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Velberts Mobilitätsstrategie März 2026: Fortschritte, Herausforderungen und Visionen

Environment and Climate 📍 Velbert · Nordrhein-Westfalen
Velberts Mobilitätsstrategie März 2026: Fortschritte, Herausforderungen und Visionen

Im März 2026 standen in Velbert erhebliche Fortschritte bei der Mobilitätsplanung im Vordergrund. Die Integrierte Verkehrsentwicklungsplanung (IVP) wird überarbeitet, um den Klimazielen gerecht zu werden. Gleichzeitig laufen Straßenbaumaßnahmen und Investitionen in den ÖPNV, Radverkehr und Fußgängerzugang. Dieser Blog-Artikel analysiert die wichtigsten Entscheidungen, Hintergründe und Auswirkungen.

Velbert: Mobilitätsstrategie im März 2026 – Zwischen Fortschritt und Konfliktlösung

Die Mobilitätsplanung in Velbert ist im März 2026 ein zentraler Diskussionspunkt in Ratssitzungen, Verwaltungsgremien und bei der Bevölkerung. Die Stadt hat sich langfristig das Ziel gesetzt, eine emissionsarme und nutzerorientierte Mobilität zu fördern, die mit den Klimazielen des Landes und der EU übereinstimmt. Im Fokus stehen dabei der Ausbau des ÖPNV, die Stärkung von Rad- und Fußverkehr sowie die Reduktion des motorisierten Individualverkehrs (MIV).

Fortschritt in der Verkehrsentwicklungsplanung

Die Integrierte Verkehrsentwicklungsplanung (IVP) wird aktuell aktualisiert, um sie an die aktuellen Herausforderungen anzupassen. Ziel ist es, bis 2045 einen Modal-Split von 18 % für den Radverkehr, 29 % für Fußgänger, 15 % für den ÖPNV und 37 % für den MIV zu erreichen. Wichtige Maßnahmen umfassen die Beruhigung des Kfz-Verkehrs in Wohngebieten, die Stärkung des ÖPNV und die Erweiterung des Radwegenetzes.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Umgestaltung des innerstädtischen Verkehrsringes. Nach Ablehnung der Fahrradstraße durch die Bezirksregierung Düsseldorf wird eine Alternative geprüft: ein Radfahrstreifen im Gegenverkehr mit Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h. Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist aufgrund der Zweckbindung durch Fördermittel bis 2035 oder 2040 jedoch eingeschränkt.

Im März 2026 wurde ein Statusbericht zur IVP vorgestellt, der einen Überblick über die Fortschritte gibt und den Zeitplan sowie Zielvorgaben für die nächsten Schritte definiert.

Investitionen in Straßenbau und Infrastruktur

Neben der strategischen Planung laufen auch konkrete Baumaßnahmen. Die Technischen Betriebe Velbert (TBV) führen Straßenbaumaßnahmen in verschiedenen Stadtteilen durch, darunter die Erneuerung der Breslauer Straße nach dem Kommunalabgabengesetz (KAG NRW). Die Straße weist eine Zustandsklasse von 3 auf, und ein vollständiger Neubau ist erforderlich.

Ein weiteres Projekt ist die Erneuerung der Brücke Bonsfelder Straße, die bis Mitte 2026 durch StraßenNRW erneuert und breiter ausgebaut wird. Dazu müssen Bäume gefällt werden, was in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wird. Gleichzeitig werden Fußgängerüberwege an der Kreuzung Am Kostenberg/Bartelskamp eingerichtet, um die Verkehrssicherheit im Schulumfeld zu verbessern.

In Velbert-Mitte ist die Umgestaltung des Verkehrsringes in den Mittelpunkt gerückt. Die Ost- und Westseiten des Rings sollen unterschiedlichen Verkehrsarten angepasst werden, wobei der Westteil Schutzstreifen für Radfahrer erhalten soll. Diese Maßnahmen sind Teil eines breiteren Verkehrsplans, der auf eine Entlastung der Friedrich-Ebert-Straße abzielt.

ÖPNV, Radverkehr und Klimaschutz

Der ÖPNV wird ebenfalls verstärkt. Die Stadt plant, den ÖPNV durch Verbesserungen an Haltestellen, mehr Buslinien und bessere Anschlüsse an das Radwegenetz zu stärken. Im Klimaschutzteilkonzept sind acht Handlungsfelder definiert, darunter die Schaffung von Radschutzstreifen, Querungshilfen und Radabstellanlagen.

Die Radverkehrsquote ist in den letzten Jahren von etwa 2 % auf 5 % angestiegen. Wichtige Maßnahmen wie die Anbindung des Panoramaradweges an die Innenstadt und die Schließung von Lücken im Radwegenetz haben dazu beigetragen. Im März 2026 wird ein Arbeitskreis Mobilität eingerichtet, der Lösungsansätze für die nächsten Schritte diskutieren und Maßnahmen planen soll.

Herausforderungen und Konflikte

Trotz der Fortschritte gibt es auch Herausforderungen. Die Ablehnung der Fahrradstraße durch die Bezirksregierung Düsseldorf führte zu einer Verzögerung und notwendigen Kompromissen. Zudem sind einige Maßnahmen aufgrund von Förderbindung nicht ohne Weiteres umsetzbar.

Ein weiterer Konfliktbereich ist die Finanzierung. Die TBV berichten von Minderaufwendungen in der Verkehrsplanung, die auf die Verschiebung von Projekten zurückzuführen sind. Gleichzeitig steigen die Kosten für Straßenbaumaßnahmen, insbesondere bei Kanal- und Rohrleitungen, bei denen höhere Kosten als geplant anfallen.

Ausblick und zukünftige Schritte

In den nächsten Monaten wird es entscheidend sein, wie gut die Stadt Velbert die verschiedenen Interessen der Verkehrsteilnehmer in Einklang bringen kann. Die Umsetzung der IVP und die Fortschreibung des VEP sind zentrale Projekte, die bis 2030 abgeschlossen sein sollen.

Wichtige Meilensteine sind die Erstellung des Statusberichts zur IVP im März 2026, die Umsetzung der Maßnahmen im innerstädtischen Verkehrsring und die Planung von weiteren Radwegen. Gleichzeitig werden Investitionen in den ÖPNV und die Sanierung der Straßeninfrastruktur fortgesetzt.

Velbert hat sich mit seiner Mobilitätsstrategie auf einen langfristigen Kurs begeben. Ob dieser Kurs auch in der Praxis umsetzbar ist und die Klimaziele erreicht werden, hängt von der Koordination zwischen Politik, Verwaltung und Bevölkerung ab.

Quellen

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