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Sport in Solingen: Infrastruktur, Sicherheit und Zukunftsvisionen

Sport in Solingen: Infrastruktur, Sicherheit und Zukunftsvisionen

Im Februar 2026 standen in Solingen bedeutende Entscheidungen und Entwicklungen im Bereich Sport im Vordergrund. Von der Modernisierung der Jahnkampfbahn bis hin zur Sicherheitsplanung für Sportstätten – der neue Stadtdienst „Sport und Freizeit“ setzt auf Innovation und Nachhaltigkeit.

Sportinfrastruktur und Sanierungsprojekte

Solingen setzt im Februar 2026 verstärkt auf Investitionen in moderne Sportstätten. Die Jahnkampfbahn, eine zentrale Anlaufstelle für Regionalligafußball, ist im Fokus. Neben der Prüfung der WDFV-Statuten und der Sicherheitskapazität (aktuell 4.957 Personen) sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen geplant. Dazu gehören die Erneuerung des Naturrasens, die Umrüstung der Beleuchtung auf energieeffiziente LED-Technologie (Einsparung bis zu 71 %) und die Mitfinanzierung der Tribünenbauarbeiten. Diese Maßnahmen zeigen den klaren Willen der Stadt, Sportinfrastruktur nicht nur funktional, sondern auch klimafreundlich zu gestalten.

Zudem wird die Sporthalle an der Theodor-Heuss-Realschule abgerissen und neu gebaut. Dies ist ein weiterer Schritt, um die Qualität der schulsportlichen Angebote in Solingen zu steigern.

Sicherheitskonzepte und Ordnungsdienste

Die Sicherheit bei Sportveranstaltungen hat in Solingen einen hohen Stellenwert. Der Ordnungsdienst ist verpflichtet, Eintrittskontrollen durchzuführen, Rettungswege freizuhalten und Sicherheitsvorfälle an Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste zu melden. Besonders bei „Spielen mit erhöhtem Risiko“ gelten verschärfte Maßnahmen: Alkoholverbot, Eintrittskartenbegrenzung und verstärkter Ordnungsdienst. Zudem müssen Vereine eine gut sichtbare Stadionordnung vorlegen und Stadionsprecher für Krisendurchsagen einsetzen.

Diese Sicherheitsvorgaben sind nicht nur für die Jahnkampfbahn relevant, sondern auch für andere Sportstätten. Die Stadt verpflichtet sich, bei Sanierungen Baubegleitungen durchzuführen und Sicherheitskonzepte gemeinsam mit der Denkmalbehörde abzustimmen.

Schulhofbenutzung und neue Nutzungsregelungen

Die Sportausschuss-Sitzung brachte auch eine Neufassung der Schulhofbenutzungsordnung zur Debatte. Die neue Regelung erlaubt zusätzliche sportliche und freizeitnahe Aktivitäten außerhalb der Schulzeiten – unter klaren Vorgaben. So sind Ballspiele mit Softbällen, Rollschuhlaufen und Fahrradfahren erlaubt. Hingegen sind Fahrzeuge mit Akku oder Motor, Alkohol, Drogen und Tiere verboten.

Diese Regelung soll die Nutzung der Schulhöfe nachhaltig fördern und gleichzeitig den Schutz der Anlagen gewährleisten. Zudem wird die Stadt auch bei der Umsetzung mitarbeiten, um Verwirrungen und Missverständnisse zu vermeiden.

Zukunftsvisionen: NRW-Sportmilliarde und Förderprojekte

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der NRW-Sportmilliarde, einem Bundesförderprogramm mit einem Volumen von 7,5 Milliarden Euro. Solingen hat bereits zwei Projekte angemeldet: ein autarkes Schwimmbecken am Weyersberg und ein Therapiebecken im Familienbad Vogelsang. Beide Projekte sollen den Schwimmsport und die Reha-Angebote in der Stadt stärken.

Die Kämmerei prüft derzeit die Finanzierung des Eigenanteils. Mit 3.600 eingereichten Projekten ist das Programm stark überzeichnet, was die Bedeutung der Anträge aus Solingen unterstreicht. Die Bädergesellschaft und der Sportbund sind in die Bewerbungsprozesse eingebunden, um die Chancen auf Förderung zu maximieren.

Ausblick: Sport in Solingen 2026 und darüber hinaus

Die Stadt Solingen zeigt sich ambitioniert in der Weiterentwicklung ihres Sportangebots. Neben der Modernisierung bestehender Anlagen und der Sicherstellung von Sicherheitsstandards wird auch die Zukunft der Sportstätten geplant. Der neue Stadtdienst „Sport und Freizeit“ ist ein Meilenstein in dieser Entwicklung. Er soll nicht nur die Verwaltung vereinfachen, sondern auch die Kooperation mit Vereinen und Partnern stärken.

2026 stehen bereits zahlreiche Veranstaltungen an – vom Hallenmaster-Fußballturnier bis zu den geplanten Schwimmwettkämpfen. Die Stadt setzt auf eine breite Palette an Sportangeboten, die für alle Bevölkerungsgruppen zugänglich und inklusiv sind.


Quellen

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