Mobilität in Nürnberg: März 2026 – Schwerpunkte im Verkehrsausschuss
Im März 2026 setzte sich der Verkehrsausschuss Nürnbergs intensiv mit der Zukunft der Mobilität in der Stadt auseinander. Radverkehr, barrierefreie Infrastruktur, Elektromobilität und die Erweiterung des Schienennetzes standen im Fokus. Ein Überblick über die wichtigsten Entscheidungen und Entwicklungen.
Mobilität in Nürnberg: März 2026 – Schwerpunkte im Verkehrsausschuss
Die Mobilität in Nürnberg ist in Bewegung. Der März 2026 brachte zahlreiche Entscheidungen und Planungen, die den Verkehrsfluss, die Erreichbarkeit und die Nachhaltigkeit in der Stadt neu definieren. Im Mittelpunkt standen die Erweiterung des Radwegenetzes, die barrierefreie Gestaltung von Verkehrsbereichen sowie der Ausbau der Schienen- und Elektromobilität.
Radverkehr: Netzwerkerweiterung und Sicherheit
Ein zentraler Punkt im Verkehrsausschuss war das Radwegeplanungs- und Bauprogramm 2026. Ziel ist es, Lücken im Radwegenetz zu schließen und das Netz sicherer und komfortabler zu gestalten. So wurden beispielsweise Maßnahmen für die Eichendorffstraße beschlossen, wo der Radfahrstreifen zwischen Stadenstraße und Mörikestraße durchgängig und barrierefrei ausgebaut wird. In der Regensburger Straße wird der bestehende Gehweg für den Radverkehr freigegeben, um die Infrastruktur für Radfahrende zu verbessern.
Auch in der Kreuzsteinstraße und der Nerzstraße finden umfassende Maßnahmen statt: Gehwege werden breiter, Stellplätze für Autos reduziert, und neue Radabstellmöglichkeiten entstehen. Diese Maßnahmen folgen dem Ziel, den Radverkehr zu fördern und gleichzeitig den öffentlichen Raum nachhaltig zu gestalten.
Barrierefreie und sichere Mobilität
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Schulwegsicherheit in Bereichen wie der Pirckheimerstraße und am Spittlertorgraben. Tempo-30-Zonen sollen eingerichtet werden, um die Sicherheit von Kindern auf dem Schulweg zu erhöhen. Ebenfalls beschlossen wurde der barrierefreie Umbau der Bushaltestelle Zerzabelshof Mitte in der Waldluststraße. Hier wird die Haltestelle an den Fahrbahnrand verlegt und mit einem höheren Bordstein ausgestattet, um den Zugang für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zu verbessern.
Auch im U-Bahnhof Hasenbuck wird ein zweiter Aufgang gebaut, um brandschutztechnische Vorschriften zu erfüllen und die Erschließung des Bahnhofs zu verbessern. Dies ist insbesondere für den neuen Stadtteil Lichtenreuth von Bedeutung.
Schienen- und Elektromobilität: Zukunft der Mobilität
Der Verkehrsausschuss beschloss zudem die Entwurfsplanung für die Stadt-Umland-Bahn (StUB) und eine parallele Radschnellverbindung (RSV) zwischen Nürnberg und Erlangen. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Konzepts, um die Verknüpfung zwischen Stadt und Umland zu verbessern. Die Planfeststellung wird 2026 bei der Regierung von Mittelfranken beantragt.
Zum Thema Elektromobilität wurde beschlossen, den Rahmenvertrag mit N-ERGIE zum Aufbau von Ladesäulen nicht zu verlängern. Stattdessen sollen wettbewerbsoffene Einzelfallentscheidungen für sinnvolle Standorte im öffentlichen Raum getroffen werden. Dies spiegelt den Wandel in der Elektromobilität wider, bei dem private Anbieter zunehmend eine Rolle spielen.
Ausblick: Mobilität in der Zukunft Nürnbergs
Die Entscheidungen des Verkehrsausschusses im März 2026 zeigen, dass Nürnberg auf dem Weg zu einer nachhaltigen, sicheren und multimodalen Mobilität ist. Die Schwerpunkte auf Radverkehr, barrierefreie Infrastruktur und den Ausbau der Schienen- und Elektromobilität sind Schritte in Richtung einer klimafreundlichen und verkehrsarmen Stadt. Gleichzeitig wird die digitale Erfassung des Radverkehrs weiterentwickelt, um Planungen zukünftig noch präziser gestalten zu können.
Mit dem Reporting 2025 zum Mobilitätsbeschluss und dem Radwegebauprogramm für 2026 hat die Stadt ein klares Ziel: mehr Menschen sollen sich für umweltfreundliche Verkehrsmittel entscheiden. Die Umsetzung dieser Pläne wird in den kommenden Jahren entscheidend sein für die Gestaltung der Mobilität in Nürnberg.
Quellen
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