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Stadtwerder aktuell – März 2026

Stadtwerder aktuell – März 2026

Eine Zusammenfassung der wichtigsten politischen Entscheidungen und Entwicklungen in der Stadt Werder (Havel) im März 2026.

Die wichtigsten Entscheidungen im März

Was diesen Monat wichtig war

  • Jugendliche haben mehr Mitsprache: Der Kinder- und Jugendbeirat wurde neu besetzt, was mehr Beteiligung junger Menschen in der Stadtentwicklung verspricht.
  • Haushaltssicherheit steht im Fokus: Der Haushalt für 2026 wurde mehrheitlich abgelehnt, was Vorsicht bei Investitionen und Ausgaben zeigt.
  • Zweitwohnungssteuer wird erhöht: Ein einstimmig angenommener Antrag bringt mehr Einnahmen aus Ferienwohnungen.
  • Neue Regelungen für Hunde: Die Hundesteuersatzung wurde geändert, was für Hundehalter neue Anforderungen und Verpflichtungen mit sich bringt.
  • Kultur und Festivals in Glindow: Das Ortsteilkonzept wurde beschlossen, und die Vorbereitungen für die Kirsch- und Ziegelfest laufen.
  • Grundstücksgeschäfte entsiegelt: Zahlreiche Immobilien wurden genehmigt, darunter die Veräußerung ehemaliger Kitagelände.

Jugendbeteiligung und Ehrenamt stärken

Im März 2026 wurde der Kinder- und Jugendbeirat neu besetzt. Die einstimmige Zustimmung im Hauptausschuss und später in der Stadtverordnetenversammlung unterstreicht die Bedeutung, jugendliche Stimmen in politischen Prozessen zu hören. Darüber hinaus wurde die Satzung zur Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Protokollanten beschlossen. Diese Regelung ist ein weiterer Schritt, um ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitik zu honorieren und zu fördern.

Haushalt und Steuerpolitik

Der Haushaltsplan für 2026 stieß auf Widerstand. In der Stadtverordnetenversammlung wurde er mit 6 Zustimmungen, 21 Ablehnungen und 4 Enthaltungen mehrheitlich abgelehnt. Dies zeigt, dass die finanzielle Planung der Stadt für das laufende Jahr noch nicht auf breiter Zustimmung basiert. Ein weiteres Thema war die Zweitwohnungssteuer, deren Erhöhung einstimmig beschlossen wurde. Dieses Signal ist deutlich: Die Stadt möchte mehr Einnahmen aus Ferienwohnungen generieren, um die kommunale Kasse zu stärken.

Hunde und Ordnung: Neue Regelungen

Die Hundesteuersatzung wurde im Hauptausschuss geändert. Mit 7 Zustimmungen, 1 Ablehnung und 1 Enthaltung wurde die neue Satzung verabschiedet. Diese Änderungen könnten beispielsweise die Steuerbemessung präzisieren oder neue Pflichten für Halter schaffen. Zudem wurde die Ordnungsbehördliche Verordnung zur Freigabe verkaufsoffener Sonn- und Feiertage geändert. Mit 7 Zustimmungen und 2 Ablehnungen wurde entschieden, an welchen Sonn- und Feiertagen Händler öffnen dürfen – ein Thema, das direkt Einfluss auf das lokale Handeln und die Wirtschaft hat.

Kultur und Ortsteilentwicklung in Glindow

Im Ortsteil Glindow wurde das Ortsteilkonzept mit Änderungen einstimmig angenommen. Dieses Dokument legt Prioritäten für die Entwicklung des Ortsbezirks fest. Zudem wurde ein Nutzungskonzept für das Gemeindezentrum vorgestellt, das in den nächsten Sitzungen konkretisiert werden soll. Eine weitere Diskussion betraf die Kirsch- und Ziegelfest, bei der der aktuelle Planungsstand vorgestellt, aber keine endgültigen Entscheidungen getroffen wurden.

Immobilien und Flächennutzung entschieden

Im März wurden mehrere Grundstücksgeschäfte genehmigt. Dazu zählen die Veräußerung des ehemaligen Kita-Geländes in Werder (Havel), sowie Grundstücke in Bliesendorf und Alt-Töplitz. Die letztere wurde mit einer Variante mehrheitlich empfohlen. Darüber hinaus wurde der Flächennutzungsplan 2040 mehrheitlich angenommen. Dieser Plan ist ein zentraler Leitfaden für die zukünftige Stadtentwicklung und legt fest, wie Flächen genutzt werden dürfen.

Trends und Tensions: Bürgerbeteiligung im Fokus

Ein spannendes Bild zeigt sich bei der Beteiligung der Ortsbeiräte an Themen wie Wiedervernässung und Photovoltaik-Anlagen. Der entsprechende Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt – ein Hinweis darauf, dass die Zuständigkeiten und Rollen im kommunalen Gremium noch nicht vollständig geklärt sind. Gleichzeitig zeigt sich aber auch ein Wille, zukunftsweisende Projekte wie das Obstbaumuseum in Glindow zu fördern. Dieser Vorschlag wurde geändert einstimmig angenommen und könnte ein kulturelles Highlight in der Region werden.

Fazit und Ausblick

Der März 2026 war in der Stadt Werder (Havel) geprägt von klaren Entscheidungen auf breiter Front. Jugendliche und Ehrenamtliche wurden stärker in die politischen Prozesse eingebunden. Gleichzeitig gab es deutliche Abstimmungskonflikte, insbesondere im Haushaltsbereich. Die Erhöhung der Zweitwohnungssteuer ist ein klares Signal für mehr finanzielle Sicherheit, während die Ablehnung des Haushalts auf Skepsis hinsichtlich der Ausgabenpolitik hindeutet. In den Ortsteilen wie Glindow ist die Kultur- und Festveranstaltungsarbeit in Bewegung, und die Flächennutzung für die Zukunft ist ein entscheidender Meilenstein für die Stadtentwicklung.

Im April wird es spannend, wie die weiteren Gremien die beschlossenen Maßnahmen umsetzen und ob der Haushalt nach einer Überarbeitung doch noch Zustimmung findet.

Quellen

Sitzung

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