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Wirtschaftsentwicklung in Bad Kreuznach: Fokus auf Innenstadt, Steinbruch und Ausbildung

Economic Development Education and Public Facilities 📍 Bad-Kreuznach · Rheinland-Pfalz
Wirtschaftsentwicklung in Bad Kreuznach: Fokus auf Innenstadt, Steinbruch und Ausbildung

Im Februar 2026 setzte die Stadt Bad Kreuznach ihre Bemühungen um wirtschaftliche Entwicklung und Standortattraktivität fort. Der Ausschuss für Wirtschaftsentwicklung diskutierte Themen wie die Innenstadtbegrünung, die Erweiterung eines Steinbruchs sowie die „Nacht der Ausbildung 2026“. Ein Überblick über die Entscheidungen, Hintergründe und Auswirkungen.

Wirtschaftsentwicklung in Bad Kreuznach: Aktuelle Impulse

Die Wirtschaftsentwicklung ist ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit von Städten. Bad Kreuznach hat sich in den letzten Jahren verstärkt auf die Gestaltung einer lebendigen Innenstadt, die Unterstützung von lokalen Unternehmen und die Gewinnung neuer Arbeitsplätze konzentriert. Im Februar 2026 standen mehrere Initiativen und Projekte im Fokus des Ausschusses für Wirtschaftsentwicklung, die die Stadt in Richtung einer nachhaltigen Wirtschaftsstrategie führen sollen.

Innenstadtentwicklung durch Begrünung

Eine der zentralen Themen der Sitzung war die Innenstadtbegrünung, ein Projekt mit vielfältigen Vorteilen. Ziel ist es, das Stadtbild zu verschönern, das Kleinklima zu verbessern und die Lebensqualität in der Innenstadt zu steigern. Vorgeschlagen wurden transportable Baumkübel am Kornmarkt, begrünte Sitzinseln auf der Nahebrücke und Pflanzbogen an verschiedenen Plätzen.

Die Begrünung hat nicht nur ästhetische, sondern auch wirtschaftliche Auswirkungen. Sie soll die Verweildauer in der Innenstadt erhöhen, was wiederum die Einnahmen für den Einzelhandel und die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt steigern könnte. Zudem wird davon ausgegangen, dass Immobilienwerte erhalten und die Attraktivität für neue Geschäfte gesteigert werden.

Die Federführung für das Projekt liegt beim Amt für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, das auch für die Umsetzung weiterer Wirtschaftsentwicklungsmaßnahmen verantwortlich ist.

Steinbrucherweiterung und Wirtschaftliche Prüfung

Ein weiteres Thema war die Erweiterung des Steinbruchs in Traisen durch die Basalt AG. Dieses Projekt wurde auf wirtschaftliche Aspekte hin geprüft. Die Vertreter der Basalt AG und des Revierförsters Herr Berger nahmen an der Sitzung teil. Bereits im Januar 2026 wurde das Projekt im Ausschuss vorgestellt, so dass im Februar eine tiefere Diskussion über die wirtschaftliche Relevanz und mögliche Auswirkungen auf die Region stattfand.

Die Erweiterung könnte Arbeitsplätze schaffen und lokale Wirtschaftskreisläufe stärken. Gleichzeitig müssen Umweltaspekte und mögliche Auswirkungen auf die Landschaft berücksichtigt werden. Die Stadt Bad Kreuznach ist bemüht, eine Balance zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Nachhaltigkeit zu finden.

Ausbildungsförderung und Quartiersarbeit

Ein weiterer Schwerpunkt war die „Nacht der Ausbildung 2026“, die am 8. Mai 2026 stattfinden wird. Mehr als 50 Unternehmen haben sich bereits angemeldet, um Jugendliche über Berufsmöglichkeiten zu informieren. Die Veranstaltung wird über die eigene Website, Social Media, Plakate und Zeitungsanzeigen beworben. Die Kosten werden auf die teilnehmenden Unternehmen umgelegt, was die finanzielle Belastung für die Stadt minimiert.

Zudem wurde über die Arbeit des Quartiersbüros historische Neustadt berichtet. Quartiersmanager Oliver Kelm, der seit 2021 für die Neustadt zuständig ist, hat bereits Erfolge im Bereich der Stadtentwicklung erzielt. Die Kosten für das Quartierszentrum lagen 2024 bei knapp 9.400 Euro und 2025 bei etwa 9.500 Euro. Die Stadt prüft derzeit, ob zusätzliche Förderungen möglich sind, um die Arbeit des Quartiersbüros zu stärken.

Ausblick und Zukunftsperspektiven

Die Diskussionen im Ausschuss zeigen, dass Bad Kreuznach einen klaren Fokus auf die Integration von Wirtschaft, Lebensqualität und Nachhaltigkeit setzt. Die geplanten Fachgespräche in den Bereichen Immobilienwirtschaft, Gesundheitswirtschaft und Industrie im Jahr 2026 sollen zudem neue Impulse geben und Chancen für die lokale Wirtschaft aufzeigen.

Die Stadt hat außerdem erste Gespräche zur Machbarkeitsstudie der Landesgartenschau geführt und identifiziert Fördermöglichkeiten aus verschiedenen Programmen. Dies könnte zukünftig weitere Projekte ermöglichen, auch wenn die Landesgartenschau nicht realisiert wird.

Insgesamt zeigt sich Bad Kreuznach als dynamische Stadt, die aktiv an der Zukunftsentwicklung arbeitet – und dabei sowohl wirtschaftliche als auch soziale Faktoren berücksichtigt.

Quellen

Sitzung

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