Klimaschutz, Infrastruktur und Integration: Was Leverkusen im Februar 2026 bewegt hat
Im Februar 2026 standen bei Leverkusen Klimaschutz, Schulbau und soziale Integration im Fokus. Der Hitzeaktionsplan wurde verabschiedet, die Sanierung der Kita Dhünnstraße beschlossen und die Kommunikationsstruktur im Ausschuss für Chancengerechtigkeit neu ausgerichtet.
Klimaschutz bleibt Priorität – aber auch Infrastruktur und Integration rücken ins Rampenlicht
Was diesen Monat wichtig war
- Der Hitzeaktionsplan wurde verabschiedet und als dynamisches Instrument zur Klimaanpassung verankert.
- Die Sanierung der Kita Dhünnstraße und der Neubau eines TGA-Gebäudes wurden beschlossen mit einem Volumen von 14 Millionen Euro.
- Im Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration wurde ein neues Arbeitskreissystem eingeführt, um Themen wie Migration, Bildung und Krisenmanagement besser zu koordinieren.
- Der Stadtkämmerer Michael Molitor wurde abberufen – eine überraschende Personalentscheidung im Rathaus.
- Die Dreifach-Sporthalle wird nach den Sommerferien in Betrieb genommen und dem Landrat-Lucas-Gymnasium zur Nutzung übergeben.
Klimaschutz: Hitzeaktionsplan als zentraler Meilenstein
Leverkusen hat im Februar 2026 einen Hitzeaktionsplan verabschiedet, der in enger Verzahnung mit dem Klimaanpassungskonzept 2020 und der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt als Global Sustainable Community steht. Ziel des Plans ist es, die Gesundheit der Bevölkerung vor den Folgen von Hitze und Hitzewellen zu schützen, insbesondere in den Stadtteilen Opladen, Küppersteg und Wiesdorf.
Der Plan kombiniert kurzfristige Maßnahmen wie das Hitzetelefon und Informationskampagnen mit langfristigen Strategien, beispielsweise der klimaverträglichen Stadtentwicklung. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den vulnerablen Bevölkerungsgruppen wie älteren Menschen, Kleinkindern und Menschen mit chronischen Erkrankungen gewidmet.
Die Planung orientiert sich an Empfehlungen des Umweltbundesamtes (UBA) und der WHO. Klimaprojektionen zeigen, dass Leverkusen bis 2032 unter vermehrt Tropennächten und heißen Tagen leiden wird – besonders in dicht bebauten, versiegelten Gebieten.
Der Hitzeaktionsplan wird jährlich evaluiert und angepasst, wobei sowohl kurzfristige als auch langfristige Maßnahmen überprüft werden. Die Evaluationsphase läuft jeweils im Oktober/November, und Anpassungen werden im Folgejahr umgesetzt.
Infrastruktur: Schulbau und Sporthalleneinweihung
Im Februar 2026 wurden wichtige Infrastrukturmaßnahmen beschlossen. Der Finanzausschuss genehmigte die Sanierung der Kitas Dhünnstraße 12a und 12c sowie den Neubau eines TGA-Gebäudes mit einem Gesamtvolumen von 14 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen 2027 abgeschlossen sein und beinhalten unter anderem die Dämmung der Gebäudehülle gemäß GEG, eine extensiv begrünte Dachfläche und eine moderne Brandschutzplanung.
Zudem wird die Dreifach-Sporthalle nach den Sommerferien 2026 in Betrieb genommen und dem Landrat-Lucas-Gymnasium für das neue Schuljahr 2026/2027 übergeben. Die Ausschreibung für das Wärmedämmverbundsystem wurde bereits im Dezember 2025 gestartet, der Auftrag steht aber noch aus.
Integration und Chancengerechtigkeit: Neuaufstellung und neue Arbeitskreise
Im Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration wurde ein neues Arbeitskreissystem beschlossen, das Themen wie Migration, Bildung, Jugend und Wirtschaft strukturell begleiten soll. Die Einrichtung von fünf Arbeitskreisen mit Sprecherfunktionen ermöglicht eine zielgerichtete Bearbeitung von Themen wie Notfallversorgung bei Krisen, Abschiebungsstatistiken und schulischer Standortänderung.
Auch der Antidiskriminierungsausschuss bleibt aktiv: 2025 wurden 14 Beratungen innerhalb der Stadtverwaltung und 33 Beratungen für Ratsuchende durchgeführt. Leverkusen ist eine der wenigen Städte in NRW, die eine Dienstvereinbarung zur Antidiskriminierung hat.
Überraschung im Rathaus: Abberufung des Stadtkämmerers
Im Rahmen der öffentlichen Sitzung des Rates am 23.02.2026 wurde Stadtkämmerer Michael Molitor abberufen. Die Entscheidung wurde direkt in der Sitzung vollzogen und löste sowohl in der Verwaltung als auch in der Öffentlichkeit Überraschung aus. Begründungen wurden nicht genannt, was zur Diskussion in Medien und Politik führte.
Ausblick
Leverkusen bewegt sich weiterhin auf Kurs: Die Klimaanpassung wird mit dem Hitzeaktionsplan konkretisiert, die Infrastruktur wird ausgebaut und die soziale Integration bleibt ein zentrales Thema. Im März stehen weitere Entscheidungen an, insbesondere zur Bewerbung Leverkusens um die Olympischen Spiele 2036–2044 und zur Planung neuer Grünflächenprojekte.
Quellen
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