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Cottbus im Fokus: Stadtentwicklung und Bauplanung im März 2026

Cottbus im Fokus: Stadtentwicklung und Bauplanung im März 2026

Im März 2026 setzte Cottbus wichtige Impulse in der Stadterneuerung, Bauplanung und Quartiersentwicklung. Mit Erhaltungssatzungen, Bebauungsplanungen und dem BauTurbo-Gesetz wird die Zukunft der lausitzischen Landeshauptstadt gestaltet – unter Berücksichtigung von Bürgerbeteiligung und Klimaschutz.

Cottbus baut Zukunft: Stadtentwicklung im März 2026

Im März 2026 stand in Cottbus die Stadtentwicklung im Mittelpunkt. Mit der Verabschiedung von Erhaltungssatzungen, der Einführung des BauTurbo-Gesetzes und der Planung neuer Quartiere setzte die Stadt entscheidende Weichen für ihre städtebauliche Zukunft. Die Entwicklungen zeigen einen klaren Fokus auf Nachhaltigkeit, Bürgerbeteiligung und den Ausbau der Infrastruktur – vor allem im Rahmen des Lausitz Science Parks und in den Quartieren der Altstadt und Vorstädte.

Erhaltungssatzungen als Schutzschild für das Stadtbild

Ein zentraler Punkt der städtebaulichen Arbeit in Cottbus war die Verabschiedung von Erhaltungssatzungen. Die Erhaltungssatzungen „Innere Nordvorstadt“ und „Innere Südvorstadt“ sowie die Gestaltungssatzung für die Altstadt Cottbus dienen der Sicherung des historischen und städtebaulichen Erscheinungsbildes. Sie regeln zukünftige Änderungen an Gebäuden und Erschließungen und schaffen klare rechtliche Grundlagen für die Gestaltung des Stadtraums.

Zum Schutz des Stadtbildes wurde zudem ein Vorkaufsrecht gemäß § 24 BauGB eingeräumt. Dies ermöglicht der Stadt, bei Verkäufen innerhalb des Geltungsbereichs der Erhaltungssatzung priorisiert einzukaufen. Die Satzungen wurden nach intensiver Öffentlichkeitsbeteiligung verabschiedet, wobei Bürgervereine wie die Gruppen aus Schmellwitz, Mitte und Ströbitz aktiv beteiligt waren.

BauTurbo-Gesetz beschleunigt den Wohnungsneubau

Um die dringend benötigte Wohnraumversorgung voranzutreiben, setzte Cottbus auf das BauTurbo-Gesetz, das im Jahr 2025 eingeführt wurde. Im März 2026 wurde ein Grundsatzbeschluss zur Anwendung des Gesetzes gefasst, der befristet auf zwölf Monate läuft.

Das BauTurbo-Gesetz ermöglicht eine beschleunigte Bearbeitung von Bauplanverfahren, wodurch Projekte schneller umgesetzt werden können. In Cottbus wird das Verfahren parallel zu regulären B-Plan-Verfahren durchgeführt, wobei nicht alle Projekte den regulären Weg über den Bauausschuss gehen müssen. Dies ist vor allem in einem stärker bebauten Stadtgebiet wie Cottbus von Vorteil, wo viele Projekte parallel angemeldet werden.

Der Lausitz Science Park baut auf

Ein weiterer Schwerpunkt der städtebaulichen Arbeit lag auf dem Lausitz Science Park. Im März 2026 wurden Bebauungspläne für drei Quartiere innerhalb des Science Parks verabschiedet: das Nachbarschaftsquartier, das Innovationsquartier und der Bildungscampus. Diese Quartiere sollen modern, nachhaltig und umweltfreundlich gestaltet werden, mit einem Fokus auf Bildung, Forschung und Innovation.

Ein zentrales Element ist der Bebauungsplan N/38/125-4, der für ca. 4,9 ha im Stadtteil Ströbitz gilt. Ziel ist die Entwicklung eines neuen Wohnquartiers mit ca. 1.100 Wohneinheiten, verbunden mit der Sicherung von Kindergarten- und Schulpflichtplätzen. Ein zentraler Grünzug mit Parks, Retentionsflächen und Aufenthaltsräumen ist ebenfalls geplant. Die Kleingartenanlagen „Am Mühlberg“ und „Roseneck“ sind zwar betroffen, aber erst ab 2029 in Anspruch genommen.

Bürgerbeteiligung und Transparenz als Erfolgsfaktor

Auch wenn nicht jede Baumaßnahme öffentlichkeitsbeteiligt werden kann, setzt Cottbus stark auf Transparenz und Dialog. So wurden die Bürgervereine aus Ströbitz, Schmellwitz und Mitte aktiv in die Planung einbezogen. Der Ortsbeirat Groß Gaglow wurde über den Bebauungsplan für die Chausseestraße informiert und hat Gelegenheit zur Stellungnahme.

Die Verwaltung betont, dass die Beteiligung nicht nur formell, sondern auch inhaltlich erfolgt. Dies ist besonders wichtig in sensiblen Quartieren wie der Altstadt oder bei Projekten mit hohem sozialem Impact. Die Berichtspflicht für BauTurbo-Projekte innerhalb von drei Monaten und die Berichte im Bauausschuss unterstreichen die Transparenz der Prozesse.

Ausblick: Cottbus als Modellstadt der Zukunft

Die Maßnahmen im März 2026 zeigen, wie Cottbus sich als Modellstadt der Zukunft positioniert: mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit, Innovation und Bürgerbeteiligung. Die Erhaltungssatzungen schützen das kulturelle Erbe, der Lausitz Science Park schafft neue Impulse für Wirtschaft und Bildung, und das BauTurbo-Gesetz beschleunigt den notwendigen Wohnungsneubau.

In den kommenden Monaten wird es besonders spannend beobachten, wie sich diese Projekte in die Realität übersetzen – und ob Cottbus mit dieser Politik einen nachhaltigen Weg in die Zukunft findet.

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