strukturelle Reformen und zukunftsorientierte Planung
Im März 2026 zeigte Solingen, wie sich politische Strukturen, Bildungspolitik und Klimaschutz sinnvoll miteinander verbinden lassen. Die Digitalisierung der Jugendstadtratswahl ist ein mutiger Schritt, um junge Menschen stärker einzubeziehen. Gleichzeitig setzt die Stadt mit dem Kita-Prämienmodell Impulse in der Klimaschutzpolitik, die über die Kommune hinaus Vorbildcharakter haben können.
Zudem zeigt die Neuausrichtung im Personalwesen und die Investition in Bildungsinfrastruktur, dass Solingen auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit setzt. Diese Maßnahmen tragen nicht nur zur Stabilität der Verwaltung bei, sondern auch zur Attraktivität der Stadt als Arbeits- und Lebensort.
Schlussfazit mit Ausblick
Der März 2026 war in Solingen geprägt von Strukturanpassungen, Bildungspolitik und Klimaschutz. Die Stadt bewegt sich auf einem Kurs, der sowohl die Jugend einbezieht, als auch nachhaltige Zukunftsvisionen verfolgt.
Im April wird es um die konkrete Umsetzung der digitalen Jugendstadtratswahl und die Weiterentwicklung des Kita-Prämienmodells gehen. Zudem stehen personelle Übergänge, wie die Ablösung der bisherigen Beigeordneten Dagmar Becker, im Fokus. Solingen bleibt damit ein Ort, der Zukunft aktiv gestaltet – und das mit klaren Entscheidungen und bürgernaher Politik.
Quellen
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