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Iserlohn investiert kräftig in die Zukunft der Stadtspitze

Iserlohn investiert kräftig in die Zukunft der Stadtspitze

Im Februar 2026 setzt die Stadt Iserlohn mit einer Vielzahl sportpolitischer Maßnahmen neue Impulse. Vom Sanieren von Sportplätzen bis zur Digitalisierung der Sportangebote – Iserlohn positioniert sich als moderne Sportstadt und bereitet sich auf internationale Großveranstaltungen wie die Frauen-EM 2029 vor.

Iserlohn investiert kräftig in die Zukunft der Stadtspitze

Im Februar 2026 hat die Stadt Iserlohn einen Schwerpunkt auf die sportliche Infrastruktur gelegt. Zahlreiche Projekte, die sowohl die lokale Bevölkerung als auch die internationale Sichtbarkeit der Stadt stärken sollen, standen auf der Tagesordnung des Sportausschusses. Die Maßnahmen reichen von der Sanierung von Sportplätzen über die Digitalisierung bis hin zur Bewerbung als Team Base Camp für die Frauen-Fußball-Europameisterschaft 2029.

Sanierung der Sportplätze: Investition in Qualität und Zukunft

Die Sanierung der Sportplätze Sümmern und Dröschede ist ein zentraler Schwerpunkt der sportpolitischen Maßnahmen im Jahr 2026. Beide Anlagen sind in schlechtem Zustand und benötigen dringend Renovierungen, um weiterhin sicher und nutzbar zu sein.

Am Sportplatz Sümmern ist die Erneuerung des sandverfüllten Kunstrasenplatzes sowie die Anpassung der Jugendfelder vorgesehen. Die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich auf 347.000 Euro. Zudem wird die Flutlichtanlage umgerüstet, um Energiekosten um 55 % zu senken. Die Planung erfolgt hausintern, was Kosteneinsparungen in Höhe von 35.000 Euro ermöglicht.

Der Sportplatz Dröschede, zuletzt 2014 saniert, muss ebenfalls 2026 auf den neuesten Stand gebracht werden. Die Kosten hierfür werden mit 250.000 Euro veranschlagt. Beide Projekte sind aus dem Haushaltsjahr 2026 finanziert.

Digitalisierung der Sportangebote: Interaktive Karte als zentrale Plattform

Ein weiteres zentrales Projekt ist die Digitalisierung der Sportangebote durch eine interaktive Karte. Diese Plattform soll alle Sportstandorte in Iserlohn – von Basketballkörben über Bolzplätze bis hin zu Sporthallen – übersichtlich darstellen. Vereine können ihre Kurse und Trainingszeiten selbst eintragen, was die Transparenz und Nutzerfreundlichkeit erhöht.

Langfristig ist geplant, die Karte als Instrument zur effizienteren Koordination von Hallenzeiten einzusetzen. Zudem bietet die Plattform Potenzial für Stadtmarketing und Tourismus. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit zwischen dem Sportbüro und der IT-Abteilung der Stadt, wobei die bestehende Baustellenkarte als Vorlage dient.

Iserlohn als Team Base Camp für die Frauen-EM 2029

Iserlohn bewirbt sich aktiv als Team Base Camp für die Frauen-Fußball-Europameisterschaft 2029. Die Stadt hat bereits Erfahrung als Base Camp der italienischen Nationalmannschaft bei der EM 2024 gesammelt. Ziel ist es, das Frauenfußball-Interesse in der Region zu stärken und gleichzeitig das Image Iserlohns als Sportstadt international zu verbessern.

Im Sportausschuss wurde beschlossen, dass die Stadtverwaltung regelmäßig über den Stand der Bewerbung berichten soll. Zudem ist geplant, mit lokalen Partnern wie dem Sportbüro, Fußballvereinen und Beherbergungsbetrieben Gespräche zu führen, um die Strukturen für ein mögliches Base Camp aufzubauen.

Diskussion um Sicherheit und Ordnung am Hemberg-Stadion

Ein kontrovers diskutiertes Projekt ist die Installation einer elektronischen Schrankenanlage am Parkplatz 2 des Hemberg-Stadions. Ziel ist es, die Ordnung und Sicherheit zu verbessern und Lärmbelästigungen sowie Verschmutzungen durch nicht-sportliche Nutzung zu reduzieren. Die Kosten für die Schrankenanlage belaufen sich auf etwa 60.000 Euro, wobei die Verwaltung nicht für die Installation oder den Betrieb externer Sicherheitsdienste eintritt.

Die Schrankenanlage soll zeitgesteuert betrieben werden (8:00–22:00 Uhr) und bei Bedarf per App oder Schlüsselkarte geöffnet werden können. Zudem wird geprüft, ob eine Kameraüberwachung des Bereichs rechtlich zulässig ist.

Ausblick: Iserlohn als Sportstadt der Zukunft

Mit diesen Maßnahmen zeigt Iserlohn, dass Sport nicht nur ein Freizeitthema ist, sondern auch eine tragende Säule der Stadtentwicklung. Die Investitionen in moderne Infrastruktur, Digitalisierung und internationale Sichtbarkeit tragen dazu bei, Iserlohn als attraktiven Standort für Sport und Bewegung zu etablieren. Gleichzeitig wird die Stadt auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet – sei es durch die Planung für die Frauen-EM 2029 oder die Sanierung von Sportplätzen, die für Generationen nutzbar sein sollen.

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