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Wichtige Entscheidungen und Entwicklungen in Witten – Februar 2026 im Überblick

📍 Witten · Nordrhein-Westfalen
Wichtige Entscheidungen und Entwicklungen in Witten – Februar 2026 im Überblick

Der Februar 2026 brachte in Witten zahlreiche Entscheidungen und Entwicklungen in den Bereichen Mobilität, Stadtentwicklung, Integration, Finanzen und Schule. Hier ist der monatliche Rückblick.

Verkehr, Bildung und Integration im Fokus

Was diesen Monat wichtig war

  • Mobilität und Verkehr: Der Ausschuss für Mobilität und Verkehr beschloss einstimmig, einen Enforcement-Trailer zu beschaffen und ein Überholverbot auf der Vormholzer Straße einzuführen.
  • Stadtentwicklung und Klima: Ein neuer Bebauungsplan für das Gebiet „Waldstraße/Buchenholz“ wurde beschlossen, flankiert von ökologischen Ausgleichsmaßnahmen.
  • Integration und Chancengerechtigkeit: 23 Projekte wurden mit rund 80.000 Euro gefördert, darunter Initiativen zur Sprachförderung und Begegnung.
  • Finanzen und Personal: Der Haupt- und Finanzausschuss stimmte einer überplanmäßigen Finanzierung für das Bildungsquartier Annen sowie Personalentscheidungen zu.
  • Schulentwicklung: Der Schulausschuss forderte mehr Transparenz im Schulentwicklungsprozess und setzte sich für die Wiederherstellung der Dreizügigkeit an der Adolf-Reichwein-Realschule ein.
  • Ratssitzung: Der Rat beschloss unter anderem die Einrichtung eines Wittener Bürgerrats und stimmte dem Wirtschaftsplan des Kulturforums zu.

Mobilität und Verkehr: Sicherheit und Infrastruktur im Fokus

Der Ausschuss für Mobilität und Verkehr tagte am 9. Februar 2026 und beschloss mehrere Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und Infrastruktur. Eines der zentralen Themen war die Sicherheit an der Vormholzer Straße, wo ein Überholverbot für einspurige Fahrzeuge beschlossen wurde. Zudem wurde einstimmig ein Enforcement-Trailer beschafft, der künftig zur Sicherstellung des Verkehrs beitragen soll.

Weitere Projekte wie die Erneuerung der Brücke an der Kronenstraße und die Beseitigung von Hindernissen für den Umweltverbund in der Gasstraße wurden zur Prüfung beauftragt. Die Verwaltung wurde zudem aufgefordert, die Zulässigkeit des Verkehrszeichens 277.1 sowie die Entfernung von Pollern an der Willy-Brandt-Straße zu prüfen.

Die Sitzung wurde von Vertretern aller Fraktionen sowie der Seniorenvertretung begleitet. Die Abstimmungsergebnisse zeigten eine breite Zustimmung, wobei die AfD bei einigen Punkten Gegenstimmen abgab.

Stadtentwicklung und Klima: Neue Wege für Bildung und Natur

Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Klima standen im Februar 2026 die Erneuerung des Städtebaulichen Entwicklungskonzepts und ökologische Ausgleichsmaßnahmen im Fokus. Ein zentrales Projekt ist die Entwicklung der „grünen Wegeverbindung“ zwischen der Otto-Schott-Gesamtschule und weiteren Bildungseinrichtungen. Mit dieser Maßnahme will die Stadt Witten Nahmobilität stärken und Klimaresilienz fördern.

Ein weiteres wichtiges Thema war der Bebauungsplan Nr. 239 – Ann – „Waldstraße/Buchenholz“. Der Plan sieht eine Wohnbebauung im allgemeinen Wohngebiet vor und umfasst ökologische Ausgleichsmaßnahmen wie Blühwiesenflächen, Gehölzstreifen und Waldkompensation. Die Planunterlagen wurden öffentlich ausgelegt, und die Verwaltung wird nun die Umsetzung begleiten.

Die gesetzlichen Grundlagen für diese Maßnahmen stammen aus dem Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und der Wohnraumsicherung sowie aus dem Baugesetzbuch.

Integration: Förderung von Vielfalt und Teilhabe

Der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration beschloss im Februar 2026, 23 Projekte mit insgesamt 79.884 Euro zu fördern. Die Mittel stammen aus städtischen Budgets, da die Landesmittel weggefallen sind. Die Projekte reichen von Sprachförderung über Begegnungsinitiativen bis hin zu sozialen Unterstützungsdiensten.

Beispiele für geförderte Initiativen sind das Projekt „Arbeiterwohlfahrt Ennepe-Ruhr – Begegnung und Kommunikation“ sowie das „Help Kiosk“-Projekt. Die Verwaltung hat klare Ansprechpartner benannt, um die Projekte zu begleiten.

Die Entscheidung wurde mit Gegenstimmen und Enthaltungen getroffen, wobei die Begründungen hauptsächlich aus finanziellen Sorgen stammten. Die Rechtsgrundlage für die Maßnahmen ist § 48 AG 17.

Finanzen und Personal: Sicherheit für Baumaßnahmen und Aufsichtsräte

Im Haupt- und Finanzausschuss standen im Februar 2026 Finanzfragen und Personalentscheidungen im Mittelpunkt. Einstimmig wurde beschlossen, 900.000 Euro überplanmäßig für die Schulbaumaßnahme „Bildungsquartier Annen“ bereitzustellen. Die Mittel stammen aus anderen Projekten wie der Buchholzer Grundschule und dem Friedhof Heven.

Im Bereich Personal wurde Dirk Leistner als gesetztes Mitglied des Aufsichtsrats der Verbund-Wasserwerk Witten GmbH bestätigt. Zudem wurden mehrere Vorschläge zur Besetzung weiterer Aufsichtsräte und Gremien beraten.

Die Finanzlage der Stadt Witten bleibt weiterhin angespannt. Der geplante Verlust für 2025 lag bei 69 Millionen Euro, tatsächlich wurden es 50,8 Millionen Euro. Die Netto-Neuverschuldung betrug rund 30 Millionen Euro.

Schulentwicklung: Transparenz und Sicherheit

Der Schulausschuss setzte sich im Februar 2026 für mehr Transparenz in der Schulentwicklung ein. Eines der zentralen Themen war die Wiederherstellung der Dreizügigkeit an der Adolf-Reichwein-Realschule. Zudem wurden Anfragen zur Qualität der Schulreinigung und zu Sicherheitskonzepten gestellt.

Die CDU-Fraktion regte an, einen strukturierten Prozess zur Schulentwicklung einzurichten, indem Politik, Verwaltung und Schule eng zusammenarbeiten. Jede Fraktion soll eine Vertreterin oder einen Vertreter benennen. Bei Bedarf können externe Berater hinzugezogen werden.

Ratssitzung: Bürgerbeteiligung und Kultur

In der Ratssitzung am 23. Februar 2026 wurden mehrere wichtige Entscheidungen getroffen. Einstimmig wurde beschlossen, ein Konzept für einen Wittener Bürgerrat zu entwickeln. Die Idee stammt von der BürgerRatInitiativeWitten (B.R.I.W.) und soll mehr Bürgerbeteiligung ermöglichen.

Zudem wurde der Wirtschaftsplan 2026 der AöR Kulturforum Witten mit Gegenstimmen der AfD und EM genehmigt. Weitere Themen waren die Beleuchtung am Herbeder Skateplatz und die Pflege der Containerstellplätze. Der Rat stimmte außerdem einer Änderungsverordnung zur Verkaufsoffenen Sonntage-Verordnung zu.

Überblick: Integration, Sicherheit und Nachhaltigkeit

Der Februar 2026 war in Witten geprägt von Themen wie Sicherheit im Straßenverkehr, Integration in der Stadtgesellschaft und Nachhaltigkeit in der Stadtentwicklung. Die Entscheidungen zeigen, dass Witten auf mehreren Ebenen aktiv bleibt – von der Schulentwicklung über die Finanzplanung bis hin zur Bürgerbeteiligung. Die Stadt setzt auf klare Strukturen, um ihre Ziele in den Bereichen Mobilität, Bildung und Umwelt zu erreichen.

Schlussfazit mit Ausblick

Der Februar 2026 war ein Monat mit deutlichen Schritten in Richtung mehr Sicherheit, Nachhaltigkeit und Integration. Die beschlossenen Maßnahmen zeigen, dass Witten auf die Bedürfnisse der Bürger reagiert und zukunftsorientiert plant. Im März wird sich zeigen, wie weit die Umsetzung voranschreitet und ob neue Themen in den Fokus rücken. Mit dem geplanten Wittener Bürgerrat und weiteren Projekten bleibt die Stadt auf Kurs.

Quellen

Sitzung

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