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Governance und Verwaltung in Werder (Havel): Schlüsselentscheidungen im März 2026

Governance and Administration 📍 Werder · Brandenburg
Governance und Verwaltung in Werder (Havel): Schlüsselentscheidungen im März 2026

Im März 2026 standen in der Stadt Werder (Havel) zahlreiche Entscheidungen im Bereich Governance und Verwaltung im Fokus. Aus den Sitzungen des Hauptausschusses, der Stadtverordnetenversammlung und der Ortsbeiräte ergaben sich wichtige Impulse für die Zukunft der Stadt.

Governance und Verwaltung: Die zentralen Entscheidungen in Werder (Havel) im März 2026

Die Stadt Werder (Havel) hat sich im März 2026 auf mehreren Ebenen intensiv mit Governance- und Verwaltungsfragen auseinandergesetzt. In öffentlichen Sitzungen des Hauptausschusses, der Stadtverordnetenversammlung und zahlreicher Ortsbeiräte wurden grundlegende Entscheidungen getroffen, die die Entwicklung der Kommune in den nächsten Jahren prägen werden.

Flächennutzungsplan 2040: Eine kontroverse aber entscheidende Zukunftsvision

Eines der zentralen Themen war die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes 2020, der bis 2040 reiche. Der Plan wurde in der Stadtverordnetenversammlung am 19. März 2026 mit 28 Zustimmungen, 2 Ablehnungen und 1 Enthaltung beschlossen. Zwar lehnten mehrere Ortsbeiräte wie Bliesendorf, Kemnitz und Phöben den Plan ab, doch die übergeordnete Entscheidung setzte sich durch.

Der Flächennutzungsplan 2040 ist eng verknüpft mit dem Landschaftsplan, der parallel fortgeschrieben wurde. In der öffentlichen Beteiligung wurden mehr als 600 Seiten Stellungnahmen eingebracht. Kritik gab es vor allem zu PV-Anlagen auf Äckern, möglichen Auswirkungen auf Trinkwasser, Biodiversität und Vogelflug. Diese Bedenken wurden zwar zur Kenntnis genommen, aber nicht in den Plan aufgenommen.

Zugleich wurde ein Grundsatzbeschluss gefasst, die Ortsbeiräte bei der Planung von Moorwiedervernässungen und Sonderflächen für Photovoltaik-Anlagen einzubeziehen. Dies spiegelt das Bemühen nach stärkerer lokaler Beteiligung wider.

Haushalt 2026: Ein starker politischer Diskurs

Der Haushalt 2026 war ein weiteres zentrales Thema. In mehreren Ausschüssen und Ortsbeiräten wurde der Haushalt beraten, wobei es in der Stadtverordnetenversammlung zu starken Differenzen kam. In einigen Punkten wurde der Haushalt mehrheitlich abgelehnt, was auf politische Spannungen und finanzielle Kritik hinweist.

Der Haushalt wird auch durch die neue Hundesteuersatzung beeinflusst, die im März 2026 beschlossen wurde. Die alte Satzung vom Jahr 2001 wurde aufgehoben, und eine neue Regelung trat an ihre Stelle. Die Einnahmen aus der Steuer sollen sich im Haushalt mit einem Plus von 51.000 Euro widerspiegeln.

Ehrenamtliche Protokollanten und Jugendbeteiligung

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Beteiligung der Bürger. Die Stadt hat eine Satzung zur Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Protokollanten beschlossen, um die Dokumentation öffentlicher Sitzungen zu verbessern. Dies ist ein Schritt zur Stärkung der Transparenz in der Kommunalpolitik.

Gleichzeitig wurde auch die Einführung eines Kinder- und Jugendbeirates beschlossen. 13 Bewerbungen wurden ausgewertet, und aus den Bewerbern wurden Mitglieder benannt, die nun offiziell ihre Arbeit aufnehmen. Der Beirat besteht aus Jugendlichen, die mindestens die 6. Klasse besuchen und unter 21 Jahren sind. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre (2026–2027).

Verkaufsoffene Tage und Grundstücksgeschäfte

Ein weiteres Thema war die Verordnung zur Freigabe verkaufsoffener Sonn- und Feiertage 2026, die in der Stadtverordnetenversammlung geändert beschlossen wurde. Die Regelung erlaubt bis zu fünf Ausnahmen im Jahr für besondere Ereignisse wie das Stadtfest oder den Weihnachtsmarkt.

Zudem wurden mehrere Grundstücksgeschäfte beraten und beschlossen. So wurde ein Flurstück in Alt-Töplitz öffentlich veräußert, während ein weiteres Grundstück in Bliesendorf ausgeschrieben wurde. Die Verkäufe sind Teil der Haushaltskonsolidierung 2026.

Governance-Struktur und Prozesse

Die Entscheidungsfindung erfolgte in einer klaren Gremienstruktur: Ausschüsse für Finanzen, Stadtentwicklung, Soziales und andere Themen berieten Vorschläge, die dann in der Stadtverordnetenversammlung abgestimmt wurden. Die öffentliche Sichtbarkeit war hoch, und die Sitzungsunterlagen sind über das Ratsinformationssystem online einsehbar.

Die Federführung lag oft bei Fachbereich 4 (Flächennutzung, Planung) und Fachbereich 2 (Finanzen, Haushalt). Bearbeiterinnen wie Anja Lamp und Joanna Lappe standen für die Vorlagen und Vorbereitungen.

Fazit: Eine Stadt in Bewegung

Die Entscheidungen des März 2026 zeigen, dass Werder (Havel) sich aktiv in Richtung einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung bewegt. Die Flächennutzung, die Haushaltsplanung und die Beteiligung der Bürger – insbesondere der Jugend – sind zentrale Themen, die die Kommune in den nächsten Jahren prägen werden.

Quellen

Sitzung

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