Nordhorn im Fokus – Was der Februar 2026 bewegt hat
Im Februar 2026 standen in Nordhorn Klimaschutz, soziale Sicherheit und Sportentwicklung im Mittelpunkt. Erfahren Sie, welche Entscheidungen getroffen wurden und wie sie Sie als Bürger:in betreffen.
Klimaschutz und Umwelt: Nordhorn setzt auf grüne Infrastruktur
Der Verkehrs- und Umweltausschuss beschloss im Februar 2026 eine Vielzahl von Maßnahmen zur Klimaanpassung. Insbesondere die Entsiegelung von 15.000 m² Straßenfläche und die Anlage von Baumbeeten und Pflanzflächen in mehreren Straßen (z. B. Kolberger Straße, Denekamper Straße) sind weitreichend. Diese Maßnahmen sollen die Hitzeentlastung in der Stadt erhöhen und den Niederschlagswasserabfluss reduzieren.
Zudem wird versickerungsfähiges Pflaster auf 14.200 m² eingesetzt. Weitere Projekte umfassen die Dachbegrünung von Bushaltestellen und Schulen sowie die Begrünung öffentlicher Flächen. Die Stadt plant, eine jährliche Vorlage zur Umsetzung dieser Maßnahmen zu erstellen und sie auf der Stadtwahl-Webseite zu veröffentlichen – eine transparente Herangehensweise, die von Bürgern geschätzt wird.
Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit wird ein Themenbeitrag zu Klimaanpassungsmaßnahmen 2025 veröffentlicht, und die Stadt beteiligt sich an der Messe „Lebensträume“ 2026 mit einem Messestand zu Klimaschutzthemen. Die Stadt zeigt damit, dass sie Klimaschutz nicht nur als technisches Projekt, sondern auch als Gemeinschaftsaufgabe versteht.
Soziales und Integration: Sicherheit und Bildung im Fokus
Der Ausschuss für Soziales, Jugend, Integration, Sicherheit und Ordnung beschloss den partizipativen Prozess zur Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder ab dem Schuljahr 2026/2027. Die Kosten für die Prozessbegleitung mit externer Moderation sind mit 20.000 Euro kalkuliert und aus Mitteln der Schulverwaltung abgedeckt. Dies zeigt die Bereitschaft der Stadt, Teilhabe und Mitbestimmung in Bildungsfragen zu stärken.
Auch die Flüchtlingssituation blieb ein Thema: Stand 14.01.2026 sind 935 ukrainische Schutzsuchende in Nordhorn untergebracht. Die Stadt bereitet sich auf die Umstellung von Sozialleistungen für Geflüchtete vor, die zum 1. April 2025 in Kraft kommt. Die Jugendarbeit berichtete über 115 Fälle nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und die Planung für das Jahr 2026. Die Stadt setzt auf digitale Angebote, wie die neue Ferienpass-Plattform, die gedruckte Flyer ersetzt und für mehr Zugänglichkeit und Nachhaltigkeit sorgt.
Sport und Freizeit: Regeln neu und Förderung geprüft
Der Sportausschuss beschloss eine neue Entgeltordnung für die Nutzung städtischer Turn- und Sporthallen. Die Entgelte variieren je nach Größe und Ausstattung der Halle und liegen zwischen 15 und 25 Euro pro Stunde. Private Nutzung, wie z. B. für Kindergeburtstage, ist zukünftig nicht mehr erlaubt. Die Nutzung ist zudem an eine Übungsleiter*innenlizenz (mindestens C-Lizenz) gebunden – eine Regelung, die Sicherheit und Qualität in der Sportnutzung stärken soll.
Ein Antrag auf Einrichtung eines Fördertopfes „Generationen in Bewegung“ in Höhe von 10.000 Euro wurde im Sportausschuss abgelehnt. Dennoch bleibt die Stadt bei der Förderung kleiner Sportprojekte aktiv: Im Jahr 2025 wurden beispielsweise 21.111,92 Euro an Vereine ausgeschüttet, wobei Projekte wie die Anschaffung eines Airtracks oder einer Anzeigentafel unterstützt wurden.
Überblick: Was diesen Monat wichtig war
- Nordhorn plant umfassende Klimaanpassungsmaßnahmen, darunter Entsiegelung von Straßenflächen und versickerungsfähiges Pflaster.
- Die Stadt setzt auf digitale Angebote für Ferienprogramme und Klimaschutzthemen.
- Der partizipative Prozess zur Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder wird umgesetzt.
- Die Flüchtlingssituation bleibt ein Thema – aktuell leben 935 ukrainische Schutzsuchende in Nordhorn.
- Die Sportentgelte für Turnhallen wurden neu geregelt – private Nutzung und Nutzung ohne Lizenz sind nicht mehr erlaubt.
Schlussfazit mit Ausblick
Der Februar 2026 war in Nordhorn geprägt von klimafreundlichen Maßnahmen, sozialer Integration und sportpolitischer Neuausrichtung. Die Stadt beweist, dass sie sowohl umweltfreundlich als auch bürgernah handeln kann. Im März steht mit der Aktion Klimabaum im November 2026 und dem Frühjahrsputz am 14.03.2026 bereits die nächste Runde an Bürgerbeteiligung an – eine Gelegenheit, aktiv mitzumachen.
Quellen
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