Jugendpolitik in Solingen: Fokus auf Teilhabe, Demokratie und Betreuung im Februar 2026
Im Februar 2026 hat Solingen in der Jugendpolitik wichtige Entscheidungen getroffen – von der Teilnahme am Bundesprogramm „Demokratie leben!“ über die Neufassung der Schulhofbenutzungsordnung bis hin zur Neuausrichtung der Übermittagsbetreuung. Dieser Blog gibt einen tiefen Einblick in die politischen Diskussionen, Hintergründe und Auswirkungen.
Jugendpolitik in Solingen: Was im Februar 2026 entschieden wurde
In der Klingenstadt Solingen ist die Jugendpolitik im Februar 2026 geprägt von einem breiten Themenspektrum, das von demokratischer Bildung über Sicherheit bis hin zur finanziellen Transparenz reicht. Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner zweiten Sitzung des Monats mehrere zentrale Themen aufgegriffen, die die Zukunft der Jugend in Solingen nachhaltig beeinflussen.
Demokratie stärken: Teilnahme am Bundesprogramm „Demokratie leben!“
Die Stadt Solingen hat beschlossen, am Bundesprogramm „Demokratie leben!“ für das Jahr 2026 teilzunehmen. Mit einer Förderung von insgesamt 140.000 Euro aus Bundesmitteln und einem Eigenanteil von 15.556 Euro investiert Solingen in Demokratieförderung, Extremismusprävention und Vielfaltsgestaltung.
60 Einzelmaßnahmen sind geplant, darunter Projekte des Jugendstadtrats und des Max-Leven-Zentrums. Besonders hervorzuheben ist die Einbindung der Bürger:innen in die Zielsetzungsbildung über die jährliche Demokratiekonferenz. Die Partnerschaft für Demokratie wird als zentraler Akteur dabei genannt, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt zu festigen.
Schulhöfe neu denken: Neufassung der Schulhofbenutzungsordnung
Die Neufassung der Schulhofbenutzungsordnung ist ein weiterer Schwerpunkt der Jugendpolitik in Solingen. Ziel ist es, Schulhöfe sicherer und multifunktionaler zu gestalten – nicht nur während der Schulzeiten, sondern auch außerhalb.
Jugendliche sind dabei ausdrücklich als Nutzergruppe einbezogen. In Grundschulen ist die Nutzung bis 14 Jahre erlaubt, in weiterführenden Schulen bis 18 Jahre. Auf den Schulhöfen ist unter anderem Fahrradfahren, Rollschuhlaufen und Ballspiele mit Softbällen erlaubt. Gleichzeitig gelten klare Regeln: Alkohol, Nikotin und Drogen sind verboten, ebenso wie Fahrzeuge mit Akku oder Motor.
Die neue Ordnung schafft rechtliche Klarheit und ermöglicht eine bessere Nutzung der Schulhöfe für Freizeit und Bewegung. Zudem unterstützt sie die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt, insbesondere in Bezug auf gesellschaftliche Teilhabe und die Entwicklung von Freizeitangeboten.
Übermittagsbetreuung: Vereinheitlichung und Finanzierung
Die Übermittagsbetreuung (ÜMI) ist ein weiteres wichtiges Thema. Ab 1. August 2026 wird die Betreuung bis 14 Uhr angeboten, darunter auch Ferienbetreuung und Mittagessen. An drei Modellschulen wird die Betreuung bis 15 Uhr (ÜMI Flex) angeboten.
Finanziell bedeutet dies Mehraufwendungen von jährlich 1,2 Mio. Euro, die von der Stadt getragen werden. Elternbeiträge sind gesetzlich vorgeschrieben und einkommensabhängig gestaffelt. Voraussichtlich werden durch diese Beiträge jährlich 0,6 Mio. Euro eingenommen.
Die Vereinheitlichung der Betreuungsangebote soll mehr Flexibilität für Eltern schaffen und gleichzeitig die Qualität der Betreuung verbessern. Gleichzeitig wird die Betreuung für Geschwisterkinder und Kinder im Wechselmodell reduziert, was sozialpolitisch begrüßenswert ist.
Ausblick: Klimaschutz und Zukunftsfähigkeit
Die Sitzung des Jugendhilfeausschusses endete mit einem Ausblick auf das Thema Klimaschutz in städtischen Kitas. Solingen plant, eine Prämienrunde für Klimaschutzmaßnahmen in Kitas zu starten, die direkt 1.500 Kinder und indirekt ihre Familien erreicht.
Ein weiteres Projekt ist die Klimaanpassung des Hauses der Jugend in Gräfrath. Mit einer Förderung von 228.418 Euro sollen Schattenbäume, Hecken, Dachbegrünungen und Bepflanzungen eingerichtet werden, um die Außenanlagen jugendgerecht und klimafreundlich umzugestalten.
Fazit: Jugendpolitik als Investition in die Zukunft
Solingen zeigt mit den Entscheidungen des Februar 2026, dass Jugendpolitik nicht nur eine Aufgabe der Verwaltung ist, sondern ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Durch Investitionen in Demokratie, Sicherheit, Freizeit und Klimaschutz wird die Stadt ihre jungen Einwohner:innen aktiv einbezogen und unterstützt. Die politischen Diskussionen haben gezeigt, dass es in Solingen eine breite gesellschaftliche Bereitschaft gibt, Jugendliche stärker in Entscheidungsprozesse einzubeziehen – ein positives Signal für die Zukunft.
Quellen
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