Hagen aktuell: Was im März 2026 Entscheidend war
Im März 2026 standen in Hagen Themen wie Mobilität, Stadtentwicklung und Klima im Fokus. Hier der Rückblick auf die wichtigsten Entscheidungen und Entwicklungen des Monats.
Lärmschutz, Bauvorhaben und Klima: Im März viel passiert in Hagen
Was diesen Monat wichtig war
- Lärmschutzmaßnahmen entlang der Bahnstrecke gestärkt – Bürger:innen profitieren von Schallschutzwänden mit Bundesmitteln.
- Neue Kindertageseinrichtungen in Planung – mehr Betreuungsplätze für Familien in Hagen.
- ABC-Klassen zur Unterstützung von Kindern mit Förderbedarf eingeplant – Landesregierung setzt auf inklusive Bildung.
- Doppelhaushalt 2026/2027 beschlossen – mit erheblichem Fehlbetrag und langfristiger Ausgleichsplanung.
- Windenergieplanung diskutiert – mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Energieversorgung.
Mobilität und Verkehr: Lärmschutz und Verkehrsfluss im Fokus
Im März setzte sich Hagen verstärkt mit Fragen zur Lärmminderung und Verkehrsplanung auseinander. Die Errichtung zweier Schallschutzwände entlang der Bahnstrecke in Haspe wurde beschlossen. Mit 75 % Bundesmitteln finanziert, zielt das Vorhaben auf die Verbesserung des Lärmschutzes in Wohngebieten ab.
Im Stadtbezirk Hagen-Mitte wurde zudem über die Sanierung der Wegeverbindung zwischen Bahnstraße und Herrenstraße beraten. Der Rückbau der Stadtmauer und der Umbau einer Verkehrsinsel zur Querungshilfe sollen den Verkehrsfluss optimieren. Zudem diskutierten die Ratsfraktionen über die Nutzung von Geschwindigkeitsanzeigen, insbesondere in Hohenlimburg.
Wohnen und Stadtentwicklung: Planungen für Bauvorhaben beschlossen
Im Bereich der Stadtentwicklung gab es entscheidende Fortschritte. Der Bebauungsplan für den Straßenzug B7 Kölner/Enneper Straße blieb im Fokus der Stadtumbaustrategie. Zudem wird die B7 Berliner Straße bis zum Hasper Kreisel verlängert, um den Verkehrsfluss zu verbessern.
In Hohenlimburg startet ein temporäres Sandkastenprojekt am Brucker Platz, das bis September 2026 läuft. Zudem ist ein Graffiti-Projekt an der Bahnschallschutzmauer geplant, um die Innenstadtgestaltung lebendiger zu gestalten.
Im Bereich Wesselbach/Schloss wird über die zukünftige Bebauungsstrategie diskutiert, insbesondere im Kontext von Windenergieplanungen. Zudem wird der InSEK-Prozess in Hohenlimburg-Zentrum fortgeführt, mit einem Schwerpunkt auf dem Innenhof am Marktplatz.
Finanzen und Klima: Haushaltssicherung und Energiepolitik
Der Doppelhaushalt 2026/2027 wurde mit einem Fehlbetrag von 39,95 Mio. € für das Jahr 2026 und 74,90 Mio. € für 2027 beschlossen. Die Altschuldenentlastung (ASEG NRW) von 543 Mio. € sorgt für kurzfristige Entlastung, doch der Haushaltsausgleich wird erst 2034 erreicht.
Im Bereich der Klima- und Energiepolitik diskutierten die Ratsfraktionen über die Windenergieplanung in Hohenlimburg. Besonders die Permanenzbeleuchtung der Windenergieanlagen, die seit Anfang 2025 verboten ist, sowie die Konformität der BNK-Systeme (Blitzschutz- und Nachleuchtsysteme) standen im Mittelpunkt.
Bildung und Jugendhilfe: Ausbau der Betreuungsangebote
Im Bildungsbereich gab es klare Signale für eine verstärkte Inklusion. Die Landesregierung plant ABC-Klassen in Hagen, in denen bis zu 500 Kinder eingeschult werden könnten. Zudem wird der Ausbau von Kindertageseinrichtungen an der Franzstraße (5 Gruppen, 15 U3-Plätze) und an der Prentzelstraße (3 Gruppen, 70–75 U3-Plätze) konkretisiert.
Zudem beantragte die Diakonie Mark-Ruhr die Anerkennung von 19 evangelischen Einrichtungen in der Jugendhilfe. Die HAK-Fraktion stellte zudem Anfragen zu Suchtproblematik, häuslicher Gewalt und Konsumverhalten in der Jugendhilfe.
Politik und Verwaltung: Neubesetzungen und Verfahrenswege
Der Wirtschaftsausschuss wurde neu besetzt: Markus Langenkamp wurde einstimmig zum Schriftführer bestellt, Jörg Klepper zum stellvertretenden Vorsitzenden. Zudem wurde die 5. Änderung der Naturdenkmalverordnung im Stadtbezirk Mitte mit vereinfachtem Verfahren eingeleitet.
Im Jugendhilfeausschuss wurden neue Mitglieder berufen, Abteilungsleiter vorgestellt und Workshopangebote zur Weiterbildung der Mitarbeitenden vorgestellt.
Überblick: Stadtentwicklung und Haushalt im Spannungsfeld
Der März 2026 zeigte, wie vielfältig die Herausforderungen in Hagen sind. Einerseits werden Investitionen in Lärmschutz, Bildung und Klimaschutz getätigt, andererseits bleibt der Haushaltssicherung ein zentraler Fokus. Die Balance zwischen Investitionen und finanzieller Stabilität bleibt zentral.
Zudem zeigt sich, dass Hagen in der Lage ist, bürgernah zu planen – sei es durch temporäre Sandkästen in Hohenlimburg oder durch transparente Haushaltsplanung. Die Kommunikation mit den Bürger:innen bleibt hierbei entscheidend.
Fazit und Ausblick
Der März 2026 war geprägt von konkreten Entscheidungen im Bereich Mobilität, Bebauung und Bildung. Die Stadt setzt auf Nachhaltigkeit, Inklusion und Investitionen in die Zukunft. Im April stehen weitere Haushaltsdiskussionen, Windenergieplanungen und die Umsetzung von Innenstadtprojekten auf der Agenda.
Quellen
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