Mobilität im Rhein-Sieg-Kreis: Ausbau der Stadtbahn, Radverkehr und Taxentgelte im Fokus
Im März 2026 standen im Rhein-Sieg-Kreis Entscheidungen zur Mobilität im Mittelpunkt – von der Umsetzung des Stadtbahnzielkonzepts über die Instandsetzung von Kreisstraßen bis hin zur Anpassung von Taxentgelten. Ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen.
Mobilität im Rhein-Sieg-Kreis: Ausbau der Stadtbahn, Radverkehr und Taxentgelte im Fokus
Im März 2026 war im Rhein-Sieg-Kreis die Mobilität ein zentrales Thema. Der Ausschuss für Planung und Verkehr tagte mit einer umfassenden Tagesordnung, die von der Stadtbahn bis zum Fahrradmietsystem reichte. Gleichzeitig wurden Entscheidungen zur Infrastruktur, zum ÖPNV und zu neuen Verordnungen diskutiert. Diese Entscheidungen zeigen, wie stark der Kreis auf eine nachhaltige, verkehrsgerechte Zukunft hinarbeitet.
Umsetzung des Stadtbahnzielkonzepts
Ein zentrales Thema war der Umsetzungsstand des Stadtbahnzielkonzepts. Der Rhein-Sieg-Kreis und die Stadt Sankt Augustin kooperieren eng mit den Stadtwerken Bonn (SWB), um die Planung und Realisierung der Stadtbahnlinien voranzutreiben. In der Sitzung wurden konkrete Anfragen gestellt, darunter der aktuelle Stand der Fahrzeugbeschaffung, der Planung für eine Wendeanlage sowie der finanziellen Auswirkungen.
Die Stadtbahnlinie 18 wird zukünftig zweigleisig ausgebaut, und die Linie 17 ist in Planung. Eine besondere Herausforderung ist die Kompensation für Lärmbelastungen in den betroffenen Gebieten. Zudem wurden Datenerhebungen zu Fahrgastzahlen angemahnt, um die Wirksamkeit des Konzepts zu überprüfen.
Instandsetzung von Kreisstraßen
Im Jahr 2026 stehen acht große Instandsetzungsmaßnahmen an Kreisstraßen an. Diese beinhalten beispielsweise die Erneuerung von Entwässerungsleitungen, Oberbauinstandsetzungen und die Neugestaltung von Rad- und Gehwegen. Eine besonders große Maßnahme ist die grundlegende Instandsetzung der K 22 im Bereich Niederkassel. Hier sind 650.000 Euro veranschlagt, wobei 70 % der Kosten durch Fördermittel gedeckt werden.
Die Maßnahmen sind Teil einer langfristigen Strategie, die Verkehrssicherheit und Lebensqualität in der Region zu verbessern. Die Instandsetzungen werden links- und rechtsrheinisch im Kreisgebiet durchgeführt und betreffen sowohl Wohn- als auch Gewerbegebiete.
Taxentgelte und Mietwagenregelungen
Ein weiteres wichtiges Thema war die 21. Änderung der Tarifordnung zur Taxenordnung. Die Verwaltung schlägt eine zweistufige Tarifanpassung vor, um den steigenden Kosten durch den Mindestlohn und Inflation Rechnung zu tragen. Die neue Tarifordnung soll am 01.05.2026 in Kraft treten und den Taxibetrieben so genügend Zeit zur Anpassung geben.
Zudem plant der Kreis die Einführung von Mindestbeförderungsentgelten (MBE) im Gelegenheitsverkehr mit Mietwagen. Diese Maßnahme soll Dumpingpreisen durch digitale Plattformen entgegenwirken, die den regionalen Mietwagenverkehr unter Druck setzen. Ein externes Gutachten wird in Betracht gezogen, um die Grundlagen für die MBE zu erarbeiten.
Regionale Zusammenarbeit und Radverkehr
Im Rahmen der regionalen Zusammenarbeit beschloss der Ausschuss, eine gemeinsame Sitzung mit dem Bonner Verkehrs- und Planungsausschuss durchzuführen. Diese Zusammenarbeit wurde bereits 2010 begonnen und wird seither regelmäßig fortgeführt. Die nächste gemeinsame Sitzung ist für März 2026 geplant.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Evaluation des Fahrradmietsystems und die Analyse von RadPendlerRouten. Die Dauerzählstellen für den Radverkehr lieferten 2025 wertvolle Daten, die in die Planung zukünftiger Maßnahmen einfließen sollen. Zudem wurde ein Sachstandsbericht zum Landes- und Regionalplan vorgestellt, der die zukünftige Entwicklung der Mobilität im Rhein-Sieg-Kreis leitet.
Fazit: Mobilität als zentraler Baustein der Regionalentwicklung
Der März 2026 zeigt, wie stark der Rhein-Sieg-Kreis auf eine nachhaltige, verkehrsgerechte Zukunft hinarbeitet. Von der Stadtbahn über die Instandsetzung von Kreisstraßen bis hin zur Anpassung von Taxentgelten und der Förderung des Radverkehrs – die Mobilität ist ein zentraler Baustein der regionalen Entwicklung. Mit der regionalen Zusammenarbeit und der Einbindung externer Expertise will der Kreis sicherstellen, dass die Verkehrsinfrastruktur den Anforderungen der Zukunft gerecht wird.
Quellen
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