Iserlohn im Fokus: Was diesen Monat wichtig war
Der Monat Februar 2026 war in Iserlohn geprägt von entscheidenden Haushaltsberatungen, städtebaulichen Projekten und neuen Initiativen im Kulturbereich. Erfahren Sie, was in der Kommune passiert ist.
Was diesen Monat wichtig war
- Haushalt 2026 beschlossen: Der Haushalt der Stadt Iserlohn weist ein Defizit von 44,24 Mio. Euro aus und bleibt in der Kritik der Haushaltssicherung.
- Sanierung der Sportplätze: Investitionen in Höhe von 948.944,95 Euro für die Sanierung der Sportplätze und Flutlichtanlagen.
- Verkaufsoffene Sonntage genehmigt: Die Stadt beantragte verkaufsoffene Sonntage am 22. März und 14. Juni 2026.
- Einstellung der Beschäftigungsförderung: Der Bereich wird nicht fortgeführt, um Kosten zu sparen.
- Kulturförderung gestärkt: Der Kulturausschuss stimmte einem Budgetvorschlag von 50.000 Euro für 2026 zu.
- KI-gestützter Chatbot kommt: Die Stadt Iserlohn plant die Einführung eines KI-gestützten Chatbots auf der städtischen Homepage.
Haushalt 2026: Defizit bleibt, aber Maßnahmen folgen
Der Haushalt 2026 der Stadt Iserlohn bleibt ein Thema der Sorge. Mit einem Defizit von 44,24 Millionen Euro und einem Gesamtvolumen von knapp 432 Millionen Euro an Aufwendungen wird die Haushaltssatzung in der Ratssitzung am 17. Februar 2026 beschlossen. Die Stadt Iserlohn muss aufgrund der Defizite in den Jahren 2024 und 2025 ein Haushaltssicherungskonzept vorlegen, das bis 2035 Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzen vorsieht.
Ein zentraler Maßstab ist die Einhaltung der Allgemeinen Rücklage, die durch die Defizite um mehr als ein Zwanzigstel reduziert wurde. Die Stadt plant, Liquiditätskredite in Höhe von bis zu 280 Millionen Euro in Anspruch zu nehmen. Zudem steigen die Kreisumlagen um 12,2 Millionen Euro gegenüber 2025, was den Druck auf die kommunale Kasse erhöht.
Sport und Freizeit: Investitionen für die Zukunft
Die Stadt Iserlohn investiert kräftig in ihre Sport- und Freizeitinfrastruktur. Die Sanierung der Sportplätze in Sümmern und Dröschede sowie der Flutlichtanlagen an Sümmern und Hemberg-Nord wird mit insgesamt 948.944,95 Euro finanziert. Die Gelder stammen aus den Haushaltsprodukten 15.03.09 (BGA Sportstätten) und 08.02.01.
Zudem wird eine elektronische Schrankenanlage am Parkplatz Hemberg-Stadion mit 60.000 Euro investiert, inklusive Planung und Stromanschluss. Die Stadt plant zudem die Digitalisierung der Sportangebote und die Einrichtung einer interaktiven Karte, um den Sportnachwuchs und Vereine besser zu unterstützen.
Kultur bleibt stark: Förderverein und Budget beschlossen
Der Kulturausschuss beschloss einstimmig ein Budget von insgesamt 50.000 Euro für 2026. Der Förderverein „is‘kult“ wird in diesem Jahr ein zentrales Partner in der kulturellen Arbeit der Stadt. Mit 10.000 Euro für die Kulturkonferenz, 15.000 Euro für das Sommerfestival und 5.000 Euro für Jugendkulturveranstaltungen wird die kulturelle Vielfalt in Iserlohn gefördert.
Zudem wird der Heimatpreis 2026 mit 2.500 Euro dotiert, und der Kulturrucksack NRW wird in Kooperation mit dem Land umgesetzt. Die Stadt investiert zudem in die Vermietung von Ateliers für kreative Nutzung, wie jüngst an die Goldschmiedin Petra Loos genehmigt.
Weitere Entwicklungen: Inklusion, Digitalisierung und mehr
Der Beirat für Inklusion plant ein Pop-up-Bürgerbeteiligungs-Terminal in der Stadtbücherei, um die Beteiligung der Bürger zu stärken. Zudem wird der Stefan-Haacke-Preis am 10. Mai verliehen, und der Beirat plant mehrere Teilnahmen an inklusionsrelevanten Messen und Netzwerktreffen.
In der Digitalisierung setzt Iserlohn auf Innovation: Der KI-gestützte Chatbot wird auf der städtischen Homepage eingeführt, um Bürgeranfragen schneller und effizienter zu beantworten. Zudem wird ein Softwareverfahren für Kitas und OGS eingeführt, um die Verwaltung zu entlasten.
Ausblick und Herausforderungen
Die Zukunft der Stadt Iserlohn wird geprägt sein von finanziellen Herausforderungen und der Suche nach nachhaltigen Lösungen. Die Haushaltssicherung bleibt zentraler Punkt, während Investitionen in Sport, Kultur und Inklusion gezielt gefördert werden. Der Fokus liegt auch auf der Digitalisierung, um Verwaltungsprozesse zu optimieren und die Bürgerbedürfnisse besser abzudecken.
Zusammenfassend bleibt Iserlohn eine Stadt im Wandel – mit klaren Zielsetzungen und einer aktiven Bürgerbeteiligung.
Quellen
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