Monatlich 3 Min. Lesezeit

Iserlohns Sozialpolitik im Fokus: Beschäftigungsförderung, Inklusion und Bürgerbeteiligung im Februar 2026

Governance and Administration 📍 Iserlohn · Nordrhein-Westfalen
Iserlohns Sozialpolitik im Fokus: Beschäftigungsförderung, Inklusion und Bürgerbeteiligung im Februar 2026

Im Februar 2026 standen in Iserlohn wichtige Entscheidungen und Entwicklungen im Bereich der Sozialpolitik im Vordergrund. Die Stadt arbeitete an der Wiederaufnahme der Beschäftigungsförderung, stärkte die Bürgerbeteiligung und bereitete sich auf wichtige Inklusionsprojekte vor.

Iserlohn im Februar 2026: Herausforderungen und Chancen in der Sozialpolitik

Sozialpolitik ist ein zentraler Baustein für die Stabilität und Teilhabe in Iserlohn. Im Februar 2026 standen mehrere Entscheidungen im Bereich Beschäftigungsförderung, Inklusion und Bürgerbeteiligung im Fokus. Die Stadt arbeitete intensiv an der Wiederaufnahme einer sozialen Beschäftigungspolitik, stellte neue Beteiligungsformate vor und bereitete sich auf die Durchführung wichtiger Inklusionsprojekte vor.

Rückkehr der Beschäftigungsförderung: Herausforderungen und Chancen

Die Beschäftigungsförderung in Iserlohn hatte in den letzten Jahren deutlich an Stellen verloren. Nach einer umfassenden Analyse und mehreren Sitzungen mit dem Jobcenter sowie dem Sozialausschuss wurde entschieden, die Maßnahmen ab dem 1. März 2026 wieder aufzunehmen. Der Haushalt für 2025 sieht einen Eigenanteil von 566.500 € vor, was aufgrund der gestiegenen Kosten ein deutliches finanzielles Engagement der Stadt bedeutet.

Die Wiederaufnahme der Beschäftigungsförderung ist jedoch nicht ohne Risiken. Die Verwaltung muss ein rechtssicheres und arbeitsmarktpolitisches Modell entwickeln, das sowohl die Zusätzlichkeit als auch die Wettbewerbsneutralität gewährleistet. Gleichzeitig ist eine transparente Erfassung der Einsatzzeiten und Kosten erforderlich.

Einige Maßnahmen wie die Arbeitsgelegenheiten in der Holzwerkstatt oder die Malerwerkstatt müssen neu organisiert werden. Die Tätigkeiten in Barendorf, die bislang Weihnachtsmarkthütten auf- und abbauten, sollen künftig an Dritte vergeben werden. Dies wirft Fragen auf, wie der soziale Mehrwert dieser Tätigkeiten in Zukunft gewährleistet werden kann.

Bürgerbeteiligung stärken: Der Pop-up-Bürgerbeteiligungs-Terminal

Im Rahmen der Inklusionspolitik setzte Iserlohn auf neue Formate der Bürgerbeteiligung. Der Beirat für Inklusion unterstützte den Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, einen Pop-up-„Bürgerbeteiligungs-Terminal“ in der Stadtbücherei einzurichten. Ziel ist es, Menschen mit geringen digitalen Kompetenzen und ohne eigenen Internetzugang einen niedrigschwelligen Zugang zu städtischen Beteiligungsformaten zu schaffen.

Der Terminal soll analoge und digitale Beteiligungsmöglichkeiten verbinden. Tablets und iPads ermöglichen es, direkt auf die Beteiligungsplattform adhocracy+ zuzugreifen, während Informationsmaterialien und QR-Codes aktuelle Umfragen und Projekte in der Stadt veranschaulichen.

Dieses Projekt ist Teil einer breiteren Strategie der Stadt, Partizipation zu fördern. Die Plattform beteiligung.iserlohn.de ist seit 2021 online und wurde bereits zu Themen wie Mobilität, Klimaschutz und Stadtentwicklung genutzt. Dennoch bleibt die Reichweite begrenzt, was auf die Notwendigkeit einer gezielten Bewerbung hindeutet.

Inklusion und Barrierefreiheit: Vom Beirat bis zum Protesttag

Der Beirat für Inklusion war im Februar 2026 in mehreren Projekten aktiv. Die Planung der Stefan-Haacke-Preisverleihung, die am 10. Mai 2026 im Parktheater stattfinden soll, war ein zentrales Thema. Der Preis wird jährlich an Einzelpersonen oder Initiativen verliehen, die sich für Menschen mit Behinderung engagieren.

Zudem bereitete der Beirat sich auf den Protesttag der Aktion Mensch am 9. Mai 2026 vor. Ein Gemeinschaftsstand mit verschiedenen Organisationen wie der EUTB, dem Wohnprojekt 170° und der Diakonie war geplant. Die Botschaft: „Menschenrechte sind nicht verhandelbar.“

Barrierefreiheit blieb ein zentrales Thema. So wurde diskutiert, wie der neue Sitzungsraum im Reiterweg für den Sozialausschuss barrierefrei gestaltet werden kann. Mechthild Starke-Kersting, Vorsitzende des Sozialausschusses, setzte sich dafür ein, dass der Raum erst dann genutzt wird, wenn die Barrieren beseitigt sind.

Fazit: Eine Stadt im Wandel

Im Februar 2026 zeigte sich Iserlohn als Stadt, die aktiv an der Zukunft der Sozialpolitik arbeitet. Die Wiederaufnahme der Beschäftigungsförderung, die Stärkung der Bürgerbeteiligung und die Fortsetzung der Inklusionsarbeit sind zentrale Schwerpunkte, die den Weg für eine inklusive und partizipative Stadtgestaltung ebnen. Die Herausforderungen bleiben groß – aber die Entschlossenheit, sie zu meistern, ist deutlich spürbar.

Quellen

Sitzung

Weitere Beiträge aus Iserlohn

Iserlohns Haushalt 2026: Zwischen Defiziten, Konsolidierung und Reformdruck
Finance and Budget 📍 Iserlohn

Iserlohns Haushalt 2026: Zwischen Defiziten, Konsolidierung und Reformdruck

Der Haushalt 2026 der Stadt Iserlohn spiegelt eine angespannte finanzielle Lage wider, die sich aus steigenden Personalaufwendungen, Zinslasten und Transferleistungen ergibt. Gleichzeitig hat die Stadt ein Haushaltssicherungskonzept bis 2035 verabschiedet, das Konsolidierungsmaßnahmen vorsieht. Im Februar 2026 standen wichtige Entscheidungen an, die die Zukunftsfähigkeit der Finanzplanung prägen.

Weiterlesen

Früher wissen. Früher handeln.

Erhalten Sie automatisch Alerts zu relevanten kommunalen Projekten – bevor Ihre Mitbewerber davon erfahren.

Jetzt kostenlos testen