Mönchengladbach April 2026: Fokus auf Energie, Mobilität und soziale Gerechtigkeit
Im April 2026 standen in Mönchengladbach wichtige Entscheidungen zu Energie, Mobilität, sozialer Gerechtigkeit und Sicherheit im Fokus.
Energie, Mobilität und Gerechtigkeit im Fokus
Was diesen Monat wichtig war
- Energieeffizienzmaßnahmen im städtischen Gebäudebestand: Der Sachstandsbericht „Energie 2025“ wurde angenommen, darunter der Ausbau von Photovoltaikanlagen und Modernisierungen.
- Neue Elternbeiträge für Ganztagsschulen: Die neue Satzung zur Erhebung von Elternbeiträgen tritt am 1. August 2026 in Kraft, mit Staffelungen nach Einkommen.
- Öffentlichkeit im Verwaltungsrat der mags AöR: Der Verwaltungsrat wird künftig öffentlich tagen, um Transparenz zu erhöhen.
- Neue Nahverkehrsplanung: Eine Voruntersuchung zur Neukonzeption des Nahverkehrsplans wurde abgeschlossen, um die Buslinien effizienter zu gestalten.
- Solidarität mit dem Queeren Zentrum: Der Ausschuss für Soziales verabschiedete eine Resolution nach einem Angriff auf das Queere Zentrum „Queers an der Niers“.
- Stärkung der Sicherheit: Der Brandschutzbedarfsplan 2026 wurde angenommen, und Krisenvorsorge-Maßnahmen diskutiert.
Energie und Gebäude: Schrittweise Modernisierung
Der Sachstandsbericht „Energie 2025“ des Stadtwerks gmmg wurde von den Ausschüssen zur Kenntnis genommen. Darin wird auf die Stabilisierung der Energieverbräuche hingewiesen, aber auch auf geplante Maßnahmen wie den Ausbau von Photovoltaikanlagen und die Modernisierung der Gebäudetechnik. Diese Schritte sind Teil der langfristigen Klimaschutzstrategie der Stadt und sollen bis 2030 die Treibhausgasemissionen um 50 % reduzieren.
Im April wurde auch beschlossen, dass die mags AöR künftig öffentlich tagt, was eine höhere Transparenz in der städtischen Verwaltung signalisiert.
Mobilität: Neue Planung für den Nahverkehr
Die Stadt hat eine Voruntersuchung zur Fortschreibung des Nahverkehrsplans in Auftrag gegeben. Ziel ist es, den Busverkehr anhand von Auslastungsdaten, Verspätungen und Infrastruktur zu optimieren. Besonders die Linien 004, 008 und 002 wurden analysiert, da sie in bestimmten Abschnitten hohe Verspätungsquoten aufweisen.
Die Untersuchung wird als Grundlage für eine neue Nahverkehrsplanung dienen, die im nächsten Jahr in die konkrete Umsetzung gehen soll.
Soziale Gerechtigkeit: Elternbeiträge und finanzielle Unterstützung
Im April wurde die neue Elternbeitragssatzung für Ganztagsschulen beschlossen. Ab 1. August 2026 werden Beiträge nach Einkommensstufen erhoben, wobei Familien mit niedrigem Einkommen beitragsfrei bleiben. Ab einem Jahreseinkommen von 49.085 EUR wird ein monatlicher Geschwisterbeitrag in Höhe von 40 EUR erhoben.
Diese Regelung gilt für alle außerunterrichtlichen Angebote der offenen Ganztagsschulen. Die alte Satzung vom 17. April 2008 tritt damit außer Kraft.
Sicherheit und Brandschutz
Der Brandschutzbedarfsplan 2026 wurde im Ausschuss für Feuerwehr, öffentliche Ordnung und Katastrophenschutz mit 17 Ja-Stimmen angenommen. Diskutiert wurden dabei auch Maßnahmen zur Krisenvorsorge, wie die Ausstattung von Feuerwehrgerätehäusern mit Notstrom und eine Warnkette aus Sirenen, Cell Broadcast und der Warn-App NINA.
Außerdem wurde ein Antrag zur Umbenennung des Ausschusses in „Ausschuss für Sicherheit und öffentliche Ordnung“ beraten, der noch nicht beschlossen wurde.
Solidarität und Integration
Nach einem Angriff auf das queere Zentrum „Queers an der Niers“ verabschiedete der Ausschuss für Soziales eine Resolution zur Solidarität mit der queeren Gemeinschaft. Der Ausschuss verurteilte den Angriff aufs Schärfste und forderte eine auskömmliche Finanzierung des Zentrums in den kommenden Haushaltsberatungen.
Im Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration wurde außerdem ein Vergabekonzept für geförderten Wohnraum beschlossen, das soziale und örtliche Kriterien berücksichtigt.
Integration und Vielfalt: Neue Projekte
Ein weiteres Highlight im April war das Projekt „Lots:innen für Vielfalt“, das ehrenamtliche Pflegelots:innen für ältere Menschen mit internationaler Familiengeschichte ausbildet. Die Schulungen beginnen im Juli 2026.
Außerdem wurde ein neues Konzept zur Wohnraumvergabe erarbeitet, das eine gerechte Verteilung von gefördertem Wohnraum ermöglichen soll.
Ausblick auf Mai 2026
Im Mai stehen weitere Haushaltsberatungen an, in denen die Finanzierung des Queeren Zentrums und Maßnahmen zur Klimaschutzstrategie beschlossen werden sollen. Zudem wird die neue Nahverkehrsplanung in die konkrete Umsetzung gehen.
Die Stadt Mönchengladbach setzt damit auch im Mai 2026 ein Zeichen für soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und Transparenz.
Quellen
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