Klimaschutz in Lohmar – März 2026: Neue Projekte, Schulungen und Beteiligung
Im März 2026 setzt die Stadt Lohmar in der Klimapolitik neue Akzente. Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz stand im Fokus, mit Themen wie dem European Energy Award, dem Heimatwald-Programm und der Ausbildung von „Balkon-Scouts“. Ein Überblick über die Entwicklungen und ihre Bedeutung für die lokale Klimaschutzstrategie.
Klimaschutz als Alltagspolitik in Lohmar
In der Kommune Lohmar nimmt der Klimaschutz immer mehr Struktur an. Im März 2026 standen mehrere Initiativen und Entscheidungen auf der Agenda, die sowohl symbolische als auch praktische Bedeutung für die Zukunft der Stadt haben. Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz, unter Vorsitz von Heinz-Rüdiger Ramme, setzte sich mit Themen wie Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Bürgerbeteiligung auseinander – Themen, die in Zeiten des Klimawandels immer stärker in den Fokus rücken.
ClimateView und die Klimakommune-Strategie
Der Ausschuss berichtete über den Sachstand des „ClimateView“-Bilanzierungstools, das die Stadt Lohmar seit einiger Zeit einsetzt, um Treibhausgasemissionen zu messen und zu reduzieren. Das Tool ist ein entscheidender Bestandteil der Klimakommune-Strategie und hilft, Fortschritte in der Klimapolitik transparent zu machen.
Ein weiterer Fokus lag auf der Nachfolge zum European Energy Award (EEA). Dieser Award ist ein europaweit anerkanntes Siegel für kommunale Klimaschutz- und Energieeffizienzpolitik. Lohmar hat sich bereits als Klimakommune positioniert und möchte nun mit dem EEA die nächsten Schritte gehen. Der Sachstand zeigte, dass die Vorbereitungen auf Kurs sind, was zeigt, dass die Stadt ihre Ambitionen im Klimaschutz ernst nimmt.
Der Heimatwald und das Projekt „NRW pflanzt – Eine Million Bäume“
Ein weiteres wichtiges Thema war die Einrichtung eines sogenannten „Heimatwaldes“ in Lohmar. Der Heimatwald ist ein Modellprojekt, das lokale Bäume schützt und gleichzeitig zur Biodiversität beiträgt. Es handelt sich um eine Verbindung aus Naturschutz, Bildung und Bürgerbeteiligung, bei der auch Schulklassen und Vereine aktiv einbezogen werden können.
Darüber hinaus ist Lohmar an dem Projekt „NRW pflanzt – Eine Million Bäume“ beteiligt. Ziel des Landesprogramms ist es, bis 2030 eine Million neue Bäume in Nordrhein-Westfalen zu pflanzen. Lohmar trägt mit eigenen Aktionen dazu bei, wobei der Fokus auf nachhaltige Standorte und Artenvielfalt liegt. Die Beteiligung an diesem Projekt unterstreicht die Verantwortung der Kommune gegenüber der regionalen Umwelt.
Balkon-Scouts: Bürger als Klimaschützer
Eine besonders innovative Initiative ist die Ausbildung ehrenamtlicher „Balkon-Scouts“ durch den Bürgerverein Vilich-Müldorf e.V. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger bei der Installation von Balkonkraftwerken zu unterstützen. Diese kleinen Photovoltaik-Anlagen können 10–30 % des eigenen Strombedarfs decken und tragen so direkt zum Klimaschutz bei.
Die Scouts werden in Theorie und Praxis geschult und können danach ehrenamtlich und kostenlos Beratungen anbieten. Die Kosten für die Ausbildung belaufen sich auf 220 Euro zzgl. MwSt. pro Teilnehmer und sollen aus dem Öko-Cent Budget finanziert werden. Die Ausbildung ist für den 3. und 4. Oktober 2026 geplant, sofern mindestens 16 Teilnehmer sich anmelden.
Die Ausbildung der Balkon-Scouts ist ein Paradebeispiel für die Stärkung der Klimaschutzbewegung aus der Bevölkerung heraus. Sie zeigt, wie Politik und Zivilgesellschaft Hand in Hand arbeiten können, um lokale Klimaziele voranzutreiben.
Fazit: Klimaschutz als Gemeinschaftsaufgabe
Lohmar beweist im März 2026, dass Klimaschutz mehr ist als bloße Deklaration. Mit Projekten wie dem European Energy Award, dem Heimatwald und den Balkon-Scouts setzt die Stadt auf eine breitgefächerte Strategie, die sowohl politisch als auch gesellschaftlich nachhaltig wirkt. Diese Maßnahmen zeigen, wie Kommunen als Multiplikatoren für Klimaschutz agieren können – und wie sehr die Bürgerinnen und Bürger dabei im Mittelpunkt stehen.
In den kommenden Monaten wird es spannend zu verfolgen sein, wie sich diese Projekte konkret entwickeln und welche Rolle sie in der lokalen Klimapolitik spielen.
Quellen
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