Leverkusen im März 2026: Fokus auf Inklusion, Digitalisierung und Finanzen
Ein Rückblick auf die wichtigsten Themen und Entscheidungen im März 2026 in Leverkusen – von der Gründung des Behindertenbeirats über strategische Weichenstellungen bei der ivl bis hin zu aktuellen Finanzentwicklungen.
Menschen mit Behinderung stärker einbeziehen
Der März 2026 begann mit einem wichtigen Schritt in Richtung Inklusion: Die konstituierende Sitzung des Beirats für Menschen mit Behinderung fand am 3. März statt. Der Beirat wurde mit klaren Aufgaben versehen – darunter die Neuwahl von Vorsitzenden und Stellvertretern sowie die Entsendung in den Bau- und Sozialausschuss. Ziel ist es, die Sichtbarkeit und Mitgestaltungsfähigkeit von Menschen mit Behinderung in der Stadtentwicklung zu stärken.
Digitalisierung auf Kurs halten
In der Ratssitzung am 23. März standen wichtige Entscheidungen für die digitale Zukunft Leverkusens im Fokus. Die erneute Bestellung von Holger Breuer als Geschäftsführer der Informationsverarbeitung Leverkusen GmbH (ivl) wurde beschlossen, mit Wirkung ab 1. Mai 2026. Zudem wurde das Transformationsprogramm „ivl>next“ vorgestellt, das bis 2030 ein Zielbild, eine wirtschaftliche Zielarchitektur und neue Governance-Modelle entwickeln soll. Der Fusionsprozess mit der regio iT GmbH wurde ausgesetzt, doch die strategischen Ziele der ivl bleiben unverändert: Digitale Handlungsfähigkeit der Stadt und langfristige wirtschaftliche Stabilität.
Finanzplanung auf Kurs – aber mit Herausforderungen
Im Finanzausschuss wurden im Februar wichtige Eckdaten für den Haushalt 2026 fixiert. Der Entwurf wird bis Ende April fertiggestellt und ist für die Ratssitzung im Mai vorgesehen. Die Gewerbesteuerplanung für 2026 liegt bei 150 Millionen Euro, nachdem bereits 135 Millionen Euro kassenmäßig eingegangen sind. Bei der Grundsteuer B wurde ein leichtes Plus verzeichnet, aber die Erträge blieben knapp unter dem Ziel. Die Kassenkredite stiegen auf 1,104 Milliarden Euro, die Höchstsumme 2026 ist mit 1,5 Milliarden Euro kalkuliert. Die Altschuldenentlastung durch das Land NRW wird mit etwa 157 Millionen Euro erwartet – eine wichtige Entlastung für die städtischen Finanzen.
Strukturelle Veränderungen im Rathaus
Zusätzlich zur Digitalisierung und Finanzplanung gab es personelle und strukturelle Weichenstellungen: Für die Nachbesetzung des Beigeordneten für Finanzen im August 2026 ist ein Stellenbesetzungsverfahren geplant. Bis dahin wird Marc Adomat, Stadtdirektor, vorübergehend zum Stadtkämmerer bestellt. Dirk Danlowski wurde als sachkundiger Einwohner in den Betriebsausschuss Sportpark Leverkusen berufen, was die sportpolitische Expertise in Entscheidungsprozessen stärkt.
Überblick: Was diesen Monat wichtig war
- Der Behindertenbeirat wurde konstituiert, um Menschen mit Behinderung stärker in städtische Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
- Holger Breuer wurde erneut als Geschäftsführer der ivl bestellt – mit Fokus auf Digitalisierung und Stabilität.
- Der Haushaltsentwurf 2026 wird bis Ende April fertiggestellt, mit klaren Zielsetzungen für Gewerbesteuer, Grundsteuer und Kassenkredite.
- Marc Adomat wird vorübergehend zum Stadtkämmerer bestellt, während das Rathaus die Nachbesetzung für den Beigeordneten plant.
- Dirk Danlowski verstärkt den Sportpark Leverkusen als sachkundiger Einwohner.
Entwicklungslinien im Fokus
Die Entwicklungen im März zeigen, wie Leverkusen auf mehreren Ebenen für die Zukunft aufgestellt wird: Die Inklusion wird institutionell gestärkt, die Digitalisierung bleibt ein strategisches Ziel, und die Finanzplanung bleibt transparent und vorausschauend. Gleichzeitig wird in personellen und organisatorischen Strukturen nachgebessert, um die Stadt auch in der nächsten Phase zu leiten.
Fazit und Ausblick
Der März 2026 war geprägt von Weichenstellungen. Die Einrichtung des Behindertenbeirats ist ein Meilenstein für mehr Inklusion. Die Entscheidungen zur ivl und zum Haushalt zeigen, dass Leverkusen auf Kurs ist – trotz Herausforderungen in der Finanzplanung. Im April stehen nun die formale Einbringung des Haushaltsentwurfs und die erste Prüfung durch den Rat an. Die strategischen Projekte wie „ivl>next“ und die Personalplanung im Rathaus werden in den nächsten Monaten weitere Impulse setzen.
Quellen
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