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Nordhorn: Sportpolitik im Fokus – Änderungen bei Hallenbenutzung und Förderung

Culture and Community Economic Development 📍 Nordhorn · Niedersachsen
Nordhorn: Sportpolitik im Fokus – Änderungen bei Hallenbenutzung und Förderung

Im Februar 2026 stehen in Nordhorn wichtige Entscheidungen im Bereich Sportpolitik an. Der Sportausschuss plant eine Änderung der Turnhallenbenutzungsordnung und diskutiert neue Förderungen für Bewegungsangebote für ältere Menschen. Dieser Blog erläutert die Hintergründe und Auswirkungen.

Nordhorn und die Zukunft des Sports: Was ändert sich?

Sport ist in Nordhorn nicht nur Freizeitbeschäftigung, sondern ein zentraler Bestandteil der sozialen Infrastruktur. Im Februar 2026 beschäftigte sich der Sportausschuss mit mehreren wichtigen Themen, darunter die Anpassung der Turnhallenbenutzungsordnung und die Förderung von Sportangeboten für Seniorinnen und Senioren. Diese Maßnahmen spiegeln die Herausforderungen wider, die mit steigender Nachfrage, steigenden Kosten und dem Wandel der gesellschaftlichen Struktur einhergehen.

Änderung der Turnhallenbenutzungsordnung: Mehr Klarheit, weniger Privatnutzung

Die Stadt Nordhorn plant, die Entgelt- und Turnhallenbenutzungsordnung zu überarbeiten. Im Zentrum steht die Anpassung von Entgelten an die gestiegenen Betriebskosten sowie die Verbesserung der Transparenz. Bisherige Regelungen gelten als veraltet, und die neue Ordnung soll klare Vorgaben für die Nutzung der städtischen Hallen schaffen.

Ein zentrales Element der Änderung ist die Ausschließung der Privatnutzung. Kindergeburtstage oder private Veranstaltungen in den Hallen sind künftig nicht mehr gestattet. Stattdessen sollen Sportvereine und gemeinnützige Organisationen Priorität bei der Hallenzuteilung erhalten. Die Ordnung regelt außerdem die Nutzungszeiten, die erforderliche Qualifikation der Übungsleiter sowie die Pflicht zur Eintragung in das Belegungsbuch.

Die Entgelte selbst sind neu gestaffelt:

  • Sporthallen: 12,50 € pro Stunde
  • Turnhallen: 10,00 € pro Stunde
  • Kleinturnhallen: 7,50 € pro Stunde

Diese Anpassung soll helfen, die städtischen Ressourcen nachhaltig zu nutzen und gleichzeitig die finanzielle Belastung für Vereine zu regulieren.

Sportförderung: Unterstützung für Vereine und Bewegungsangebote

Neben der Hallenpolitik stand auch die Sportförderung im Fokus. Im Jahr 2025 wurden bereits 21.111,92 Euro an Fördergeldern an Nordhorner Vereine ausgeschüttet. Beispiele für geförderte Projekte sind die Anschaffung von Tischtennisgeräten, Airtricks, Kegelsätzen, Rasentraktoren und sogar Schulpferden.

Zudem wurde ein neues Förderkonzept diskutiert: der Fördertopf „Generationen in Bewegung“ mit einer geplanten Summe von 10.000 Euro. Ziel ist es, Bewegungsangebote in Alten- und Pflegeheimen zu stärken. Angebote wie Gymnastik, Nordic Walking oder Yoga sollen dabei helfen, Gesundheit, Mobilität und soziale Teilhabe zu fördern. Allerdings lehnt die Verwaltung den neuen Fördertopf ab, da sie bestehende Förderungen für ausreichend hält.

Nordhorn im Detail: Hallen, Nutzungszeiten und Vereinslandschaft

Nordhorn verfügt über eine Vielzahl an Turn- und Sporthallen, die täglich von 08:00 bis 22:00 Uhr genutzt werden können. In den Sommer- und Weihnachtsferien bleiben die Hallen grundsätzlich geschlossen, drei Hallen sind jedoch auf Antrag für den Vereinssport geöffnet. Ein Überblick der wichtigsten Hallen:

  • Sporthalle OBS Deegfeld: 27 x 45 m = 1.215 qm
  • Turnhalle ALMA: 14 x 28 m = 392 qm
  • Turnhalle GS Stadtflur: 15 x 27 m = 405 qm
  • Turnhalle GS Südblanke: 15 x 27 m = 405 qm

Diese Räume sind nicht nur für den Vereinssport, sondern auch für Wettkampfvorbereitungen und Sonderveranstaltungen von Bedeutung. Letztere erfordern allerdings eine Genehmigung und zusätzliche Kosten für Reinigung und Betreuung.

Ausblick: Wie weiter mit der Sportpolitik in Nordhorn?

Die geplanten Änderungen zeigen, dass Nordhorn versucht, mit der wachsenden Nachfrage nach Sporträumen Schritt zu halten. Gleichzeitig wird versucht, die finanzielle Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Ob der Fördertopf „Generationen in Bewegung“ letztlich umgesetzt wird, bleibt abzuwarten – doch die Diskussion macht deutlich, dass auch die Bedürfnisse älterer Menschen im Sport im Blick bleiben.

In den kommenden Monaten wird es darauf ankommen, ob die neuen Regelungen in der Praxis funktionieren und ob Vereine und Bürger*innen die Änderungen akzeptieren. Die Stadt Nordhorn hat mit diesen Maßnahmen gezeigt, dass sie bereit ist, sich aktiv in die Herausforderungen moderner Sportpolitik einzubringen.

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