Mobilität in Aachen: Fahrplanwechsel, Schulstraßen und Infrastruktur im Fokus
Im Mai und Juni 2026 standen in Aachen entscheidende Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität im Vordergrund – von Fahrplanoptimierungen bis hin zur Umgestaltung von Straßen. Der Blog gibt einen tiefen Einblick in die aktuelle Entwicklung.
Mobilität in Aachen: Fahrplanwechsel, Schulstraßen und Infrastruktur im Fokus
In der zweiten Jahreshälfte 2026 hat Aachen einen Meilenstein in der Verkehrspolitik erreicht. Zahlreiche Maßnahmen zur Optimierung des Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV), zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Förderung der Klimaneutralität wurden beschlossen. Im Fokus standen dabei insbesondere der geplante Fahrplanwechsel im September 2026, die Umsetzung dauerhafter Schulstraßen sowie Investitionen in barrierefreie und klimafreundliche Infrastruktur.
Fahrplanwechsel und ÖPNV-Optimierungen
Der geplante Fahrplanwechsel Anfang September 2026 wird erste konkrete Entscheidungen bringen. Die Linie 50 wird künftig als Anruf-Linien-Taxi (ALT) im 60-Minuten-Takt den Gewerbepark Brand bedienen, während die Linie 73 zwischen 15 und 18 Uhr auf einen 15-Minuten-Takt verdichtet wird. Gleichzeitig verliert die Linie 30 zwei Fahrtenpaare am Nachmittag, da die Nachfrage hier als gering eingeschätzt wird.
Ein weiteres Highlight ist die Einführung der Linie X52, eines Express-Shuttles zwischen Uniklinik Aachen und dem Aachen Bushof. Die Fahrzeit wird um fünf Minuten verkürzt, was insbesondere für Pendlerinnen und Patientinnen eine Verbesserung darstellt. Für den Rursee wurde zudem eine Direktverbindung montags bis freitags im Stundentakt und samstags im Zweistundentakt beschlossen.
Schulstraßen und Verkehrsversuche
Im Bereich der Schulstraßen setzte Aachen einen klaren Fokus auf Sicherheit und nachhaltige Mobilität. An vier Grundschulen wurden dauerhafte Schulstraßen beschlossen, wobei die Reihenfolge der Umsetzung nach Bedarf und Teilnahme an der Mobilitätswoche 2024 festgelegt wurde. Ein Kriterienkatalog wurde entwickelt, um zukünftige Anträge systematisch beurteilen zu können.
Ein Pilotprojekt an der GGS Brühlstraße zeigt, wie solche Maßnahmen konkret umgesetzt werden: Die Variante mit einer geschlossenen Nebeneingangsbereichung wurde ausgewählt und wird für etwa 12 Monate getestet. Ziel ist es, den Fußgänger*innenverkehr zu schützen und den Verkehr auf der Straße zu reduzieren.
Infrastruktur und Klima
Die Stadt investiert weiterhin in barrierefreie und klimafreundliche Verkehrsinfrastruktur. So wurde beispielsweise die Bushaltestelle „Laurensberg Kirche stadteinwärts“ barrierefrei ausgebaut, mit taktilen Leitelementen und Einstiegsfeldern. Auch die Roermonder Straße erhielt neue Radverkehrsmaßnahmen, darunter Schutzstreifen und Sicherheitstrennstreifen.
Im Bereich der Klimafolgenanpassung setzte Aachen auf dezentrale Niederschlagswassermanagementlösungen, darunter Muldensysteme und Hochwasserrückhaltebecken. Mit der Informationskampagne „Wissen über Wasser“ und mobilen Hochwasserschutzsystemen wird zudem die Selbstvorsorge der Bevölkerung gestärkt.
Finanzierung und Förderung
Die Umsetzung der Maßnahmen ist finanziell gesichert. Zahlreiche Projekte werden über den Programmrahmen PSP (Projektsteuerungsrahmen) abgedeckt, wobei die Förderquote für barrierefreie ÖPNV-Maßnahmen bei 100 % liegt. Die Kosten für den Sommerfahrplan 2026 betrugen rund 11.600 EUR, und die jährlichen Kosten für die Linien SB71 und OL1 summierten sich auf knapp 867.000 EUR.
Fazit
Die Maßnahmen der vergangenen zwei Monate zeigen, dass Aachen auf mehreren Ebenen aktiv war: vom Ausbau des ÖPNV über die Sicherung der Mobilität von Kindern bis hin zu Investitionen in eine klimafreundliche und barrierefreie Infrastruktur. Die geplanten Fahrplanwechsel und Schulstraßen sind nicht nur Symbole für mehr Nachhaltigkeit, sondern auch konkrete Schritte in Richtung eines lebenswerten und verkehrssicheren Stadtlebens.
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