Bildung in Lohmar: Schwerpunkt auf Infrastruktur und Schüler*innenzahlen
Im Februar 2026 standen in der Stadt Lohmar Entscheidungen im Bildungsbereich im Fokus – insbesondere die Erweiterung der Mensa der Grundschule und die Analyse der Schüler*innenzahlen.
Schulpolitik in Lohmar: Infrastrukturentwicklung und Statistische Grundlagen
Die Stadt Lohmar hat sich in den vergangenen Monaten verstärkt auf die Modernisierung und Erweiterung der Bildungsinfrastruktur fokussiert. Im Februar 2026 standen mehrere Entscheidungen und Diskussionen an, die sowohl die kurzfristige als auch langfristige Entwicklung der lokalen Bildungssysteme prägen werden.
Der Schulausschuss: Transparenz und Planung
Am 03.02.2026 fand die zweite Sitzung des Schulausschusses statt, in der mehrere relevante Themen auf der Tagesordnung standen. Eines davon war die Vorstellung der Schüler*innenzahlen der letzten sechs Schuljahre. Diese Statistik ist nicht nur ein Indikator für den Bevölkerungsstand und die demografischen Entwicklungen in Lohmar, sondern auch für die zukünftige Planung von Ressourcen, Lehrern und Räumlichkeiten.
Zudem wurden Auszeichnungen an Schulen vorgestellt, was als Anerkennung von pädagogischem Engagement und Qualität in der Schule dienen kann. Der Ausschuss setzte sich intensiv mit der Erweiterung der Mensa der Grundschule Lohmar auseinander, was in den kommenden Abschnitten detaillierter beleuchtet wird.
Mensa-Erweiterung an der Grundschule: Kosten, Planung und Zielsetzung
Die Erweiterung der Mensa der Grundschule ist ein zentrales Projekt, das in der Stadt Lohmar umgesetzt werden soll. Die Verwaltung hat bereits konkrete Planungen in die Wege geleitet. Die Firma Vinci hat ein Angebot für die Erweiterung inklusive einer vorgelagerten Mensaterrasse und der Erweiterung des zweiten Obergeschosses eingereicht.
Die Gesamtkosten für die Maßnahme liegen bei 2.474.000,00 Euro brutto, wobei die Planungsphase allein 413.920,08 Euro kostet. Die Ausstattung der Mensa mit Möbeln wird mit 13.220 Euro veranschlagt, und die Neuausstattung von Küchen- und Ausgabenbereich mit etwa 280.000 Euro.
Die Finanzierung wird hauptsächlich über das Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität erfolgen. Von den zugewiesenen 12.765.015,32 Euro können 50 % (6.382.507,66 Euro) für Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur verwendet werden. Dies unterstreicht die politische Priorität, Familienfreundlichkeit durch bessere Betreuungsmöglichkeiten zu fördern.
Keine direkte Beteiligung der Schüler*innen – Kritik und Perspektiven
Ein Punkt, der in der öffentlichen Debatte auf Diskussion stieß, ist die fehlende Beteiligung der Schüler*innen im Entscheidungsprozess. Obwohl die Zielgruppe durch die Maßnahmen direkt betroffen ist, wurde bisher keine Mitwirkung der Jugendlichen in der Planung vorgesehen. Kritiker argumentieren, dass gerade bei Projekten, die das Schulalltagsgeschehen betreffen, auch die perspektiven der Schüler*innen einbezogen werden sollten, um die Akzeptanz und Praxistauglichkeit zu erhöhen.
Die Stadtverwaltung argumentiert jedoch, dass in dieser Phase primär technische und finanzielle Aspekte im Vordergrund standen. In späteren Phasen sei eine Beteiligung der Schüler*innen aber durchaus denkbar – beispielsweise durch Workshops oder Ideensammlungen.
Ausblick: Bildungspolitik als zentraler Zukunftsfaktor
Die Entscheidungen und Diskussionen im Februar 2026 zeigen, dass Bildung und Infrastruktur in Lohmar zentrale Themen bleiben. Die Erweiterung der Mensa ist nicht nur ein Projekt zur Verbesserung der Schulbedingungen, sondern auch ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaneutralität, da moderne Räumlichkeiten und energiesparende Maßnahmen in die Planung einfließen.
Langfristig wird es darauf ankommen, ob Lohmar die Bildungspolitik nicht nur infrastrukturell, sondern auch pädagogisch und partizipativ weiterentwickelt. Nur so kann die Stadt sicherstellen, dass sie auch in Zukunft attraktiv für Familien bleibt und eine hochwertige Bildung für alle bietet.
Quellen
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