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Neuss investiert in Kinderspielplätze: Sanierungen und Sicherheit im Fokus

Childcare 📍 Neuss · Nordrhein-Westfalen
Neuss investiert in Kinderspielplätze: Sanierungen und Sicherheit im Fokus

Im März 2026 blickt die Stadt Neuss mit einem Budget von 400.000 Euro auf drei Kinderspielplätze zurück, die dringend eine Grunderneuerung benötigen. Gleichzeitig wird die Sicherheit von Spielplätzen angesichts von E-Fahrzeugen und fehlender Beleuchtung diskutiert.

Spielplatzsanierungen: Budget, Zustand und Ziele

Im März 2026 setzt die Stadt Neuss mit einem klaren Fokus auf drei Kinderspielplätze: Rankestraße in Allerheiligen, Meertal im Augustinusviertel und Kinderbauernhof in Selikum. Diese Spielplätze befinden sich in unterschiedlichem baulichem Zustand. Während der Rankestraße-Spielplatz altersbedingte Schäden aufweist, insbesondere am Spielturm, und eine komplett neue Grunderneuerung benötigt, ist der Meertal-Spielplatz durch einen geringen Spielwert und mangelnde Sandspielbereiche problematisch. Der Kinderbauernhof in Selikum wiederum hat verschlissene Geräte, die ersetzt werden müssen.

Ziel der Sanierungen ist es, die Spielplätze altersgerecht zu gestalten, das Angebot zu diversifizieren und soziale Interaktion zu fördern. Die Kosten für die drei Projekte summiert sich auf insgesamt 400.000 Euro, verteilt auf 90.000 Euro für Rankestraße, 90.000 Euro für Meertal und 200.000 Euro für den Kinderbauernhof. Die Mittel sind in der Kostenstelle I22230001 etatisiert.

Die Verwaltung plant, die Sanierungsarbeiten im Haushaltsjahr 2026 durchzuführen, wobei auch ein zusätzlicher Finanzierungsrahmen von 20.000 Euro in die Kalkulation eingearbeitet wird, um etwaige Kostensteigerungen abzufedern.

Sicherheit von Spielplätzen: E-Fahrzeuge und fehlende Beleuchtung

Neben der Infrastrukturentwicklung steht in Neuss auch die Sicherheit von Kinderspielplätzen im Vordergrund. Ein besorgniserregendes Beispiel ist der Spielplatz im Bereich des Parkeingangs Lützowstraße / Grefrather Weg. Kinder können hier unmittelbar vom Park auf den Spielplatz gelangen, der nicht umzäunt ist. Dies führt zu Gefahren durch E-Scooter, E-Bikes und Lastenräder, die in der Dunkelheit besonders problematisch sind.

Die Verwaltung hat zwar ein Hinweisschild angebracht, das E-Fahrzeuge verbietet, doch dieses erwies sich als unzureichend und wurde bereits beschädigt. Eine Petentin fordert die Installation von Beleuchtung mit Bewegungsmeldern, um die Sicherheit zu erhöhen. Jedoch lehnt die Verwaltung dies ab, da es dem Grundsatzbeschluss zur Beleuchtung von Stadtgrün widersprechen würde.

Zudem wird eine bauliche Absicherung wie Poller oder ein eindeutiges Schild, das motorisierte Fahrzeuge explizit verbietet, diskutiert. Die aktuelle Beschilderung „Gemeinsamer Geh- und Radweg — keine Mofas“ greift nicht, da sie E-Fahrzeuge nicht erfasst.

Zukunftsperspektiven: Bürgerzentren und Wildgehege

Im Stadtteil Allerheiligen wird ein Grundstück neben der Grundschule, das derzeit von einem Container-Kindergarten genutzt wird, hinsichtlich seiner zukünftigen Nutzung geprüft. Die CDU-Fraktion Neuss beantragt, den Standort als Bürgerzentrum zu nutzen, um den Bedarf nach Treffpunkten für Vereine und Initiativen zu bedienen. Die Verwaltung wird geprüfen, ob die Container nach Aufgabe der Kindergarten-Nutzung für ein Bürgerzentrum weiterverwendet werden können.

Ein weiterer spannender Entwicklungsstand ist die Umgestaltung des Wildgeheges im Selikumer Park. Dieses wird in die Zuständigkeit des Kinderbauernhofs überführt und soll künftig eine Anlage für artgerechte Haltung von Nutztieren werden. Waldziegen sollen beispielsweise in das Gehege überführt werden, um Kindern Einblicke in die bäuerliche Landwirtschaft zu ermöglichen. Die Finanzierung erfolgt über das Budget des Kinderbauernhofs.

Ausblick: Spielplatzprogramm und Kinderbeteiligung

Die Kinderbeteiligung an den Spielplatzprojekten ist für das II./III. Quartal 2026 geplant, was bedeutet, dass die Meinungen der Zielgruppe direkt in die Gestaltung einfließen sollen. Dies unterstreicht die Bemühungen der Stadt, Kindern nicht nur baulich, sondern auch partizipativ eine attraktive Spielumgebung zu bieten.

Insgesamt zeigt sich: Die Stadt Neuss setzt in diesem Jahr auf eine breite Palette an Maßnahmen, um die Lebensqualität für Familien und Kinder zu verbessern – von Sicherheitsvorkehrungen über Sanierungsprojekte bis hin zu zukunftsorientierten Nutzungskonzepten.

Quellen

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