Kultur und Gemeinschaft in Iserlohn: Ausblick auf Februar 2026
In Iserlohn setzt sich der Kulturausschuss intensiv für die Stärkung kultureller Strukturen ein. Der Fokus liegt auf neuen Initiativen wie dem Förderverein „Is‘ Kult“, der Heimatpreisverleihung und kulturellen Jugendangeboten. Im Februar 2026 standen weitere Schritte zur Entwicklung einer lebendigen Kulturlandschaft im Vordergrund.
Neues vom Förderverein „Is‘ Kult“ und seiner Rolle in der Kulturstrategie
Der Förderverein „Is‘ Kult“ wurde im Oktober 2025 gegründet und ist seitdem ein zentraler Akteur in der kulturellen Landschaft Iserlohns. Im Februar 2026 stand die Vorstellung des Vereins im Kulturausschuss auf der Tagesordnung. Ziel des Vereins ist es, kulturelle Projekte ideell und finanziell zu unterstützen und bürgerschaftliches Engagement im Kulturbereich zu stärken.
Die Vorstellung diente nicht nur der Information der Ausschussmitglieder, sondern auch als Grundlage für zukünftige Kooperationen. Der Verein ist zweckgebunden und unterliegt dem Haushaltsplan 2026. Mittel für kulturelle Projekte werden über den Verein verwaltet, was die finanzielle Abwicklung unabhängig vom städtischen Haushalt ermöglicht.
Zudem wird der Verein auch in der Entwicklung von Sponsorenmappen für Veranstaltungen wie das „is’kult“ Sommerfestival und die Kulturmesse unterstützt. Diese Maßnahmen sind Teil eines breiteren Plans, um Drittmittel zu beantragen und kulturelle Angebote finanziell abzusichern.
Kulturelle Jugendangebote: Der Kulturrucksack NRW in Iserlohn
Iserlohn ist seit 2013 ein Standort des Kulturrucksacks NRW, eines Programms für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren. Für 2026 sind zahlreiche kulturelle und kreative Projekte geplant, die unter dem Motto „Kunst und Kreativität für alle“ stehen.
Für 2026 erhält Iserlohn rund 25.700 Euro vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW. Geplante Projekte reichen von Zirkus- und Theaterkursen über Graffiti- und Streetart-Workshops bis hin zu Mode- und Schmuckkursen sowie digitalen Workshops zu Robotik, 3D-Druck und DJ-Arbeit. Die Veranstaltungsorte sind vielfältig: Kunstfabrik casa b, AWO, Stiftungshof und die Sporthalle Friederike-Fliedner-BK.
Die Projekte sind Teil einer breiten Strategie, um kulturelle Bildung und kreative Selbstentfaltung in der Jugend zu fördern. Zwar gibt es ein kleines Defizit im Budgetplan, dennoch plant die Stadt, alle Projekte umzusetzen. Die endgültige Freigabe durch den Kulturrucksack NRW steht noch aus, aber die Planungsliste wurde Ende Januar 2026 eingereicht.
Vermietung des Ateliers in Barendorf: Künstlerisch-kulturelle Nutzung der historischen Fabrikanlage
Die historische Fabrikanlage Maste-Barendorf ist ein zentrales kulturelles Zentrum in Iserlohn. Im Februar 2026 stand die Neuvermietung eines Ateliers im Haus F auf der Tagesordnung. Petra Loos, eine erfahrene Goldschmiedin, wurde schließlich bevorzugt, da ihr Handwerk gut zur Geschichte Barendorfs passt und sie ein starkes Engagement im musealen Bereich nachweisen kann.
Das Atelier selbst ist 96 Quadratmeter groß und verfügt über Lager- und Werkraum sowie eine Küche und ein Bad. Kaltmiete und Betriebskosten summieren sich auf rund 590 Euro pro Monat. Loos plant, ihre Werkstatt öffentlich zugänglich zu machen und an Museumsveranstaltungen teilzunehmen. Sie möchte auch andere Künstler in ihre Räume integrieren und Ausstellungen organisieren.
Die Anschaffung eines Ateliers in Barendorf ist ein weiterer Schritt, um die kreative Nutzung der historischen Anlage zu stärken. Die Fabrikanlage beherbergt bereits ein Museum, ein Café, Vorführstätten und Wohnungen für Kunstschaffende. Sie ist zudem Veranstaltungsort für Kulturveranstaltungen wie das Weihnachtliche Barendorf, den DrahtSaitenAkt und das Elektro-Festival Abrakadabra.
Ausblick: Kulturelle Impulse für die Zukunft
Die Entwicklungen des Februars 2026 zeigen, dass Iserlohn auf einem guten Weg ist, seine kulturelle Identität zu stärken. Der Förderverein „Is‘ Kult“ hat das Potenzial, eine zentrale Rolle bei der Entwicklung kultureller Projekte zu spielen. Gleichzeitig zeigt sich, dass Investitionen in kulturelle Jugendangebote und die Nutzung historischer Räume für kreative Zwecke entscheidend sind, um die Stadt lebendig und attraktiv zu halten.
Auch wenn Herausforderungen wie der fehlende Kulturmanager oder der kleine Budgetspielraum bestehen, zeigt sich Iserlohn bereit, Lösungen zu finden. Die geplante „is’kult“ Kulturmesse 2027, die Ausweitung des Sommerfestivals und die verstärkte Kooperation mit Partnerstädten sind weitere Schritte in diese Richtung.
Quellen
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