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Nürnberg baut um – Fokus auf Feuerwehr, Schulzentren und Stadionumbau im Februar 2026

📍 Nuernberg · Bayern
Nürnberg baut um – Fokus auf Feuerwehr, Schulzentren und Stadionumbau im Februar 2026

Im Februar 2026 hat Nürnberg mehrere bedeutende Entscheidungen im Bereich der Stadtentwicklung getroffen. Der Bau- und Vergabeausschuss sowie der Werkausschuss Frankenstadion Nürnberg (FSN) beschäftigten sich mit Sanierungen, Neubauprojekten und Planungsfragen. Der Deep-Dive beleuchtet die wichtigsten Entwicklungen.

Sanierungen und Neubauten im Fokus

Im Februar 2026 standen in Nürnberg mehrere wichtige Bauvorhaben im Mittelpunkt. Der Bau- und Vergabeausschuss traf Entscheidungen zu Feuerwehrgerätehäusern, der Sanierung historischer Gebäude sowie zu großen Bildungsprojekten. Zudem wurde der Stadionumbau in der Diskussion.

Feuerwehrgerätehäuser: Sanierung und Modernisierung

Im Bau- und Vergabeausschuss wurden mehrere Sanierungs- und Neubauprojekte für Feuerwehrgerätehäuser genehmigt. Die Freiwilligen Feuerwehren in Gartenstadt, Worzeldorf und Kornburg erhielten neue oder modernisierte Gebäude, die den heutigen Anforderungen entsprechen.

  • Gartenstadt: Der Neubau kostete insgesamt 6,22 Millionen Euro. Die Kostensteigerung lag bei 29 %, was vor allem auf die Indexanpassung und externe Faktoren wie die Pandemie und den Krieg in der Ukraine zurückzuführen ist. Zudem wurde die Geschlechtertrennung in Sanitärbereichen umgesetzt.

  • Worzeldorf: Die Gesamtkosten betrugen 3,48 Millionen Euro, wobei der Nachtragsobjektplan 650.778 Euro umfasste. Der Umbau schloss auch die Errichtung eines zweiten Rettungsweges und die Modernisierung der Sanitäranlagen ein.

  • Kornburg: In diesem Projekt entstanden zusätzliche 747.717 Euro an Kosten. Neben der Sanierung und dem Anbau war auch die Barrierefreiheit ein zentrales Thema. Die Kostensteigerungen wurden durch Finanzmittel aus verschiedenen Mittelfristplan-Fortschreibungen abgedeckt.

Schulzentrum Südwest: Großprojekt mit langfristigen Folgen

Eines der größten Bauprojekte in Nürnberg ist der Neubau des Schulzentrums Südwest in der Pommernstraße. Das bestehende Gebäude, das nach 45 Jahren nicht mehr genügend Platz bot, wird durch einen modernen Neubau ersetzt. Das neue Schulzentrum wird Platz für 2.475 Schülerinnen und Schüler bieten.

Die Gesamtkosten des Projekts betrugen 219,76 Millionen Euro, wobei die Kostenentwicklung von 15 % gegenüber dem Projekt-Freeze zu verzeichnen war. Der zweite Nachtragsobjektplan wurde im Februar 2026 genehmigt, um Inflationsschübe und andere Mehrkosten abzusichern. Die Finanzierung ist über die Mittelfristplan-Fortschreibung 2026 gesichert, und es gibt keine Auswirkungen auf den Stellenplan oder Diversity-Aspekte.

Sanierung des Marientorzwingers: Kostensteigerungen durch unvorhergesehene Herausforderungen

Die Sanierung des nördlichen Marientorzwingers mit Umfeld war ein weiteres zentrales Projekt. Die Gesamtkosten betrugen 4,15 Millionen Euro, was um 1,07 Millionen Euro über den ursprünglichen Plan lag. Die Gründe für die Mehrkosten waren vielfältig:

  • Eine Kostensteigerung um 20,9 % aufgrund des Baupreisindex (625.955 Euro).
  • Unerwartete Aufwendungen durch Asbest-Fund, fehlendes Fundament und baurechtliche Einschränkungen (445.790 Euro).

Die Mittel aus der Städtebauförderung wurden von 1,96 Millionen auf 2,81 Millionen Euro erhöht, und der Eigenanteil der Stadt stieg von 1,04 Millionen auf 1,35 Millionen Euro. Die Maßnahme war bereits im Oktober 2021 genehmigt worden und ist unter der MIP-Nr. 1031 im Haushalt aufgenommen.

Frankenstadion Nürnberg: Identität im Umbau

Der Umbau des Max-Morlock-Stadions stand im Fokus der Diskussion im Werkausschuss Frankenstadion Nürnberg. Die Identität des Stadions soll durch zwölf identitätsstiftende Merkmale erhalten bleiben. Die achteckige Grundform und die denkmalgeschützte Fassade sind dabei besonders wichtig. Das Planungsbüro asp Architekten GmbH wurde beauftragt, die Vorplanung zu übernehmen. Die Identitätsdokumentation soll als Grundlage für zukünftige Planungs- und Entscheidungsprozesse dienen.

Ausblick

Die Entscheidungen im Februar 2026 zeigen, wie stark Nürnberg auf Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Sicherheit ausgerichtet ist. Die steigenden Baukosten aufgrund von Indexanpassungen und unvorhergesehenen Herausforderungen stellen eine ständige Belastung dar. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Stadt bereit ist, diese Herausforderungen durch flexible Finanzierung und Planung zu bewältigen. Der Stadionumbau ist zudem ein weiteres Signal für die Zukunftsfähigkeit und Identität der Stadt.

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