Wichtige Entscheidungen für Witten – März 2026
Im März 2026 standen in Witten wichtige Entscheidungen im Bereich Jugendhilfe, Wohnen und Inklusion im Fokus. Hier ist das Monatsresümee:
Wichtige Entscheidungen für die Zukunft Witten
Was diesen Monat wichtig war
- Jugendhilfeaussetzung der 25%-Regelung: Um mehr Flexibilität bei der Förderung von Jugendverbänden zu schaffen, wurde die 25%-Regelung ausgesetzt.
- Erweiterung der Kindertagesstätten: Die Evangelische Kita Christuskirche wird um drei Gruppen erweitert, weitere Kitas planen Gruppenstrukturveränderungen.
- Digitaler Mietspiegel-Check: Ein neues Tool soll Mietwucher erkennen und Mietern helfen, sich zu informieren.
- Wohnraumschutzsatzung in Planung: Die Stadt prüft, ob eine solche Satzung in Witten Sinn macht.
- Inklusion wird stärker: Der Arbeitskreis Inklusion wird personell neu ausgerichtet, um die Teilhabe zu stärken.
Jugendhilfe und Kitas: Mehr Flexibilität und Ausbau
Im März 2026 hat der Jugendhilfeausschuss entscheidende Maßnahmen zur Jugendverbandsarbeit und zur Ausgestaltung der Kindertagesstätten beschlossen. Die Aussetzung der 25%-Regelung ermöglicht eine bessere Abdeckung der Förderbedarfe im Jahr 2026. Der Jugendring Witten e.V. hatte einen Dringlichkeitsantrag gestellt, der angenommen wurde.
Zudem wurden die Kind-Pauschalen für das Kitajahr 2026/2027 beantragt und die Ausweitung der Evangelischen Kita Christuskirche auf sechs Gruppen beschlossen. Die Kita Erlenschule plant einen Anbau, um die Gruppenstruktur zu optimieren. Die Evangelischen Kitas Friedenskirche und Märkische Straße haben ihre Gruppenstärken reduziert, um integrative Kinder besser betreuen zu können.
Diese Maßnahmen zeigen, dass Witten gezielt in die Zukunftsfähigkeit des Kitasystems investiert. Eltern profitieren von mehr Betreuungsplätzen und besseren Integrationsmöglichkeiten.
Wohnen und Mietspiegel: Digitalisierung und Sicherheit
Im Ausschuss für Soziales, Wohnen und Gesundheit standen Themen rund um das Wohnen im Vordergrund. Ein zentraler Punkt war die Entwicklung eines digitalen Mietspiegel-Checks. Dieses Tool wird als interaktive Webanwendung realisiert und soll bei Verdacht auf Mietwucher oder überhöhte Mieten eine schnelle Hinweis- und Meldefunktion bieten.
Zudem wird das Handlungskonzept Wohnen 2030 strategisch weiterentwickelt. Die Stadt möchte hierüber ein umfassendes wohnungspolitisches Gesamtkonzept etablieren, das über bloße Daten hinausgeht und in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird. Ein weiterer Schwerpunkt: Die Prüfung einer Wohnraumschutzsatzung, die darauf abzielt, Mieter:innen vor Verdrängung zu schützen.
Die SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke haben diese Maßnahmen gemeinsam angestoßen. Sie reagieren damit auf steigende Mietkosten und die Notwendigkeit, soziale Absicherung im Wohnbereich zu stärken.
Inklusion: Mitgestaltung durch Betroffene
Ein weiterer zentraler Punkt war die Stärkung der Inklusion in Witten. Der Arbeitskreis Inklusion wird dauerhaft fortgeführt und künftig zu mindestens zwei Dritteln aus Menschen mit Behinderung bestehen. Sowohl Vorsitz als auch Stellvertretung müssen ebenfalls von Betroffenen eingenommen werden.
Diese personelle Neuordnung ist ein Schritt hin zu einer umfassenden Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der Stadt. Betroffene erhalten so mehr Einfluss auf politische Entscheidungen, die sie direkt betreffen.
Überblick: Stabilität durch Flexibilität
Die Entscheidungen des vergangenen Monats zeigen, dass Witten sowohl auf Flexibilität als auch auf langfristige Planung setzt. Die Aussetzung der 25%-Regelung in der Jugendverbandsarbeit ermöglicht eine bessere Anpassung an aktuelle Bedarfe. Gleichzeitig investiert die Stadt in die Infrastruktur für junge Familien und in soziale Sicherheit durch wohnungspolitische Maßnahmen.
Zwar gab es keine Überraschungen, doch die Kombination aus konkreten Verbesserungen und strategischen Planungen macht den März 2026 zu einem solideren Monat in der Entwicklung der Stadt.
Fazit und Ausblick
Der März 2026 war geprägt von konkreten Entscheidungen im Bereich Jugendhilfe, Wohnen und Inklusion. Die Stadt Witten hat gezeigt, dass sie auch in schwierigen Zeiten auf Flexibilität, Investitionen und Partizipation setzt.
Im April wird es spannend, wie sich die geplanten Projekte wie der digitale Mietspiegel-Check und die Erweiterungen der Kitas konkret umsetzen lassen. Zudem wird die Prüfung der Wohnraumschutzsatzung weitere Diskussionen anstoßen.
Witten bewegt sich auf einem Kurs, der sowohl für Familien als auch für Mieter:innen und Menschen mit Behinderung Perspektiven eröffnet.
Quellen
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