Rostock und die Zukunft der legalen Graffiti-Flächen
Im April 2026 beschäftigt sich Rostocks Kulturausschuss intensiv mit der Prüfung zusätzlicher „Legal Walls“ zur Eindämmung illegaler Graffiti. Der Fokus liegt auf kreativer Freiräume im öffentlichen Raum, die gleichzeitig Vandalismus vorbeugen sollen.
Die Suche nach neuen „Legal Walls“ in Rostock
Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock steht im April 2026 vor einer wichtigen Entscheidung: Der Kulturausschuss plant am 30. April 2026 eine Sitzung, in der die Prüfung zusätzlicher Legal Walls zur Eindämmung illegaler Graffiti auf der Tagesordnung steht. In den letzten Jahren hat sich die Stadt bereits mit der Thematik auseinandergesetzt, doch die Anzahl der legalen Graffiti-Flächen bleibt gering – eine Situation, die nun neu bewertet werden soll.
Hintergrund: Illegale Graffiti als Problem und Potenzial
Illegale Graffiti sind in Rostock nicht nur ein optisches Problem, sondern verursachen auch hohe Reinigungs- und Instandhaltungskosten. Zudem beeinträchtigen sie das Stadtbild und können in der Öffentlichkeit Unmut auslösen. Gleichzeitig zeigt sich, dass kreative Gestaltung öffentlicher Räume durch gesteuerte Projekte wie die Legal Walls Vandalismus vorbeugen und Bevölkerungsgruppen wie Jugendliche ein positives Angebot im öffentlichen Raum machen können.
Der Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung (KOE) hat bereits Erfahrungen mit künstlerischen Gestaltungsprojekten gesammelt und betreibt die Informationsplattform www.graffiti-in-rostock.de, die die bestehenden Flächen übersichtlich darstellt. Diese Erfolge zeigen, dass auch in Rostock ein strukturierter Umgang mit kreativer Subkultur möglich ist.
Finanzierung und politische Rahmenbedingungen
Neben der reinen Planung und Prüfung von Flächen ist auch die finanzielle Umsetzung ein entscheidender Faktor. Im Rahmen der Mecklenburg-Vorpommernsweiten Infrastrukturinvestitionen erhält Rostock einen Sockelbetrag von 50.000 EUR sowie spezifische Mittel für Kulturprojekte. Darüber hinaus ist im Rahmen des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität ein Projektbudget für kulturelle Initiativen vorgesehen.
Die Oberbürgermeisterin hat die Aufgabe, in Absprache mit städtischen Unternehmen und Gremien Vorschläge für Investitionsvorhaben auszuarbeiten. Diese können kulturelle Projekte wie Legal Walls beinhalten, wobei auch die Umsetzung des MV-Plans 2035 im April 2026 thematisch angesprochen wird.
Ausblick: Ein neues Kapitel für kreative Stadtgestaltung
Die Entscheidung über zusätzliche Legal Walls könnte einen Meilenstein in der kulturellen Entwicklung Rostocks markieren. Sie ist nicht nur ein Schritt zur Eindämmung von Vandalismus, sondern auch ein Angebot an die kreative Jugend, sich legal und künstlerisch im öffentlichen Raum auszudrücken. Die Prüfungsergebnisse, die bis spätestens Ende 2026 vorgelegt werden sollen, werden entscheidend sein für die Zukunft der kreativen Stadtgestaltung in Rostock.
Quellen
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