Jugendpolitik in Lohmar: Ausbau der Feriennaherholung und Kitas im März 2026
In Lohmar rücken im März 2026 die Themen Feriennaherholung und Kindertagesstätten in den Mittelpunkt. Die Stadt setzt auf Kooperationen und bessere Planung, um die Nachfrage nach Betreuungsplätzen und Ferienangeboten zu decken.
Ausbau der Feriennaherholung und Kitas: Lohmar bewegt sich in Richtung bessere Jugendbetreuung
Der März 2026 markiert einen intensiven politischen Durchbruch in der Jugendpolitik der Stadt Lohmar. In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 11. März standen Themen wie die Erweiterung der Feriennaherholung (FNE) und die Neufassung der Satzung für das Amt für Jugend und Familie im Vordergrund. Gleichzeitig wurden Entscheidungen zur Zukunft der Kindertagesstätten und deren Finanzierung getroffen. Diese Maßnahmen zeigen, dass Lohmar die Versorgung von Kindern und Jugendlichen in den Fokus rückt – sowohl in der Ausbildung als auch in der Freizeit.
Feriennaherholung: Nachfrage übersteigt Angebot – GRÜNE fordern Ausbau
Die Feriennaherholung in Lohmar ist ein beliebtes Angebot für Kinder aus einkommensschwachen Familien, die in den Sommerferien eine strukturierte Freizeitgestaltung benötigen. Im Jahr 2026 war das Angebot bereits im Februar ausgebucht – eine Entwicklung, vor der die Verwaltung nicht gewarnt hatte. Die GRÜNE Fraktion reagierte darauf mit einem Antrag auf Kapazitätserweiterung, um mehr Kindern Zugang zu ermöglichen.
Zur Umsetzung dieses Antrags wurden verschiedene Kooperationspartner ins Spiel gebracht: OGATAS, freie Träger, Vereine, das Jugendzentrum und Honorarkräfte. Diese Partnerschaften sollen die Kapazitäten sukzessive steigern und gleichzeitig die finanzielle Belastung der Stadt verteilen. Der Jugendhilfeausschuss beriet den Antrag am 11. März und stellte sich damit der Frage, wie man langfristig auf steigende Nachfrage reagieren kann, ohne die Qualität der Angebote zu gefährden.
Neufassung der Satzung: Jugendamt wird stärker eingebunden
Ein weiterer Meilenstein war die Neufassung der Satzung für das Amt für Jugend und Familie. Diese wurde an die aktuellen gesetzlichen Vorgaben des Landesjugendamtes (LVR) angepasst. Besonders hervorzuheben ist die Wiederbezeichnung des Jugendamtes als „Amt für Jugend und Familie“, was eine stärkere Einbindung in Familienfragen signalisiert.
Die neue Satzung sieht zudem vor, dass Vertreter aus dem Jugendamtselternbeirat als beratende Mitglieder in den Ausschuss einbezogen werden. Zwar wurden auch Vertreter örtlicher Jugendringe und der jüdischen Kultusgemeinde vorgesehen, doch aktuell fehlen diese in Lohmar. Die Änderungen zielen darauf ab, die Struktur des Jugendamtes transparenter und demokratischer zu gestalten.
Kitas in Lohmar: Ausbau und Trägervielfalt im Fokus
Neben der Feriennaherholung standen auch die Kindertagesstätten in Lohmar im Zentrum der Diskussionen. Der Jugendhilfeausschuss legte die Planung für das Kindergartenjahr 2026–2027 fest, wobei die Stadt Lohmar verstärkt in die Förderung von Kitaplätzen investiert. Eine besondere Rolle spielte der Neubau der Kindertagesstätte in Scheiderhöhe.
In einem Interessensbekundungsverfahren wurde die Johanniter-Unfallhilfe e.V. als möglicher Träger ausgewählt. Die Einrichtung stellte sich Elternvertretern und dem Ausschuss vor und erläuterte ihre pädagogischen Konzepte. Ziel ist es, die Trägervielfalt zu stärken und zusätzliche Betreuungsplätze zu schaffen – besonders für unter Dreijährige (U3-Plätze), die in begründeten Fällen auch von Ü3-Kindern genutzt werden können.
Die Maßnahme ist finanziell abgesichert, wobei zusätzliche Elternbeiträge und Landeszuschüsse eingeplant sind. Der Jugendhilfeausschuss wird am 11. März über die Ergebnisse des Verfahrens beraten und somit die Zukunft der Kita in Scheiderhöhe entscheidend beeinflussen.
Ausblick: Lohmar als Modell für nachhaltige Jugendpolitik?
Die Entscheidungen im März 2026 zeigen, dass Lohmar sich bewusst auf eine nachhaltige und inklusive Jugendpolitik verpflichtet. Durch die Erweiterung der Feriennaherholung, die Neufassung der Satzung für das Jugendamt und den Ausbau der Kitas wird die Stadt langfristig die Betreuungs- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche verbessern. Die Kooperation mit freien Trägern und Vereinen stärkt zudem die gesellschaftliche Vernetzung.
Kritisch bleibt jedoch, dass in einigen Prozessen – wie bei der Kindertagesstättenbedarfsplanung – die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen nicht erfolgt hat. Eine stärkere Einbindung der Zielgruppe könnte zukünftig die Qualität und Akzeptanz der Maßnahmen weiter steigern.
Quellen
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