März 2026 – Die wichtigsten Entwicklungen in Lingen (Ems)
Im März 2026 standen in Lingen (Ems) soziale Themen, kulturelle Projekte, Finanzen und Mobilitätsplanung im Fokus. Hier ist der Monat in Kürze.
Bürgerorientierte Highlights des Monats
- Mehr Beteiligung für Menschen mit Behinderung: Der Ausschuss für Familie, Soziales, Integration und Inklusion hat beschlossen, ein Konzept zur stärkeren Beteiligung von Menschen mit Behinderung zu entwickeln.
- Kulturelle Impulse: Mehrere Projekte, darunter das Konzert „341 Jahre BACH – Johannespassion“ und der Umbau der „Klangschmiede“, erhielten Zuschüsse und Unterstützung.
- Geflüchtete in Lingen: Aktuell leben 2.105 Geflüchtete in der Stadt, wobei die Integration und die Versorgung in den Vordergrund gestellt werden.
- Finanzsicherheit der Stadt: Der Haushalt 2026 ist rechtskräftig, und Liquiditätskredite in Höhe von 26 Mio. € wurden genehmigt.
- Neues Mobilitätskonzept: Der Ausschuss für Planen, Bauen und Mobilität hat beschlossen, ein Mobilitätskonzept für Lingen zu erarbeiten.
- Investitionen in Schulen: Die Stadt plant umfassende Investitionen in die Grundschulen, darunter Erweiterungen und digitale Ausstattung.
Familie, Soziales, Integration und Inklusion – Stärkung der Partizipation
Im März 2026 hat der Ausschuss für Familie, Soziales, Integration und Inklusion wichtige Entscheidungen getroffen, die den Alltag der Linger Bürgerinnen und Bürger beeinflussen. In einer öffentlichen Sitzung wurde einstimmig beschlossen, ein Konzept zur stärkeren Beteiligung von Menschen mit Behinderung zu entwickeln. Obwohl ein Änderungsantrag zur Gründung eines Beirats für Menschen mit Behinderungen angenommen wurde, wurde die Gründung des Beirats nicht umgesetzt.
Ein weiterer Diskussionspunkt war das Thema Frauenhaus in Lingen, das aktuell 8 Plätze bietet und 2025 zu 70,2 % belegt war. Die SPD-Fraktion forderte eine Berichterstattung über den aktuellen Stand, die Kapazitäten und Finanzierung.
Zudem wurde über die Situation der Geflüchteten diskutiert, die aktuell 2.105 Menschen umfasst. Themen wie Barrierefreiheit, die Räumung von Geh- und Radwegen und die Kennzeichnung der LingenCard wurden ebenfalls behandelt.
Kultur und Veranstaltungsplanung – Impulse für das kulturelle Leben
Der Kulturausschuss unterstützte mehrere kulturelle Projekte, die das kulturelle Leben in Lingen bereichern. Ein Höhepunkt ist das Konzert „341 Jahre BACH – Johannespassion“, das am 23. März 2026 in der St. Bonifatius-Kirche stattfindet und vom Regionalkantorat Osnabrück-Nord / Emsland-Süd veranstaltet wird. Hierfür erhielt das Projekt einen Zuschuss in Höhe von 5.500 €.
Ein weiteres Projekt, das Unterstützung erhielt, ist der Umbau und die Erweiterung der „Klangschmiede“ durch den Verein EMILI e.V. mit einem Zuschuss von 20.000 €. Zudem wurden mehrere kulturelle Projekte im Jahr 2025 gefördert, darunter der Karnevalsumzug, der Altstadtfest und der Weihnachtsmarkt.
Im Zuge der Veranstaltungsplanung für 2026 wurden auch finanzielle Details zu Ticketverkäufen diskutiert, wobei RESERVIX als Systemanbieter mit einer Systemgebühr und Vorverkaufsgebühr genannt wurde. Zudem wurden kulturelle Projekte wie die Wanderausstellung „Riga – Deportationen, Tatorte, Erinnerungskultur“ thematisiert.
Finanzen und Digitalisierung – Sicherheit und Zukunft
Im Finanzausschuss wurde der Haushalt 2026 rechtskräftig verabschiedet. 26 Mio. € Liquiditätskredite wurden genehmigt, darunter 3 Mio. € für den Zeitraum vom 27. Januar bis 18. Mai 2026 und 23 Mio. € für den Zeitraum vom 18. Februar bis 18. Mai 2026. Zudem wurde eine Klage gegen das Aufnahmeverfahren eines Investitionskredites abgewiesen.
Die Stadt plant zudem, sich am Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zu beteiligen und wird am 2. Juni 2026 einer Prüfung durch den Landesrechnungshof unterzogen. Im Bereich der Digitalisierung standen Themen wie Authentifizierungsverfahren, KI-Einsatz in der Verwaltung und digitale Dienstleistungen im Fokus. Zudem wurde ein Personalentwicklungskonzept vorgestellt, das auf die Qualifizierung, Bindung und Gewinnung von Fachkräften abzielt.
Mobilität und Planung – Zukunft der städtischen Infrastruktur
Der Ausschuss für Planen, Bauen und Mobilität hat beschlossen, ein Mobilitätskonzept für Lingen zu erarbeiten. Hierzu wurden Angebote von zwei Planungsbüros eingereicht, und die Beschlussfassung wurde in die nichtöffentliche Sitzung verlegt. Zudem wurde der Bebauungsplan Nr. 203 für das Baugebiet „Alter Viehmarkt“ anerkannt, und ein Ausnahmeverfahren zur Aufhebung der Veränderungssperre genehmigt.
Ein weiterer Diskussionspunkt war die digitale Parkplanung für elektrisch betriebene Fahrzeuge, wobei die Verwaltung beauftragt wurde, mögliche Lösungen und Kosten zu prüfen.
Schulen und Bildung – Investitionen in die Zukunft
Im Schulausschuss wurden wichtige Entscheidungen getroffen, die die Ausstattung und Infrastruktur der Linger Schulen betreffen. Der Landkreis Niedersachsen stellt 800 Mio. EUR bereit, um Lehrkräfte und 7. Schuljahre mit digitalen Endgeräten auszustatten. Zudem wurde ein Haushaltsansatz für die bauliche Planung der Mensa und des Ganztags an der Grundschule Brögbern sowie für Trinkwasserspender vorgesehen.
Die Stadt hat zudem die Erweiterung des Ganztagsanspruches für Geschwisterkinder geprüft und einen Prüfauftrag an die Verwaltung erteilt. Zudem wurden Bewilligungsbescheide für Erweiterungsmaßnahmen an mehreren Grundschulen erteilt.
Ausblick und Trends – Was sich verändert
Ein zentrales Thema in diesem Monat war die Stärkung der Partizipation und Inklusion. Ob in sozialen, kulturellen oder finanziellen Themen – die Stadt Lingen setzt auf mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz. Zudem zeigt sich ein klarer Trend zur Digitalisierung, nicht nur in der Verwaltung, sondern auch in der Schulentwicklung und Mobilitätsplanung. Die Investitionen in Schulen und Kulturprojekte unterstreichen die strategische Ausrichtung der Stadt auf Bildung und kulturelle Vielfalt.
Fazit und Ausblick
Der März 2026 war geprägt von konkreten Entscheidungen und Impulsen in den Bereichen Soziales, Kultur, Finanzen und Mobilität. Die Stadt Lingen setzt auf mehr Beteiligung, Investitionen in Bildung und Infrastruktur sowie auf die Stärkung der kulturellen Identität. Im April 2026 wird es spannend, wie sich die Mobilitätskonzeption und die Digitalisierungsstrategie weiterentwickeln und welche neuen Projekte in der Umsetzung sind.
Quellen
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