Mobilität in Dinslaken: Ausbau der Infrastruktur und Zukunft der Radschnellverbindung
Im März 2026 hat Dinslaken wichtige Entscheidungen im Bereich Mobilität getroffen, die die zukünftige Verkehrsplanung und Infrastruktur stark beeinflussen. Der Fokus lag dabei auf dem Nahverkehrsplan des Kreises Wesel, der Radschnellverbindung Wesel–Voerde–Dinslaken und der Reaktivierung der Walsumbahn.
Mobilität in Dinslaken: Ausbau der Infrastruktur und Zukunft der Radschnellverbindung
Die Mobilität in Dinslaken ist ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Im März 2026 standen mehrere Projekte und Planungen im Mittelpunkt, die sowohl die Verkehrsplanung als auch die Infrastruktur stark beeinflussen. Besonders der Nahverkehrsplan des Kreises Wesel und die Machbarkeitsstudie zur Radschnellverbindung Wesel–Voerde–Dinslaken zeigen, wie stark die Stadt Dinslaken auf eine multimodale und nachhaltige Mobilität setzt.
Nahverkehrsplan Kreis Wesel 2025: Kritische Stellungnahme von Dinslaken
Im November 2025 wurde der Entwurf des fünften Nahverkehrsplanes des Kreises Wesel an die Kommunen übermittelt. Dinslaken hat in der Folge eine Stellungnahme formuliert, in der mehrere kritische Punkte hervorgehoben wurden. So fehlen beispielsweise detaillierte Soll-/Ist-Analysen und Liniensteckbriefe, was die Planung erschwert. Zudem wird die Walsumbahn nicht ausreichend berücksichtigt, obwohl sie für die Anbindung von Lohberg und den Krankenhäusern im Wochenendverkehr eine wichtige Rolle spielen könnte.
Die Stadt fordert daher eine verbesserte Integration der Walsumbahn in Kapitel 6.1.2 des Nahverkehrsplans. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Linien 17 und 19, die das Rückgrat des städtischen ÖPNV bilden, weiterentwickelt werden müssen, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.
Radschnellverbindung Wesel–Voerde–Dinslaken: Machbarkeitsstudie abgeschlossen
Eine der zentralen Themen in Dinslaken war die Machbarkeitsstudie zur Radschnellverbindung (RSV) zwischen Wesel, Voerde und Dinslaken. Die Studie, die von den drei Städten gemeinsam finanziert wurde, hat gezeigt, dass eine RSV wirtschaftlich und technisch machbar ist. Die Vorzugsvariante hat eine Länge von 14,91 km und bietet eine Zielgeschwindigkeit von mindestens 30 km/h. Die Strecke ist so geplant, dass sie einen Qualitätsstandard von mindestens 4 m Breite für Zweirichtungsverkehr mit Trennung von Fußgängern erfüllt.
Die Machbarkeitsstudie untersuchte fünf Trassenvarianten (A bis E), wobei die Varianten A und B als besonders vorteilhaft herausstachen. Die Querung der Lippe über die B 8-Brücke gilt als beste Option, da das Naturschutzgebiet Lippeaue alternative Linienführungen behindert. Die Studie wies zudem einen positiven Kosten-Nutzen-Faktor auf und bestätigte die Wirtschaftlichkeit des Projekts. Die strategische Umweltprüfung ist für das erste Quartal 2026 geplant.
Walsumbahn: Zukunft als Radverbindung?
Die Walsumbahn ist in mehreren Planungsvorhaben als mögliche Komponente der Radschnellverbindung erwähnt worden. Die Reaktivierung der Bahnlinie wäre zwar mit erheblichen Investitionen verbunden – insbesondere bei der Überführung über die Emmelsumer und Frankfurter Straße sowie den Wesel-Datteln-Kanal –, könnte aber langfristig eine neue Verbindung im regionalen Radverkehrsnetz schaffen. Die Walsumbahn könnte zukünftig nicht nur als Eisenbahn genutzt werden, sondern auch als Radweg, was sie zu einem attraktiven Element der Mobilität in Dinslaken machen würde.
Weitere Projekte und administrative Maßnahmen
Neben der Radschnellverbindung und der Walsumbahn standen auch andere Themen im Fokus. So plant die Stadt Dinslaken, den Arbeitskreis Mobilität neu zu besetzen, um die verschiedenen Planungen und Projekte zukünftig besser zu koordinieren. Zudem wird über die Aufhebung des Beschlusses zum Bau einer P+R-Parkpalette am Bahnhof beraten. Eine SB-Linie zwischen Dinslaken und Schermbeck (SB02) sowie eine erweiterte Linienführung der Linie 19 im Zusammenhang mit einem neuen Wohngebiet sind weitere Themen, die in den nächsten Wochen intensiv diskutiert werden.
Ausblick und Herausforderungen
Die Entscheidungen und Planungen aus dem März 2026 zeigen, dass Dinslaken auf eine nachhaltige und multimodale Mobilität setzt. Die Radschnellverbindung ist dabei ein zentrales Element, das die Stadt mit ihren Nachbarn vernetzen und den Radverkehr deutlich stärken könnte. Gleichzeitig bleibt die Verbesserung des ÖPNV sowie die Integration der Walsumbahn in das Verkehrsnetz Herausforderungen, die in den nächsten Jahren intensiv bearbeitet werden müssen.
Die Machbarkeitsstudie für die Radschnellverbindung ist ein wichtiger Meilenstein, der nun in die konkrete Planung übergehen muss. Dabei wird es auch um finanzpolitische Aspekte wie die Kosten für Ingenieurbauwerke, Grunderwerb und Umleitungen gehen. Die Stadt Dinslaken wird dabei auf die Unterstützung aus dem Bundesverkehrswegeplan und dem Landesplan Nordrhein-Westfalen angewiesen sein.
Quellen
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