April 2026: Neuss in Bewegung – Stadtentwicklung, Mobilität und Bürgerbeteiligung
Der April 2026 brachte für Neuss spannende Entwicklungen in Stadtplanung, Integration und Mobilität. Erfahren Sie hier, was in den kommunalen Gremien entschieden wurde und wie diese Themen die Stadt weiterentwickeln.
Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung im Fokus
Was diesen Monat wichtig war
- Stadtteilspaziergang in Grefrath: Mit rund 80 Teilnehmenden wurde ein neues Entwicklungsprofil für den Stadtteil erarbeitet – mit Schwerpunkt auf Wohnraum, Nahversorgung und grüne Begegnungsräume.
- Neue Bürgerentscheid-Satzung: Die Stadt Neuss hat eine einstimmig verabschiedete Satzung zur Durchführung von Bürgerentscheiden erlassen – transparenter als je zuvor.
- Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Innenstadtentwicklung: Die nächste Generation wird künftig aktiv in die Planung einbezogen – ein Meilenstein für partizipative Stadtgestaltung.
- Fahrradquartiersgaragen in der Innenstadt: Der Mobilitätsausschuss diskutierte Standortvorschläge und die künftige Gebührenstaffelung – ein Schritt in Richtung klimafreundliche Mobilität.
Grefrath: Zukunft zwischen Wohnen und Geschichte
Der Stadtteil Grefrath hat sich im April 2026 besonders in den Mittelpunkt gestellt. Ein Stadtteilspaziergang, organisiert vom Amt für Stadtplanung, brachte die Visionen der Bürgerinnen und Bürger auf den Tisch. Neben Wohnraumbedarf und Nahversorgung stand auch die römische Geschichte im Fokus: Entwürfe für eine neue Vermittlungsroute zum römischen Legionslager Novaesium wurden vorgestellt. Die baulichen Elemente sollen minimal-invasiv und archäologisch verträglich sein. So entsteht ein Angebot, das sowohl kulturell als auch touristisch attraktiv ist.
Bürgerentscheid neu geregelt – mehr Transparenz für mehr Mitsprache
Im April 2026 wurde eine neue Satzung zur Durchführung von Bürgerentscheiden verabschiedet. Sie basiert auf der NRW-Bürgerentscheid-Durchführungsverordnung und dem Kommunalwahlgesetz. Die Satzung regelt unter anderem die Einteilung in 29 Abstimmungsbezirke, die Ehrenamtlichkeit der Abstimmungsvorstände und die Beantragung der Briefabstimmung. Ziel ist es, den Bürgerentscheid transparenter und bürgernaher zu gestalten – ein Schritt hin zu mehr direkter Demokratie in Neuss.
Mobilität: Fahrradquartiersgaragen und Radverkehrsnetz
Der Mobilitäts- und Infrastrukturausschuss hat sich intensiv mit der Radverkehrsentwicklung beschäftigt. Das sogenannte Hierarchische Radverkehrsnetz wird bis Ende 2026 als Konzept zur Beratung vorliegen. Zudem wurde eine Bedarfsabfrage zu Fahrradquartiersgaragen in der Innenstadt und im Gründerzeitviertel durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass der Hermannsplatz und die Hesemannstraße besonders viel Unterstützung erfahren. Die Verwaltung plant, ausschließlich auf Baulücken und Grünflächenränder zu setzen, um öffentliche Räume zu schonen.
Kinder und Jugendliche als Mitgestalter der Innenstadt
Ein weiteres Highlight war die Entscheidung, Kinder und Jugendliche in die Weiterentwicklung der Neusser Innenstadt einzubeziehen. Geplant sind Workshops und digitale Beteiligungsplattformen mit Schwerpunkten auf Grünflächen, Verkehrsanbindung und Leerstandsnutzung. Die Ergebnisse sind bis Ende des Jahres in die Planung einzubinden – ein Signal, dass die Stadt Neuss auf junge Stimmen hört.
Integration: Herausforderungen bleiben bestehen
Im Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration wurde die Terminvergabe in Aufenthalts- und Visumsangelegenheiten thematisiert. Die Stadt Neuss betonte, dass sie außerhalb ihres Stadtgebiets keine Zuständigkeit hat und keine Handlungsmöglichkeiten zur Verbesserung des Kreisterminsystems sieht. Zudem wurde kritisch auf die Einbindung von Ausschussmitgliedern in politische Diskussionen reagiert – eine Diskussion, die auf sachliche Ebene zurückgeführt werden soll.
Überblick und Ausblick
Der April 2026 war geprägt von einer Vielzahl an Entwicklungen, die die Zukunft Neuss' mitgestalten. Stadtentwicklung, Mobilität und Bürgerbeteiligung standen im Mittelpunkt – und zwar in Form konkreter Projekte und Planungen. Die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger, insbesondere der jungen Generation, ist dabei ein zentraler Erfolgsfaktor. Gleichzeitig zeigen sich auch Herausforderungen im Bereich Integration, wo die Stadt bislang keine direkten Handlungsmöglichkeiten hat.
Ausblickend auf den Mai wird es spannend, wie die Vorschläge aus Grefrath und der Innenstadt in die konkrete Planung einfließen. Die Umsetzung der neuen Bürgerentscheid-Satzung und der Fortschritte im Radverkehrsnetz werden weitere Meilensteine sein. Insgesamt zeigt sich: Neuss ist in Bewegung – und zwar in Richtung einer lebenswerten, inklusiven und nachhaltigen Stadt.
Quellen
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