Sportpolitik in Neuss: Investitionen, Sanierungen und Partizipation im Fokus
Im Februar 2026 standen in Neuss wichtige Entscheidungen für die Zukunft des Sports im Vordergrund. Der Sportausschuss diskutierte über Investitionen in Sportstätten, Sanierungsbedarfe und die Zukunft der Eissporthalle.
Neuss investiert in Sportstätten und Zukunftsvisionen
Im Februar 2026 setzte sich der Sportausschuss der Stadt Neuss intensiv mit der sportpolitischen Entwicklung auseinander. Zahlreiche Investitionsprojekte, Sanierungsmaßnahmen und politische Anträge spiegelten den hohen Stellenwert des Sports in der kommunalen Planung wider. Besonders auffällig war der Fokus auf die Infrastruktur: von Kunstrasenplätzen über Eissporthallen bis hin zu Sportboothäfen – die Stadt Neuss investiert gezielt in die Zukunft des Sports.
Investitionen in Sportstätten: Kunstrasen und Sanierungen
Ein zentraler Punkt im Sportausschuss war die Umwandlung des Tennenplatzes auf der Bezirkssportanlage Grimlinghausen in einen Kunststoffrasenplatz. Mit einer Investition von 250.000 Euro wurde der Beschluss einstimmig gefasst, wobei lediglich drei Stimmen dagegen abgegeben wurden. Das Projekt ist Teil der Sportentwicklungsplanung und soll die Attraktivität der Sportstätten langfristig sichern.
Neben der Anpassung von Sportflächen standen auch Sanierungsmaßnahmen auf der Tagesordnung. Vor allem die Eissporthalle am Südpark war Gegenstand intensiver Diskussionen. Ursprünglich mit Kosten von 5,1 Mio. Euro kalkuliert, stiegen die Sanierungskosten auf 5,824 Mio. Euro an. Die CDU forderte einen klaren Plan für die Zukunft der Halle, darunter die Sanierung von Flachdach, Sanitärräumen und technischen Anlagen sowie die Schaffung eines barrierefreien Zugangs. Zudem wird eine mobile Eisfläche geprüft, um den Betrieb auch bei Sanierungsarbeiten zu gewährleisten.
Förderung von Vereinen und Sportveranstaltungen
Der Sportausschuss setzte sich zudem mit der finanziellen Unterstützung von Sportvereinen auseinander. Etwa 20.000 Euro wurden in Form von Zuwendungen für herausragende Sportveranstaltungen bewilligt, darunter der Neusser Sommernachtslauf, der Quirinus-Cup und der Neusser Integrationslauf. Besonders hervorzuheben ist die Unterstützung des Integrationslaufs durch die DJK Rheinkraft Neuss mit 900 Euro – ein Zeichen für die Bedeutung des Sports als Integrationsfaktor.
Auch Projektarbeit wurde gefördert. Das Projekt „Neuss macht mobil“ des Stadtsportverbandes und das inklusive Projekt „Bewegung kennt kein Alter“ wurden geprüft und in den Fokus der sportpolitischen Arbeit gestellt. Zudem wurden Zuschüsse für Jugend- und Projektarbeit im Jahr 2025 bewilligt.
Politische Anträge und Diskussionen
Die sportpolitischen Debatten wurden durch mehrere Anträge angestoßen. Die B90/Die Grünen fragten nach der Kostenentwicklung bei der Ausbaggerung des Sporthafens Neuss, die sich von 200.000 Euro Anfang der 2010er Jahre auf 930.000 Euro erhöht hatte. Zudem wurde ein langfristiges Konzept für den Sporthafen gefordert, das auch die Entschlammung alle 10–15 Jahre berücksichtigt. Die SPD forderte einen Sachstandsbericht zu wichtigen Sportprojekten wie dem Kinder- und Jugendsportzentrum Erfttal und der Sanierung von Vereinsheimen.
Die CDU hingegen stellte die Zukunft der Eissporthalle in den Mittelpunkt. Ein Kooperationsmodell mit dem Alpenpark Neuss und der NBE (Neusser Bäder- und Eissport GmbH) wurde geprüft, aber nicht weiterverfolgt. Stattdessen wird nun eine aktualisierte Sanierungsplanung angestrebt.
Ausblick: Sportentwicklungsplanung und Sportgipfel
Ein weiteres wichtiges Thema war die Fortführung der Sportentwicklungsplanung. Der Sportgipfel wird als „Kick-Off-Veranstaltung“ für die neue Planung genutzt, bei der Schule, Jugend, Soziales, Inklusion und Integration einbezogen werden. Ziel ist es, eine inklusive Sportkultur zu fördern, die „Sport und Bewegung für Alle“ zum Leitmotiv macht.
Im März 2026 ist zudem eine Online-Informationsveranstaltung geplant, die über aktuelle Projekte und Entwicklungen in der Sportpolitik berichtet. Zudem wird die Bezirkssportanlage Holzheim weiterentwickelt, unter anderem durch die Umgestaltung des Umkleidetrakts und die Schiedsrichterumkleide.
Fazit: Sport als zentraler Baustein der Stadtentwicklung
Der Februar 2026 zeigt, dass der Sport in Neuss nicht nur ein Freizeitthema, sondern ein zentraler Baustein der Stadtentwicklung ist. Mit Investitionen in Sportstätten, Förderung von Vereinen und der Ausrichtung auf Inklusion und Integration setzt die Stadt auf eine nachhaltige Sportpolitik. Die Diskussionen im Sportausschuss unterstreichen die Notwendigkeit, auch in Zukunft gezielt in Infrastruktur und Partizipation zu investieren – denn Sport ist mehr als Bewegung, er ist Teil der sozialen und kulturellen Identität Neusser.
Quellen
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