Rostocks Sportentwicklungsplanung: Eine zukunftsorientierte Strategie für Bewegung und Gesundheit
Im April 2026 setzte sich Rostock mit der Umsetzung der Ersten Sportentwicklungsplanung auseinander. Der Fokus lag auf der Sicherstellung einer bedarfsgerechten und nachhaltigen Entwicklung der Sport- und Bewegungsstrukturen in der Hansestadt. Mit einer Sportaktivitätsquote von 86 % und einer breiten Partizipation aller Bevölkerungsgruppen zeichnet sich Rostock als Vorreiter in der kommunalen Sportpolitik ab.
Eine strategische Grundlage für die Sportentwicklung in Rostock
Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock hat im April 2026 die Erste Sportentwicklungsplanung beschlossen. Diese Planung dient als strategisches Steuerungsinstrument für die kommunale Sportpolitik und ist Teil eines zukunftsorientierten Ansatzes, um die Bewegungs- und Sportlandschaft der Stadt nachhaltig zu sichern und zu entwickeln. Die Planung basiert auf einer partizipativen Studie des Instituts für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO), in der sowohl städtische Akteure als auch Bürgerinnen und Bürger einbezogen wurden. Ziel ist es, die räumlichen, organisatorischen und kommunikativen Strukturen der Sportentwicklung zu optimieren.
Drei zentrale Handlungsfelder für die Sportentwicklung
Die Sportentwicklungsplanung gliedert sich in drei zentrale Handlungsfelder:
1. Zielgruppen-, Angebots- und Organisationsstrukturen
Die Planung legt den Fokus auf eine generationenübergreifende Sportentwicklung, insbesondere für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Dabei wird auch der Anteil von Menschen mit Behinderung berücksichtigt, die sich überdurchschnittlich an sportlichen Aktivitäten beteiligen. Zudem wird der Trend zu vereinsungebundenen Sportformen – etwa zwei Drittel der sportlichen Aktivitäten in Rostock – als Chance genutzt, um neue Angebote und Strukturen zu schaffen.
2. Kommunikation, Kooperation und Netzwerke
Die Einbindung von Vereinen, Schulen, Kitas und städtischen Institutionen ist ein entscheidender Erfolgsfaktor der Planung. Durch gezielte Kooperationen und Informationsveranstaltungen soll die Vielfalt der Sportangebote bekannter gemacht und zugänglicher gemacht werden. Die Eröffnung des Sportplatzes „Rote Erde“ im April 2026 ist dabei ein konkretes Zeichen für die Umsetzung dieser Strategie.
3. Räumliche Infrastruktur und Sportgelegenheiten
Zur Sicherstellung gut zugänglicher Sportflächen und -stätten wird eine Sportstättenentwicklungsplanung angestrebt. Dabei wird auch auf die Bedarfe in einzelnen Stadtteilen – wie etwa in Evershagen – eingegangen. Vereine, die aufgrund schlechter Zustände ihre Trainingsorte häufig wechseln müssen, erhalten in der Planung besondere Aufmerksamkeit. Die digitale Belegungsplattform http://sportstaetten.rostock.de wird als zentraler Punkt für die Organisation genutzt.
Langfristige Planung und finanzielle Sicherheit
Die Sportentwicklungsplanung ist auf einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren ausgelegt und wird regelmäßig aktualisiert. Die finanzielle Sicherheit ist in der Haushaltssatzung verankert, wodurch Investitionen in die Sportinfrastruktur und Sportförderung gesichert werden. Die Planung hat Auswirkungen auf Bereiche wie Sportstättenentwicklung, Sportförderung und Entgeltordnung, wobei diese Aspekte in separaten Entscheidungsprozessen behandelt werden.
Die aktuelle demografische Entwicklung – steigende Mitgliederzahlen bei Kindern und Jugendlichen sowie eine zunehmende Zahl älterer Menschen – wird aktiv in die Planung einbezogen. Zudem hat eine repräsentative Bürgerbefragung mit über 10.000 Teilnehmenden gezeigt, dass ein großer Anteil der Bevölkerung Interesse an mehr Bewegung hat. Dieses Potenzial wird in der Sportentwicklungsplanung aktiv genutzt.
Blick in die Zukunft
Die Erste Sportentwicklungsplanung Rostocks markiert einen Meilenstein in der kommunalen Sportpolitik. Mit einer sportlichen Aktivitätsquote von 86 %, deutlich über dem Bundesdurchschnitt, und einer breiten Partizipation aller Bevölkerungsgruppen hat Rostock ein hohes Maß an Bewegungskultur bewiesen. Die Umsetzung der Planung wird in den nächsten Jahren entscheidend sein, um diese Strukturen zu erhalten und weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse der Planung sind in einem Abschlussbericht und einer Zusammenfassung dokumentiert und bilden die Grundlage für zukünftige Entscheidungen und Investitionen.
Quellen
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