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Nordhorn: Stadtentwicklung und Bauen im April 2026 – Planung, Umwelt und Infrastruktur im Fokus

📍 Nordhorn · Niedersachsen
Nordhorn: Stadtentwicklung und Bauen im April 2026 – Planung, Umwelt und Infrastruktur im Fokus

Im April 2026 hat die Stadt Nordhorn zahlreiche bedeutende Entscheidungen im Bereich Stadtentwicklung und Bauen getroffen. Von der Planung einer neuen Mehrzweckhalle über die Ausgestaltung von Wohnbebauungsplänen bis hin zu umweltverträglichen Bauvorhaben – der Fokus lag auf nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur.

Städtebauliche Impulse und zukunftsorientierte Planung

Die Stadt Nordhorn hat sich im April 2026 als aktiver Akteur in der städtischen Entwicklung gezeigt. Mit der Planung einer Mehrzweckhalle am Sportpark und der Ausarbeitung von Bebauungsplänen wie dem B-Plan 102.6 „Ebbinkstraße“ setzt Nordhorn auf eine zukunftsorientierte, aber auch stadtklimatisch verträgliche Bauweise. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf soziale, ökologische und bauliche Aspekte gelegt.

Mehrzweckhalle am Sportpark: Sport, Freizeit und Gastronomie in einem

Die geplante Mehrzweckhalle am Sportpark ist ein zentrales Projekt, das sowohl sportliche als auch gesellschaftliche Funktionen vereint. Die Halle umfasst:

  • Trampolin- und Indoorpark (ca. 2.000 m²),
  • Padel-Sportzentrum mit 4 Plätzen (1.100–1.200 m²),
  • Gastronomiebereich (600 m²),
  • Nebenräume (700–800 m²),
  • und eine Gesamtfläche von 4.500 m², inklusive 1.000 m² für zukünftige Erweiterungen.

Die Halle wird eine Höhe von 12 Metern erreichen und eine markante Fassade in RAL 9005 (Tiefschwarz) mit RAL 9030 (Verkehrsrot)-Akzenten tragen. Allerdings stößt das Projekt auf Kritik, insbesondere hinsichtlich der Stellplatzanzahl – nur 36 Stellplätze sind vorgesehen, obwohl etwa 94 gefordert wären. Dennoch werden Fördermittel aus dem Land Niedersachsen in Aussicht gestellt, was die Umsetzung der Planung wahrscheinlich macht.

Wohnraumplanung: Bebauungsplan Ebbinkstraße

Ein weiteres zentrales Thema war die Errichtung von zwei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 40 Wohnungen im Wohngebiet Ebbinkstraße. Die Wohnfläche liegt in einem Allgemeinen Wohngebiet (WA) und wird über die Ebbinkstraße erschlossen. Vorgesehen sind 40 Stellplätze, wobei ein Teil davon begrünt wird. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Einhaltung des preisgebundenen Wohnraums gemäß NWoFG – 10 % der Nettogeschossfläche sind dafür vorgesehen.

Zusätzlich wurden städtische Festsetzungen wie Höhenbegrenzungen (max. 9,5 m Traufhöhe, 11,50 m Firsthöhe), Dachbegrünungspflichten und Baum- und Naturschutzmaßnahmen festgelegt. Bestehende Bäume wie Eichen und Ulmen sind zu erhalten, und bei Abgang ist eine Ersatzpflanzung vorgeschrieben.

Umwelt- und Lärmschutz: Nachhaltigkeit als Kriterium

Die Stadt Nordhorn setzt bei neuen Bauprojekten auf nachhaltige Planung. So wurden bei der Mehrzweckhalle und im Bebauungsplan Ebbinkstraße Lärmschutzmaßnahmen berücksichtigt, darunter die Anbringung einer Lärmschutzwand im Nordosten. Im Südwesten entfällt diese aufgrund der baulichen Änderungen. Die Lärmberechnungen erfolgten mit der Software SoundPLAN 9.0, wobei die Beurteilungspegel die Richtwerte einhalten.

Zudem ist eine Dachbegrünungspflicht für flachgeneigte Dächer verpflichtend, und Einfriedungen sind nur in Form heimischer Laubhecken erlaubt. Die Baumschutzsatzung sowie Vorschriften des BNatSchG und NAGBNatSchG sind einzuhalten, was die ökologische Verträglichkeit der Projekte sichert.

Infrastruktur: Erschließung und Verkehr

Im Bereich der Erschließung bleibt die Stadt Nordhorn zurückhaltend. Die Neubauvorhaben erfolgen über bestehende Verkehrsflächen, und es sind keine neuen Rad- oder Fußwege vorgesehen. Dennoch wurde ein Parkraumkonzept für die Innenstadt und das Bahnhofsumfeld angestoßen, das die Parksuchverkehr reduzieren und digitale Bezahlmethoden sowie Radverkehrsanbindungen integrieren soll.

Ein weiteres Projekt ist der Ersatzneubau eines Tretbootverleihes am Vechtesee, der mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet wird. Dieses Vorhaben ist Teil der „Wasserstadt Nordhorn“-Strategie und wird durch Tourismusförderung unterstützt.

Fazit: Nordhorn als Modell für nachhaltige Stadtentwicklung

Der April 2026 markiert für Nordhorn einen bedeutenden Schritt in der städtischen Entwicklung. Mit einem Fokus auf nachhaltige Bauweise, Umweltschutz und soziale Wohnraumplanung zeigt die Stadt, wie moderne Stadtentwicklung in Einklang mit den Anforderungen der Zukunft gestaltet werden kann. Die geplanten Projekte – von der Mehrzweckhalle über neue Wohngebiete bis hin zu touristischen Initiativen – tragen dazu bei, dass Nordhorn nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch und sozial attraktiv bleibt.

Quellen

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