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Klima- und Umweltpolitik in Viersen: Starkregen, Energie und zukunftsorientierte Planung

Klima- und Umweltpolitik in Viersen: Starkregen, Energie und zukunftsorientierte Planung

Inmitten der Herausforderungen durch Klimawandel und Energiekrise hat die Stadt Viersen im April 2026 wichtige Entscheidungen im Bereich Umwelt und Klima getroffen. Der Fokus lag auf Starkregenmanagement, Energiemanagement, Wärmeplanung und Klimaschutz in der Bauleitplanung. Dieser Blogartikel analysiert die Hintergründe, Entscheidungen und Auswirkungen dieser Maßnahmen.

Viersen im Klimawandel: Wie die Stadt auf Starkregen, Energieeffizienz und Klimaschutz reagiert

Der Klimawandel hat auch Viersen erreicht. Im April 2026 setzte sich die Stadt mit mehreren zentralen Themen auseinander, um auf die sich wandelnden Umweltbedingungen vorzubereiten. Dabei standen insbesondere Starkregenmanagement, Energieeffizienz in der Verwaltung und die Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung im Vordergrund.

Starkregenmanagement: Vorsorge statt Nachsorge

Mit der Einrichtung eines kommunalen Starkregenrisikomanagements (SRRM) hat Viersen eine zentrale Maßnahme zur Klimafolgenanpassung beschlossen. Die Stadt möchte langfristig ein Handlungskonzept entwickeln, das auf Basis von Gefahrenkarten und Modellrechnungen Risiken durch Starkregen minimiert.

Die Entscheidung ist vor allem durch die Erhöhung der Niederschlagsintensitäten motiviert, die in NRW in den letzten Jahren beobachtet wurden. Die Stadt hat dafür ein interdisziplinäres Team eingerichtet, das aus Tiefbau, Stadtplanung, Forstwirtschaft, Feuerwehr und anderen Fachbereichen besteht.

Zwar gibt es keine verbindliche Umsetzungspflicht für konkrete Maßnahmen, doch das SRRM wird als Grundlage für zukünftige Planungen dienen – etwa bei der Tiefbau- und Freiraumplanung, bei der Gefahrenkartenerstellung oder im Krisenmanagement.

Zudem wird ein LoRaWAN-Messnetz eingerichtet, um in Echtzeit Pegelstände und Niederschlagsmengen zu überwachen. Dieses System kann in Kombination mit der Flood-Check-App des Landes NRW helfen, Bürger:innen frühzeitig zu warnen.

Energiemanagement: Auf Kurs zur klimaneutralen Verwaltung

Die Stadt Viersen hat beschlossen, das Zentrale Gebäudemanagement wieder aufzunehmen, um den Energieverbrauch der Verwaltung zu optimieren. Ziel ist es, bis 2035 klimaneutral zu werden, ein Ziel, das sich an den internationalen Klimazielen orientiert.

Die Entscheidung ist vor allem durch die hohen Energiekosten getrieben, die sich in den letzten Jahren durch die Energiekrise verschärft haben. In einer Analyse der Top 25 Liegenschaften wurden beispielsweise höhere Strom- und Wärmekosten als besonders kritisch identifiziert.

Die Stadt plant daher umfassende Maßnahmen:

  • Errichtung weiterer PV-Anlagen
  • Umrüstung auf Wärmepumpen
  • Dachsanierungen
  • Erstellung eines Sanierungskatasters

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Bürgerbeteiligung – ein Bürgerantrag, der mehr Transparenz und Mitwirkung bei der Energiewende fordert, wurde zur Kenntnis genommen und zur Vorlageerstellung weitergeleitet.

Kommunale Wärmeplanung: Pflicht oder Chance?

Die Stadt Viersen hat beschlossen, eine kommunale Wärmeplanung durch einen externen Auftragnehmer zu erstellen. Die Verpflichtung dazu ergibt sich aus dem Wärmeplanungsgesetz (WPG), das Kommunen bis 2028 zur Erstellung von Wärmeplänen auffordert.

Die Finanzierung erfolgt aus bestehenden Mitteln, und die Stadt hat bereits ein Wärmewendekonzept für das NEW-Gebiet in Entwicklung. Dieses Konzept wird in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen und dem Fraunhofer FIT erarbeitet.

Zusätzlich wird eine Machbarkeitsstudie für ein Wärmenetz begleitet, was langfristig zur Reduktion von fossilen Energieträgern beitragen könnte.

Klimagerechte Bauleitplanung: Vorbereitung auf die Zukunft

Ein weiterer Schwerpunkt war die klimagerechte Bauleitplanung. Viersen hat einen Handlungsleitfaden und eine Checkliste beschlossen, die Klimafaktoren wie Wärmeinseln, Starkregenrisiken und Grünflächen in Bauleitpläne einbeziehen.

Die Dokumente orientieren sich an internationalen Modellen und werden als „lebendige Dokumente“ fortgeschrieben. Sie sollen in zukünftige Bebauungspläne eingearbeitet und in die Begründungen aufgenommen werden.

Die Stadt setzt auch auf grüne Infrastruktur, durchlässige Bodenbeläge und begrünte Fassaden, um den Klimawandel zu bewältigen. Zudem sind Maßnahmen zur E-Mobilität im Raum, etwa Carsharing oder Pedelec-Verleih.

Fazit: Auf dem Weg zu einer klimaresilienten Stadt

Die Entscheidungen, die Viersen im April 2026 im Bereich Umwelt und Klima getroffen hat, zeigen, dass die Stadt sich aktiv auf die Herausforderungen des Klimawandels einstellt. Mit einem Starkregenrisikomanagement, einem Energiemanagement, der kommunalen Wärmeplanung und einer klimagerechten Bauleitplanung hat Viersen eine umfassende Strategie entwickelt.

Aber auch hier gilt: Die Umsetzung ist entscheidend. Die Stadt muss sicherstellen, dass die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, die Arbeitsgruppen koordiniert arbeiten und die Bürger:innen aktiv einbezogen werden. Nur dann kann Viersen langfristig zu einer klimaresilienten und klimaneutralen Stadt werden.

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