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Wirtschaftsentwicklung in Hagen: Herausforderungen und Chancen im März 2026

Economic Development 📍 Hagen · Nordrhein-Westfalen
Wirtschaftsentwicklung in Hagen: Herausforderungen und Chancen im März 2026

Im März 2026 stand die Wirtschaftsentwicklung in Hagen im Fokus. Der Wirtschaftsausschuss hat wichtige Entscheidungen zur Standortentwicklung, Infrastruktur und Fachkräftesicherung getroffen. Dieser Blog analysiert die Schlüsselthemen, Hintergründe und Perspektiven.

Wirtschaftsausschuss Hagen: Standortentwicklung im Fokus

Die Wirtschaftsentwicklung in Hagen ist ein zentrales Thema für die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Im März 2026 hat der Wirtschaftsausschuss entscheidende Weichen gestellt, um den Wirtschaftsstandort zu stärken. Die Herausforderungen sind vielfältig – von der Verkehrsinfrastruktur bis zur Fachkräftesituation. In diesem Beitrag analysieren wir die wichtigsten Entscheidungen und Entwicklungen.

Wirtschaftsförderung und Fördermittel: Aufbau einer neuen Strategie

Der Wirtschaftsausschuss hat den Fokus auf die Sicherung und Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Hagen gelegt. Ein zentrales Instrument dabei ist das regionale Wirtschaftsförderungsprogramm (RWP), das in den Jahren 2021 bis 2025 bereits 43 Gewerbeanträge bewilligt hat. Die Investitionen summieren sich auf 134,85 Millionen Euro, wobei durchschnittlich 10 % der Kosten durch Fördermittel gedeckt wurden.

Ab 2026 erfolgt eine Reform des RWP. Der Schwerpunkt liegt künftig auf Produktivitätssteigerung, Modernisierung und Digitalisierung. Die zwingende Arbeitsplatzschaffung entfällt. Ziel ist es, Unternehmen gezielt bei Investitionen zu beraten und zu fördern, um die Attraktivität Hagens als Wirtschaftsstandort zu steigern. Besonders in Projekten wie dem Seepark Hengstey und dem Breitbandausbau wird die Infrastruktur als Schlüsselfaktor für wirtschaftliche Entwicklung gesehen.

Verkehrs- und Digitalinfrastruktur: Kritische Einschätzungen

Die Verkehrs- und Digitalinfrastruktur in Hagen wird von Unternehmen in der Regel negativ bewertet. So geben 60 % der Firmen an, den Zustand von Straßen und Schienen als mangelhaft zu empfinden. Die Breitbandversorgung sieht etwas besser aus, mit 44 % positiver Bewertungen. Mobilfunkabdeckung und ÖPNV hingegen fallen deutlich schlechter aus.

Diese Infrastrukturprobleme sind nicht nur ein Hindernis für die lokale Wirtschaft, sondern auch für Investoren aus anderen Regionen. Die Stadt Hagen hat daher klare Prioritäten gesetzt: Investitionen in die Verkehrsnetze, digitale Infrastruktur und Ausbildung. Besonders der Ausbau der Breitbandversorgung und die Modernisierung der öffentlichen Verkehrsmittel werden als zentral für die Zukunftsfähigkeit angesehen.

Fachkräftesicherung und Bildung: Ein zentraler Handlungsfeld

Die Fachkräftesituation in Hagen bleibt kritisch. Nur 10 % der Unternehmen bewerten das Angebot an qualifizierten Fachkräften als gut. Gleichzeitig ist der Bedarf hoch: 75 % nennen den Zugang zu qualifiziertem Personal als zentralen Standortfaktor. Die duale Ausbildung und die Qualität der Bildungsangebote müssen daher dringend gestärkt werden.

Ein weiteres Problem ist die Wohnraumversorgung. Obwohl 75 % der Unternehmen die Verfügbarkeit von attraktivem Wohnraum als wichtig ansehen, sind nur 22 % zufrieden. Dies zeigt, dass Hagen nicht nur eine starke Wirtschaft, sondern auch eine lebenswerte Stadt sein muss, um Fachkräfte anzusprechen und zu halten.

Politische Zielsetzungen: Willkommenskultur und Transparenz

Der Wirtschaftsausschuss hat klare politische Zielsetzungen formuliert. Eine Willkommens- und Ermöglichungskultur soll geschaffen werden, um Unternehmen und Investoren zu gewinnen. Transparenz und Verantwortung bei städtischen Beteiligungen sind weitere Schwerpunkte. Die Zusammenarbeit mit externen Partnern wie der Industrie- und Handelskammer (SIHK) und der Bundesagentur für Arbeit ist zentral, um Impulse für die Wirtschaftsentwicklung zu setzen.

Oberbürgermeister Rehbein hat die Mitglieder des Ausschusses in seiner Eröffnungsrede ermutigt, in den kommenden Jahren konstruktiv und zielgerichtet zusammenzuarbeiten. Die Ergebnisse der Sitzung zeigen, dass Hagen bereit ist, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen.

Ausblick: Investitionsbedarf und Kooperationen

Die nächsten Schritte für Hagen liegen in der Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen. Die geplante Auftaktveranstaltung im Mai 2026 und die Klausurtagung mit Partnern und Beirat zeigen, dass die Stadt aktiv an der Zukunftsentwicklung arbeitet. Gleichzeitig ist die Prüfung von Kooperationen mit Hochschulen für Technologietransfer und Ausbildungszentren ein weiteres zentrales Thema.

Die Wirtschaftsentwicklung in Hagen hängt nicht nur von der Stadt, sondern auch von der Region ab. Die Industrieoffensive in der Märkischen Region und die Unterstützung durch EU-Fördermittel bieten hier neue Möglichkeiten. Mit gezielten Investitionen, einer verbesserten Infrastruktur und einer Stärkung der Bildungsangebote kann Hagen seine Wettbewerbsfähigkeit steigern und langfristig wachsen.

Fazit: Hagen auf Kurs zur wirtschaftlichen Zukunft

Die Entscheidungen des Wirtschaftsausschusses zeigen, dass Hagen sich aktiv für eine wirtschaftliche Zukunft einsetzt. Die Herausforderungen sind groß, aber die Strategie ist klar: Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Fachkräfte, eine Stärkung der Wirtschaftsförderung und die Schaffung einer lebenswerten Stadt. Mit diesen Maßnahmen kann Hagen sich als attraktiver Wirtschaftsstandort positionieren und die Zukunft sichern.

Quellen

Sitzung

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