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März 2026: Spielplatzneuheiten, Verkehrsdaten und Bauplanung in Neuss

März 2026: Spielplatzneuheiten, Verkehrsdaten und Bauplanung in Neuss

Im März 2026 setzte die Stadt Neuss wichtige Impulse in den Bereichen Kinderspielplätze, Verkehrsmanagement und Infrastruktur. Zentrale Themen waren die Grunderneuerung von Spielplätzen, der Einsatz von Dialog-Displays und die Planung des Ersatzneubaus der Rheinbrücke Düsseldorf-Flehe.

Spielplatz, Straße und Sensorik – März in Neuss

Was diesen Monat wichtig war

  • Neue Spielplätze für Kinder: Im Kinderspielplatzprogramm 2026/27 wurden drei Grunderneuerungen beschlossen, darunter am Kinderbauernhof Selikum mit 200.000 Euro.
  • Verkehrsdaten sammeln: Dialog-Displays werden in mehreren Bezirken installiert, um Verkehrsinformationen zu sammeln und Bürgerbeteiligung zu ermöglichen.
  • Neue Straßennamen: Im Zuge der Landesgartenschau wurden mehrere Straßen und Haltestellen umbenannt, wie z. B. die Haltestelle „Langemarckstraße“ in „Stadtpark Neuss“.
  • Ersatzneubau der Rheinbrücke: Der Ersatzneubau der Rheinbrücke Düsseldorf-Flehe wurde in der Vorzugsvariante 1.3 beschlossen – eine Strombrücke von 380 m und eine Vorlandbrücke von 780 m.
  • Gewaltschutz finanziert: Im Haushalt wurden 60.000 Euro für die Stärkung lokaler Hilfestrukturen im Bereich Gewaltschutz bereitgestellt.
  • Neue Stelle für Jugendpartizipation: Eine halbe Stelle wurde geschaffen, um ein Partizipationskonzept für Jugendliche zu entwickeln.

Spielplätze neu gestaltet – Investition in die Zukunft

Im März 2026 legte Neuss den Grundstein für drei markante Spielplatzneuheiten. Mit einem Gesamtvolumen von 400.000 Euro werden die Spielplätze in der Rankestraße (Allerheiligen), im Meertal (Augustinusviertel) und am Kinderbauernhof Selikum grundlegend saniert. Besonders hervorzuheben ist der Kinderbauernhof in Selikum, der mit einer Investition von 200.000 Euro den größten Anteil erhält. Diese Maßnahmen sind Teil des Kinderspielplatzprogramms 2026/2027 und sollen die Freizeit- und Spielangebote für Kinder in der Stadt deutlich verbessern. Zudem wird ein finanzieller Spielraum von 20.000 Euro eingeplant, um mögliche Preissteigerungen abzufedern.

Dialog-Displays: Bürgerbeteiligung auf der Straße

Ein zentrales Thema in mehreren Bezirksausschüssen war der Einsatz von Dialog-Displays, die im Jahr 2026 an drei Standorten installiert werden. Ziel ist es, Verkehrsdaten zu sammeln und gleichzeitig Bürger*innen direkt in die Planung einzubeziehen. Die Displays ermöglichen nicht nur die Erfassung von Verkehrsflüssen, sondern auch die Einreichung von Vorschlägen durch die Bevölkerung. In Bezirken wie Norf, Uedesheim und Holzheim wurde der Ausbau dieser Technik einstimmig beschlossen, wobei die Ergebnisse der Politik zur Verfügung gestellt werden. Die Verwaltung ist verpflichtet, die Standorte zu bedienen und die Ergebnisse transparent zu machen.

Große Bauplanung: Rheinbrücke Düsseldorf-Flehe

Die Planung für den Ersatzneubau der Rheinbrücke Düsseldorf-Flehe wurde in mehreren Ausschüssen intensiv diskutiert und schließlich in der Vorzugsvariante 1.3 beschlossen. Diese Variante sieht einen Neubau aus zwei Teilbauwerken vor: einer Strombrücke (380 m) und einer Vorlandbrücke (780 m). Zunächst wird ein provisorisches Teilbauwerk errichtet, auf das der Verkehr verlegt wird, bevor die alte Brücke abgebaut und das endgültige Bauwerk errichtet wird. Der Baubeginn ist für die 2030er-Jahre geplant.

Die Planung unterliegt einem förmlichen Planfeststellungsverfahren, in dem Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange, Kommunen, Verbänden und Bürger*innen einbezogen werden. Rechtliche und ökologische Kriterien wie Trinkwasserschutz, FFH-Verträglichkeit und Lärmbelastung spielen eine entscheidende Rolle. Die Vorzugsvariante wurde aufgrund ihrer Nachhaltigkeit und Verkehrssicherheit ausgewählt.

Sicherheit und Inklusion in der Verkehrsplanung

Neben den Baumaßnahmen standen auch Themen wie Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit und Inklusion im Fokus. In mehreren Bezirken wurden barrierefreie Umbauten von Bushaltestellen beschlossen, wie der Umbau der Haltestelle Werresweg in der Bonner Straße. Die Maßnahme umfasst barrierefreie Querungen, den Ausbau von Geh- und Radwegen sowie die Erneuerung der Lichtsignalanlage. Zudem wird in mehreren Bezirken geprüft, ob Geschwindigkeitsverringerungen und Lärmschutzmaßnahmen in Wohnstraßen sinnvoll sind, um die Lebensqualität zu steigern.

Jugendpartizipation: Neue Wege in der Jugendpolitik

Ein weiterer Schwerpunkt war die Jugendpartizipation. Die Stadt Neuss beschloss die Einführung einer neuen Stelle für Jugendpartizipation in Höhe von 0,5 VZÄ, die ab Oktober 2025 die Entwicklung eines Partizipationskonzepts unter Beteiligung junger Menschen vorantreiben wird. Zudem wurden zusätzliche Personalressourcen für Jugendtreffs wie das „Jugend Café Uedesheim“ und die „Offene Tür Holzheim“ beschlossen. Die Stadt verpflichtet sich damit, inklusive und partizipative Strukturen in der Kinder- und Jugendarbeit zu stärken.

Fazit und Ausblick

Der März 2026 war in Neuss geprägt von Investitionen in die Zukunft der Stadt: von Spielplätzen über Verkehrssicherheit bis hin zu großen Bauvorhaben. Die beschlossenen Maßnahmen zeigen, dass die Stadt auf die Bedarfe der Bürger*innen reagiert und gleichzeitig langfristige Planungssicherheit schafft. Im April stehen nun die nächsten Schritte in der Planung der Rheinbrücke sowie die Beratung zur Berufung neuer beratender Mitglieder in den Bezirksausschüssen an. Die Bürgerbeteiligung bleibt weiterhin ein zentraler Akzent in der kommunalen Politik.

Quellen

Sitzung

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