Werder (Havel): Monatsrückblick Februar 2026 – Haushalt, Planung und Kultur
In diesem Monatsblog von Werder (Havel) blicken wir auf die wichtigsten Entscheidungen im Februar 2026 zurück: Haushalt 2026, Bebauungsplanverfahren, Kulturthemen und mehr – alles in einer klaren, übersichtlichen Übersicht.
Die entscheidenden Themen des Monats
- Der Haushalt 2026 wurde in mehreren Gremien beraten und schließlich in der Stadtverordnetenversammlung geändert beschlossen.
- Der Bebauungsplan 078/25 „Südlicher Scheunhornweg“ wurde aufgrund fehlender Vorbereitung zurückgestellt.
- In der Stadtverordnetenversammlung wurden mehrere Beschlüsse zur Kultur, Sozialen Angelegenheiten und Sport gefasst.
- Der Ausschuss für Finanzen und Wirtschaft beschloss mehrere Grundstücksgeschäfte und stimmte zur Hundesteuersatzung ab.
- Die Flächennutzungsplan 2020 und 2040 wurden in der Stadtentwicklung beschlossen.
Haushalt 2026: Mehrheitliche Zustimmung trotz kontroverser Diskussionen
Der Haushalt der Stadt Werder (Havel) für das Jahr 2026 war im Februar 2026 ein zentrales Thema aller kommunalen Gremien. In mehreren Ortsbeiräten wie Bliesendorf, Derwitz, Glindow, Kemnitz, Petzow, Phöben, Plötzin und Töplitz wurde die Haushaltsvorlage BSVV/0334/26 zur Kenntnis genommen oder beschlossen. In der Stadtverordnetenversammlung wurde der Haushalt schließlich mit 25 Zustimmungen, 4 Ablehnungen und 2 Enthaltungen geändert beschlossen.
Die Abstimmungsergebnisse zeigen deutliche Meinungsverschiedenheiten, insbesondere bei einzelnen Punkten wie dem Beschluss zu 4. a), der mit 10 Zustimmungen, 19 Ablehnungen und 2 Enthaltungen mehrheitlich abgelehnt wurde. Ebenso wurde der Beschluss zu 4. b) mit 29 Zustimmungen und 2 Enthaltungen angenommen. Die Vorlage wurde unter Federführung von Joanna Lappe aus dem Fachbereich 2 bearbeitet und rechtliche Grundlagen wie die Gemeindeordnung (GemO) und Gemeindehaushaltsverordnung (GemHVO) als Verfahrensrahmen herangezogen.
Stadtentwicklung: Flächennutzungsplan 2020 und 2040 beschlossen
Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Infrastruktur tagte am 18. Februar 2026 und beschloss den Flächennutzungsplan 2020 und den Flächennutzungsplan 2040 jeweils ungeändert. Der Flächennutzungsplan 2020 wurde mit Zustimmungen von 6 Gremiumsmitgliedern und 3 Enthaltungen angenommen, der Flächennutzungsplan 2040 mit 5 Zustimmungen und 4 Enthaltungen.
Ein weiteres wichtiges Thema war der Bebauungsplan 078/25 „Südlicher Scheunhornweg“, der aufgrund der fehlenden Vorbereitung zur Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden gemäß § 3 Abs. 1 BauGB zurückgestellt wurde. Dies zeigt, dass die Stadt Werder (Havel) bei städtebaulichen Projekten auf Transparenz und Partizipation Wert legt.
Kultur und Soziales: Entscheidungen für die Zukunft
Im Ausschuss für Soziales, Bildung, Kultur, Sport und Tourismus wurden mehrere wichtige Beschlüsse gefasst. So wurde die Benennung der Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirates einstimmig beschlossen. Ebenso wurde der Antrag der Fraktion FREIE WÄHLER zur Nutzung des Brauchwasserwerks Glindow als Obstbaumuseum zur Prüfung beauftragt und einstimmig angenommen.
Der Antrag der Fraktion StadtMitGestalter zur Installation einer Waschmaschine in der Notunterkunft wurde hingegen mit 1 Zustimmung, 5 Ablehnungen und 1 Enthaltung abgelehnt, während ein weiterer Antrag zur Werbung auf Hundetoiletten mit 2 Zustimmungen und 5 Ablehnungen ebenfalls abgelehnt wurde. Positiv verlief hingegen der Antrag der Fraktion Freie Wähler zur barrierefreien Zuwegung zum Sportplatz Glindow, der einstimmig angenommen wurde.
Grundstücksgeschäfte und Finanzpolitik
Im Ausschuss für Finanzen und Wirtschaft wurden mehrere Grundstücksgeschäfte beschlossen. So wurde die Veräußerung des Grundstücks Gemarkung Alt-Töplitz, Flur 1, Flurstück 259/35 einstimmig beschlossen. Ebenso wurde die Veräußerung des Grundstücks Gemarkung Bliesendorf, Flur 10, Flurstück 206 mit 6 Zustimmungen, 3 Ablehnungen und 0 Enthaltungen beschlossen.
Die Hundesteuersatzung wurde hingegen mit 3 Zustimmungen, 4 Ablehnungen und 2 Enthaltungen abgelehnt, was zeigt, dass die Finanzpolitik in der Stadt weiterhin kontrovers diskutiert wird. Ebenso wurde die Verordnung zur Freigabe verkaufsoffener Sonn- und Feiertage 2026 mit 8 Zustimmungen, 1 Ablehnung und 0 Enthaltungen einstimmig empfohlen.
Überblick: Stadtentwicklung und Haushalt im Fokus
Die Februar-Sitzungen zeigen, dass die Stadt Werder (Havel) aktuell stark im Umbruch ist. Der Haushalt 2026 ist ein zentrales Thema, der sowohl als Finanzrahmen als auch als Ausdruck kommunaler Prioritäten dient. Gleichzeitig wird bei städtebaulichen Projekten wie dem Bebauungsplan 078/25 auf Transparenz und Partizipation Wert gelegt. In der Kultur- und Sozialpolitik wird hingegen deutlich, dass die Stadt versucht, bürgernah zu handeln – auch wenn nicht alle Anträge auf Zustimmung stoßen.
Fazit und Ausblick
Der Februar 2026 war in Werder (Havel) ein Monat der Entscheidungen. Der Haushalt 2026 wurde beschlossen, städtebauliche Projekte wurden vorbereitet, und in der Kulturpolitik wurde nach neuen Impulsen gesucht. Die nächsten Monate werden zeigen, wie die beschlossenen Maßnahmen umgesetzt werden und welche Auswirkungen sie auf das Leben der Bürgerinnen und Bürger haben. Für die Stadt ist klar: Transparenz, Partizipation und bürgernahes Handeln bleiben zentrale Säulen der kommunalen Politik.
Quellen
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