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Lohmar im Fokus: März 2026 – Entscheidungen, Projekte und Mitmach-Chancen

Lohmar im Fokus: März 2026 – Entscheidungen, Projekte und Mitmach-Chancen

Im März 2026 setzte sich die Stadt Lohmar mit zentralen Themen wie Rettungswache, Kita-Infrastruktur, Klimaschutz und Verkehrssicherheit auseinander. Hier ist der monatliche Rückblick in Kürze und Kontext.

Was diesen Monat wichtig war

  • Rettungswache-Lage klären: Die GRÜNEN forderten Tempo in der Suche nach einem dauerhaften Standort für die Rettungswache, mit Einbindung relevanter Akteure.
  • Bezahlkarte für Geflüchtete: Der Rat beschloss die Einführung, doch die GRÜNEN mahnten an, vorher die praktischen Hürden und Risiken zu prüfen.
  • Neue Kita braucht Wendemöglichkeit: CDU und SPD setzten sich dafür ein, dass die Kita Waldgeister im Sondergebiet Reiterhof eine Wendemöglichkeit erhält.
  • Klimaschutz voranbringen: Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz beschloss Maßnahmen wie die Ausbildung von „Balkon-Scouts“, um Energieeffizienz in der Stadt zu fördern.
  • Verkehrssicherheit steigern: Bürgeranträge zur Geschwindigkeitsreduzierung und zur Einrichtung von Schulstraßen wurden aufgegriffen.
  • Jugendfreizeitplätze ausbauen: Die GRÜNEN mahnten, die Ferien-Naherholung für Kinder in den Sommerferien auszuweiten, da die Nachfrage bereits zu Beginn des Jahres übergroß war.

Rettungswache und Kita-Infrastruktur: Zukunftssicherung in der Stadt

Die Sicherheit und Infrastruktur in Lohmar standen im März 2026 im Mittelpunkt. Im Rat beantragte die GRÜNE Fraktion, die Suche nach einem dauerhaften Standort für die Rettungswache zu beschleunigen. Dabei sollen alle relevanten Akteure einbezogen werden – vom Aggerverband bis zu den Eigentümern benachbarter Flächen. Dies ist ein klarer Hinweis auf die Notwendigkeit, die Notfallversorgung in der Region zuverlässig und langfristig zu gewährleisten.

Im Ausschuss für Bauen und Infrastruktur wurde der Antrag zur Schaffung einer Wendemöglichkeit für die neue Kita Waldgeister im Sondergebiet Reiterhof einstimmig unterstützt. CDU und SPD argumentierten, dass eine solche Anpassung im Interesse der Eltern und der Stadtentwicklung sei. Die finale Planung wird demnächst dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt – eine Entscheidung, die nicht nur für die Kita-Kinder, sondern auch für den alltäglichen Verkehrsfluss in der Region von Bedeutung ist.

Klimaschutz: Von Bäumen bis zu Balkon-Scouts

Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz bewies, dass Klimaschutz in Lohmar nicht nur eine politische Richtung ist, sondern auch in konkrete Projekte übersetzt wird. Der einstimmige Beschluss zur Ausbildung von ehrenamtlichen „Balkon-Scouts“ ist ein Beispiel dafür, wie die Stadt die Energiesituation vor Ort aktiv verbessern will. Die Scouts werden in Kooperation mit dem Bürgerverein Vilich-Müldorf e.V. geschult und sollen ab Oktober 2026 in Lohmar aktiv werden.

Ein weiteres Highlight war die Einrichtung eines „Heimatwaldes“ und die Teilnahme am Landesprogramm „NRW pflanzt – Eine Million Bäume“. Lohmar möchte nicht nur im urbanen Raum, sondern auch in der Natur aktiv Klimaschutz leisten – ein klarer Ausdruck für die Verbindung von ökologischem Engagement und regionaler Identität.

Verkehrssicherheit: Bürgeranträge und Tempo-Reduzierungen

Die Sicherheit auf den Straßen ist ein Thema, das die Bürgerinnen und Bürger direkt betreffen. Im Ausschuss für Verkehr und Mobilität wurden mehrere Bürgeranträge behandelt, darunter die Reduzierung der Geschwindigkeit auf der L84 in Lohmar-Weilerhohn und Stumpf von 70 auf 50 km/h. Die Antragsteller forderten zudem bauliche und technische Maßnahmen wie digitale Geschwindigkeitsanzeigen und verkehrsberuhigende Elemente.

Ein weiterer Antrag bezieht sich auf die Einrichtung einer Modellschulstraße in der Schmiedgasse und Hermann-Löns-Straße. Hierbei wird das Landesprogramm genutzt, das bis zu 100.000 Euro Förderung für solche Projekte bereitstellt. Die Stadt Lohmar hat sich bereit erklärt, den Antrag bis April 2026 zu stellen – ein Zeichen dafür, dass sie Bildung und Sicherheit für Kinder aktiv im Straßenraum fördert.

Jugendhilfe: Ferien-Naherholung und Kapazitäten

Der Jugendhilfeausschuss hat sich intensiv mit der Ferien-Naherholung (FNE) in den Sommerferien 2026 beschäftigt. Die Nachfrage war bereits im Februar 2026 so groß, dass alle Plätze ausgebucht waren und eine Warteliste eingerichtet werden musste. Die GRÜNEN mahnten, die Kapazitäten auszuweiten und alle Kooperationsmöglichkeiten mit freien Trägern, Vereinen und Honorarkräften zu nutzen. Die Verwaltung wurde beauftragt, bis zu den Sommerferien Lösungen vorzubereiten.

Zudem wurde die Satzung für das Amt für Jugend und Familie aktualisiert, wobei auch Jugendvertretungen stärker einbezogen werden sollen. Dies ist ein Schritt in Richtung partizipativer Jugendarbeit, die die Stimmen der jungen Generation in der Stadtentwicklung stärker berücksichtigt.

Überblick: Themen, die Lohmar verbinden

Die Entscheidungen des März 2026 zeigen, wie vielschichtig die Herausforderungen in Lohmar sind – von der Sicherheit in der Notfallversorgung über die Kita-Infrastruktur bis zur Verkehrssicherheit und Klimaschutz. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig es ist, die Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungsprozesse einzubeziehen, sei es durch Bürgeranträge, Beteiligungsverfahren oder ehrenamtliche Initiativen.

Ein Thema, das sich quer durch alle Ausschüsse zieht, ist die Notwendigkeit von Planungssicherheit. Ob bei der Suche nach einem Rettungswachestandort, bei der Erschließung von Neubaugebieten oder bei der Umsetzung von Förderprojekten – die Stadt muss in der Lage sein, langfristig zu planen und dabei auch auf regionale und überregionale Rahmenbedingungen zu achten.

Schlussfazit mit Ausblick

Der März 2026 war in Lohmar ein Monat mit klaren Entscheidungen, aber auch mit offenen Fragen. Die Stadt setzt sich mit zentralen Themen auseinander, die die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger beeinflussen: Sicherheit, Bildung, Klimaschutz und Verkehr. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Umsetzung oft auf Kooperation, Planungssicherheit und Bürgerbeteiligung angewiesen ist.

In den kommenden Wochen und Monaten ist mit weiteren Entscheidungen zu rechnen, insbesondere im Bereich der Kita-Infrastruktur, der Umsetzung der Bezahlkarte für Geflüchtete und der Verkehrssicherheit. Die Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich in die Diskussion einzubringen – denn die Zukunft Lohmars ist gemeinsam zu gestalten.

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