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März 2026 – Rückblick auf die wichtigsten Entscheidungen in Stralsund

März 2026 – Rückblick auf die wichtigsten Entscheidungen in Stralsund

In diesem Monatsrückblick beleuchten wir die wichtigsten Entscheidungen und Entwicklungen in Stralsund im März 2026. Vom Mietspiegel bis zur Jugendbeteiligung – hier finden Sie die zentralen Themen für die Hansestadt.

Bürgerbeteiligung und Zukunftsvisionen

Was diesen Monat wichtig war

  • Mietspiegel 2026/2027: Der Mietspiegel wurde empfohlen – er hilft Mieterinnen und Vermieterinnen bei der Bewertung von Mietzimmern und -wohnungen.
  • Neuer Stellplatzregelung: Eine flexible Regelung für Stellplätze wurde beschlossen, um gemeinnützige oder besonders harte Fälle besser abzusichern.
  • Jugendbeteiligung im Fokus: Der Ausschuss für Jugend und Freizeit empfahl einen Prüfantrag für einen Jugendbeirat – eine Chance für mehr Mitbestimmung.
  • Klimaschutz und Wärmeplan: Der kommunale Wärmeplan wurde zurückgezogen – zukünftig soll er transparenter und öffentlich einsehbar sein.
  • Altstadt-Sicherheit: Die Sicherheit in der Altstadt ist ein wiederkehrendes Thema – im März wurden konkrete Anträge gestellt.

Jugendbeteiligung: Der Weg zum Jugendbeirat

Im März standen Jugendpolitik und Beteiligung im Vordergrund. Der Ausschuss für Jugend und Freizeit empfahl einstimmig, einen Prüfantrag für einen Jugendbeirat vorzulegen. Dieser soll in Zusammenarbeit mit der Verwaltung und dem zuständigen Ausschuss ein umsetzbares Konzept entwickeln, das klare Regelungen zu Aufgaben, Zusammensetzung und Arbeitsweise enthält. Die Verwaltung hat sechs Monate Zeit, um ein konkretes Papier zu erarbeiten.

Diese Entwicklung ist ein Schritt in Richtung stärkerer Einbindung junger Stralsunder*innen in die Stadtentwicklung – ein Thema, das gerade in den Debatten um die Zukunft der Hansestadt an Gewicht gewinnt.

Mietspiegel, Stellplätze und Brandschutz – Was für Mieterinnen und Anwohnerinnen wichtig ist

Im März beschloss die Bürgerschaft mehrere Entscheidungen, die direkt die Lebensqualität beeinflussen. So wurde die Fortschreibung des Mietspiegels empfohlen, die Kosten dafür liegen bei knapp 5.830 Euro. Der Mietspiegel ist ein wichtiges Instrument, um Mieterinnen und Vermieterinnen bei der Bewertung von Mietpreisen zu helfen – gerade in einer Stadt wie Stralsund, die wächst und wandelt.

Zudem wurde eine neue Regelung für Stellplätze beschlossen. Sie ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen wie gemeinnützige Zwecke oder besondere Härte, Stellplätze ablösefrei zu errichten. Das ist besonders für Einwohner*innen mit besonderen Bedürfnissen oder ehrenamtlichen Tätigkeiten eine gute Nachricht.

Nicht zuletzt wurden auch Themen wie Brandschutz und Winterdienst diskutiert, wobei Anfragen zu Schneeräumung auf Radwegen und Winterschäden an Straßen aufkamen. Diese Debatten zeigen, wie eng die Stadt mit ihren Bürger*innen verbunden ist.

Klimaschutz, Wärmeplan und Infrastruktur

Im März wurde der kommunale Wärmeplan zurückgezogen – eine Entscheidung, die auf Kritik stieß, aber auch Chancen birgt. Die Stadt hat sich verpflichtet, den Plan zukünftig transparenter und öffentlich einsehbar zu halten. Dies ist ein Schritt in Richtung mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung bei Klimaschutzthemen.

Im Ausschuss für Bau, Umwelt, Klimaschutz und Stadtentwicklung wurden zudem konkrete Vorhaben diskutiert, wie die Neugestaltung der Lindenstraße und die Radwegeverbindung zwischen Alte Richtenberger und Alte Rostocker Straße. Diese Projekte sind Teil der langfristigen Planung, die Stadt für alle nutzbarer zu machen – für Fußgängerinnen, Radfahrerinnen und Anwohner*innen gleichermaßen.

Weitere Entwicklungen: Spenden für den Zoo, Flächengeschäfte und mehr

Neben den großen Themen gab es auch kleinere, aber ebenso relevante Entscheidungen. So beschloss der Hauptausschuss, Spenden in Höhe von knapp 5.095 Euro an den Zoo Stralsund zu übergeben. Dies ist ein Symbol für die Unterstützung regionaler Einrichtungen und Projekte.

Im Hintergrund wurden zudem mehrere Flächengeschäfte und Grundstücksumgestaltungen beraten – unter anderem der Tausch von Flurstücken in der Weidenkultur und der Verkauf von Teilflächen im Bebauungsplan 93 „SWS Energiepark“. Solche Maßnahmen sind oft notwendig, um die Stadtentwicklung voranzutreiben – allerdings meist im nichtöffentlichen Bereich.

Was bleibt?

Der März 2026 war geprägt von Themen wie Bürgerbeteiligung, Klimaschutz, Infrastruktur und Transparenz. Die Entscheidungen zeigen, dass Stralsund sich nicht nur auf wirtschaftliche Entwicklungen konzentriert, sondern auch auf soziale und ökologische Aspekte.

Die Empfehlung für einen Jugendbeirat ist dabei besonders auffällig – sie unterstreicht, dass die Stadt auf die Zukunft blickt und junge Menschen stärker einbeziehen will. Gleichzeitig bleibt sie sensibel für die Bedürfnisse der aktuellen Bevölkerung, sei es bei der Sicherheit in der Altstadt, bei der Schneeräumung oder bei der Gestaltung von Spielplätzen.

Ausblick: Im April wird der Fokus auf die Umsetzung der beschlossenen Vorhaben liegen – besonders bei der Entwicklung des Jugendbeirats und der Fortschreibung des Mietspiegels. Auch die Umsetzung des Wärmeplans und der Klimaschutzstrategie wird weiter beobachtet. Stralsund bewegt sich auf einem Weg, der nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial und ökologisch nachhaltig ist.


Quellen

Sitzung

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