Bildung und Öffentliche Einrichtungen in Viersen – April 2026 im Fokus
Der April 2026 brachte in Viersen zahlreiche Entscheidungen im Bereich Bildung und öffentlicher Einrichtungen. Von der Einführung neuer Schulnamen bis hin zu Pilotprojekten im Offenen Ganztag – die Stadt setzt auf Innovation und Anpassung an neue Herausforderungen.
Bildung und Öffentliche Einrichtungen in Viersen – April 2026
Der April 2026 war in Viersen ein monat mit weitreichenden Entscheidungen im Bereich Bildung und öffentlicher Einrichtungen. Zahlreiche Themen standen auf der Tagesordnung, darunter Schulentwicklung, Mobilität, klimatische Anpassung und die Zukunft des offenen Ganztags. Diese Maßnahmen spiegeln die Vorhaben der Stadt wider, die Bildungsinfrastruktur zu stärken und den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden.
Schulentwicklung und Namensänderungen
Ein zentrales Thema war die Neuausrichtung der städtischen Schulen. Die Städtische Gemeinschaftsgrundschule Rahser – Primarstufe – wird im kommenden Schuljahr unter dem Namen „Lindenschule“ weitergeführt. Der Name wurde von der Schulkonferenz einstimmig empfohlen und steht nun zur Entscheidung des Stadtrats. Diese Namensänderung ist ein Schritt, um die Identität der Schule zu stärken und den regionalen Bezug zu verdeutlichen.
Zudem wurde die Einrichtung von sogenannten Familiengrundschulzentren beschlossen. Diese Einrichtungen sollen ab Februar 2027 an Startchancenschulen etabliert werden und bis zu drei Standorte umfassen. Sie zielen auf eine bessere Integration von Familien und Eltern in den schulischen Alltag ab. Die Finanzierung wird bis 2029 durch NRW unterstützt, danach muss die Stadt die Kosten vollständig tragen. Die jährlichen Kosten pro Standort liegen bei 147.600 Euro, wobei die Stadt 45.200 Euro selbst übernehmen muss.
Mobilität und Schülerfahrten
Im Bereich Mobilität setzte Viersen auf die Fortführung des sogenannten „Deutschlandtickets für Schüler*innen“. Das Ticket wird für die Schuljahre 2026/2027 und 2027/2028 weitergeführt. Die Finanzierung erfolgt über eine Vereinbarung mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der NEW mobil & aktiv Viersen GmbH. Die Vereinbarung läuft bis 2028 und kann mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden. Die Finanzierungssicherheit hängt jedoch davon ab, ob das Land NRW die Kosten für das Deutschlandticket weiter trägt.
Offener Ganztag und Ferienbetreuung
Ein weiteres wichtiges Thema war die Ferienbetreuung im Rahmen des Offenen Ganztags. An der KGS Remigiusschule wird die Sommerferienbetreuung 2026 für drei Wochen angeboten, mit einer Teilnehmerzahl von etwa 115 Kindern. Die Betreuungsszeiten reichen von 8:00 bis 16:00 Uhr, und das Personal wird aus allen OGS-Standorten abgezogen. Keine zusätzlichen Beiträge über die regulären OGS-Elternbeiträge hinaus sind vorgesehen. Dieses Modell wird als Pilotphase betrachtet, um die Konzepte der Ferienbetreuung zu evaluieren und weiterzuentwickeln.
Zudem wurde ein OGS-Rahmenkonzept vorgestellt, das die langfristige Planung des Offenen Ganztags regelt. Fortbildungen für Mitarbeitende und Qualitätsstandards sind ein zentraler Bestandteil dieses Konzepts.
Hitzeplanung und Klimaanpassung
Neben bildungspolitischen Themen stand auch die klimatische Anpassung im Fokus. Der Hitzeaktionsplan (MN 16 KLAK) wurde von mehreren Ausschüssen zur Kenntnis genommen und als Arbeitsgrundlage angenommen. Die Stadt Viersen plant, eine fachbereichsübergreifende Arbeitsgruppe Hitze einzurichten, die Maßnahmen zur Hitzevorsorge koordiniert. Dazu gehören auch die Erstellung von Karten mit kühlen Orten, Sensibilisierungskampagnen und die Einrichtung von Trinkwasserstellen.
Die Finanzierung dieses Projekts ist mit 10.000 Euro für 2026 und 5.000 Euro für 2027 geplant. Zudem ist eine Zusammenarbeit mit externen Partnern wie dem Gesundheitsamt, der Feuerwehr und Sozialbehörden vorgesehen, um die Maßnahmen effektiv umzusetzen.
Zukunftsaussichten
Die Entscheidungen des April 2026 zeigen, dass Viersen sich stark auf die Zukunft des Bildungssystems und der öffentlichen Einrichtungen konzentriert. Mit der Einrichtung von Familiengrundschulzentren und der Ausweitung des Offenen Ganztags wird der Fokus auf eine ganzheitliche Betreuung der Kinder gelegt. Gleichzeitig zeigt die Hitzeplanung, dass auch klimatische Herausforderungen aktiv angegangen werden.
Die nächsten Monate werden zeigen, wie sich diese Maßnahmen auf die Schulentwicklung und die Lebensqualität in Viersen auswirken. Die Stadt hat mit diesen Entscheidungen einen klaren Kurs gesetzt – auf Innovation, Flexibilität und Nachhaltigkeit.
Quellen
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