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Braunschweig setzt auf mehr Jugendbeteiligung und bessere Freizeitangebote

Braunschweig setzt auf mehr Jugendbeteiligung und bessere Freizeitangebote

Im Februar 2026 standen in Braunschweig mehrere wichtige Entscheidungen zum Themenkomplex Jugend im Fokus. Zentrale Themen waren die Prüfung einer Kinder-FerienCard, Sanierungsmaßnahmen an Jugendzentren und Spielplätzen sowie die Stärkung der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Stadtplanung.

Jugendpolitik in Bewegung: Braunschweig setzt auf Inklusion, Freizeit und Zukunftsvisionen

Die Stadt Braunschweig hat sich in den vergangenen Jahren vermehrt als dynamischer Ort für Kinder und Jugendliche positioniert. Im Februar 2026 setzte sie mit mehreren Entscheidungen und Vorhaben den nächsten Schritt in Richtung einer lebenswerten, jugendfreundlichen Stadtentwicklung. Die Themen reichen von der Einführung einer möglichen Kinder-FerienCard über die Sanierung von Jugendzentren bis hin zur Stärkung der Beteiligung junger Menschen in politischen Prozessen. Diese Maßnahmen spiegeln eine breite Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen der jungen Generation wider und zeigen, wie die Stadt ihre Zukunft aktiv mitgestalten will.

Kinder-FerienCard: Prüfung eines Modells aus anderen Städten

Eine der größten Diskussionen führte der Antrag der GRÜNEN-Fraktion auf die Prüfung einer Kinder-FerienCard. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen während der Schulferien einen niedrigschwelligen Zugang zu Freizeitangeboten, insbesondere zu städtischen Schwimmbädern, zu ermöglichen. Die FerienCard sollte Altersgrenzen berücksichtigen und ggf. auch Inhaber*innen des Braunschweig-Passes einbeziehen.

Die Prüfungsschwerpunkte umfassen die Umsetzbarkeit, Leistungsbestandteile, Zielgruppen, Kosten, finanzielle Auswirkungen und mögliche Pilotphasen. Die Ergebnisse sind für Mai 2026 geplant. In anderen Städten wie Berlin, München oder Bremen existieren bereits Ferienkartenmodelle, die als Vorbilder dienen können. Braunschweig verfügt zwar bereits über Einzelermäßigungen und Ferienangebote, aber kein einheitliches Modell. Die Prüfung zielt darauf ab, zu klären, ob eine FerienCard finanziell, organisatorisch und sozialpolitisch sinnvoll ist.

Jugendzentrum B 58 und Zeltplatz Lenste: Investition in die Zukunft

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Sanierung und Entwicklung von Jugendräumen. Das Kinder- und Jugendzentrum B 58 befindet sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Im Doppelhaushalt 2025/2026 sind 100.000 Euro für die Vorplanung veranschlagt. Für 2026 ist die Ausschreibung einer Machbarkeitsstudie vorgesehen, die bauliche Möglichkeiten auf dem Grundstück beurteilt. Mit den Ergebnissen ist im Herbst 2026 zu rechnen.

Zudem wurde der Sanierungsplan für den Jugendzeltplatz Lenste vorgestellt. Der Plan sieht grundlegende Sanierungen der Sanitärbereiche, Modernisierung der elektrischen Anlagen, Schmutzwasserleitungen und Brandschutzmaßnahmen vor. Im Haushalt 2026 sind 100.000 Euro für die Sanierungsmaßnahmen bis 2029 veranschlagt. Diese Investitionen zeigen, dass Braunschweig langfristig an die Bedürfnisse von Jugendlichen denkt und Räume schafft, die für sie attraktiv und sicher sind.

Jugendbeteiligung und Spielplatzumbau: Kinder als Mitgestalter

Neben der Infrastruktur ist die aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ein zentrales Thema. Der Stadtbezirksrat 221 (Weststadt) beschloss, Kinder und Jugendliche stärker in zukünftige Planungen einzubeziehen. Ein Rederecht in Stadtbezirksratssitzungen mit jugendrelevanten Themen ist geplant. Die Ergebnisse der ersten Weststädter Kinder- und Jugendkonferenz vom 28.01.2026 sollen im April 2026 vorgestellt werden.

Ein weiteres Beispiel ist der Spielplatz Möhlkamp, der im Mai 2026 umgestaltet wird. Kinder wurden aktiv in den Planungsprozess einbezogen. Die neue Anlage bietet drei thematische Spielbereiche, darunter eine Turmanlage mit Rutsche, ein Basketballfeld und Schaukeln. Der Spielplatz fördert nicht nur körperliche Aktivität, sondern auch soziale Interaktion und Fantasie. Die Kosten von 400.000 Euro werden zu zwei Dritteln aus Städtebaufördermitteln finanziert.

Fazit: Braunschweig als Vorreiter für jugendfreundliche Städte

Die Entwicklungen im Februar 2026 zeigen, dass Braunschweig nicht nur auf Infrastruktur setzt, sondern auch auf Inklusion und Zukunftsvisionen. Mit der Prüfung einer Kinder-FerienCard, der Sanierung von Jugendzentren und der Stärkung der Beteiligung junger Menschen wird die Stadt aktiv an einer jugendfreundlichen Zukunft arbeiten. Diese Maßnahmen sind nicht nur symbolisch, sondern tragen dazu bei, Braunschweig als attraktiven Lebensraum für junge Menschen zu sichern – heute und morgen.

Quellen

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