Monatlich 3 Min. Lesezeit

Jugendpolitik in Nürnberg: Fokus auf Spielplätze, Jugendbildungsstätten und Teilhabe

Jugendpolitik in Nürnberg: Fokus auf Spielplätze, Jugendbildungsstätten und Teilhabe

Im Februar 2026 standen in Nürnberg wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Jugend am Programm. Der Jugendhilfeausschuss beschäftigte sich mit Spielplatzausbau, der Zukunft der Jugendbildungsstätte Burg Hoheneck und der Stärkung der demokratischen Jugendarbeit. Ein Überblick.

Jugendpolitik in Aktion: Was Nürnberg für junge Menschen plant

Die Stadt Nürnberg setzt sich nachhaltig für die Interessen junger Menschen ein. Im Februar 2026 standen mehrere zentrale Themen der Jugendpolitik im Fokus des Jugendhilfeausschusses. Von Spielplatzneuordnungen über die Zukunft der Jugendbildungsstätte Burg Hoheneck bis hin zur Stärkung der demokratischen Jugendarbeit – die Entscheidungen haben weitreichende Konsequenzen für die Lebenswelt junger Nürnbergerinnen und Nürnberger.

Spielplatz- und Spielhofmaßnahmen 2026–2029: Ein neues Konzept für die Stadtnutzung

Im Rahmen der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 26. Februar 2026 wurde ein umfassender Plan zur Neugestaltung, Erweiterung und Neubau von öffentlichen Spiel- und Sportflächen beschlossen. Die Verwaltung des Jugendamts koordiniert die Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Stadtbereichen wie dem Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR), den Bürgerämtern und dem Amt für Allgemeinbildende Schulen.

Die Gesamtkosten betragen 1.127.000 Euro, davon 1.028.000 Euro investiv und 99.000 Euro konsumtiv. Die Mittel sind aus dem Haushalt bereits abgesichert, und es gibt keine Auswirkungen auf den Stellenplan. Besonders hervorzuheben ist, dass die Planung explizit Diversity berücksichtigt und sich an alle Kinder und Jugendlichen in ihrer Unterschiedlichkeit richtet.

Zukunft der Jugendbildungsstätte Burg Hoheneck: Sanierung und Weiterentwicklung

Die Burg Hoheneck, eine zentrale Jugendbildungsstätte Nürnbergs, hat aufgrund baulicher und funktioneller Defizite einen dringenden Sanierungsbedarf. Der Jugendhilfeausschuss hat daher beschlossen, Planungen für eine umfassende Sanierung und Weiterentwicklung aufzunehmen. Ziel ist es, die Einrichtung barrierefrei, funktional und wirtschaftlich tragfähig zu gestalten, damit sie auch zukünftig für Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung nutzbar bleibt.

Die Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2024 legt nahe, dass grundlegende Sanierungen notwendig sind. Der Ausschuss betont zudem, dass die Nutzung öffentlicher und privater Fördermittel in Betracht gezogen werden soll, um die finanzielle Belastung des städtischen Haushalts zu reduzieren. Mit diesem Beschluss wird ein klares politisches Bekenntnis zur Jugendbildung in Nürnberg formuliert.

Demokratische Jugendarbeit stärken: Inklusion und Rechtebewusstsein im Fokus

Ein weiterer zentraler Punkt der Sitzung war der Beschluss zur Stärkung der demokratischen Jugendarbeit. Ziel ist es, junge Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit diskriminierungsfrei an der Jugendarbeit teilhaben zu lassen. Die Jugendarbeit soll dabei nicht nur Freizeitgestaltung bieten, sondern auch demokratische Grundhaltungen, Rechtebewusstsein und Selbstwirksamkeit fördern.

Der Jugendhilfeausschuss hat zudem das Papier „Nürnberger Kinder- und Jugendarbeit zeigt Haltung“ beschlossen, das als verbindliche Orientierung für die offene und verbandliche Jugendarbeit dienen soll. Die Grundsätze betonen, dass Jugendarbeit als unverzichtbare Infrastruktur für das Aufwachsen junger Menschen angesehen wird und einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Demokratie leistet.

Personelle Veränderungen: Diversität als zentraler Wert

Zur Sicherstellung einer diversen und repräsentativen Besetzung des Jugendhilfeausschusses wurden personelle Veränderungen beschlossen. Flavio Gambato (Nürnberger Integrationsrat) und Matthias Becker (Gleichstellungsstelle) wurden als beratende Mitglieder berufen, während Tamara Schönrock und Michelle Fowinkel-Sendlbeck in stellvertretende Funktionen wechseln. Diese Neubesetzung unterstreicht den Ansatz der Stadt Nürnberg, Diversität aktiv in politischen Gremien zu fördern.

Ausblick: Jugendpolitik als langfristige Investition

Die Entscheidungen des Jugendhilfeausschusses im Februar 2026 zeigen, dass Nürnberg auf langfristige Investitionen in die Jugend setzt. Mit der Neugestaltung von Spielplätzen, der Sanierung der Burg Hoheneck und der Stärkung der demokratischen Jugendarbeit wird deutlich, dass junge Menschen nicht nur als Zielgruppe, sondern als Mitgestalter der Stadtgesellschaft wahrgenommen werden.

Die nächsten Schritte liegen nun bei der Umsetzung. Die Verwaltung wird die Planungen vorantreiben, Fördermittel werden gesucht, und die Jugendarbeit wird mit neuen Grundsätzen gestärkt. Für die Zukunft der Stadt Nürnberg ist das eine Investition in die Zukunft ihrer Bewohnerinnen und Bewohner.

Quellen

Sitzung

Weitere Beiträge aus Nuernberg

Früher wissen. Früher handeln.

Erhalten Sie automatisch Alerts zu relevanten kommunalen Projekten – bevor Ihre Mitbewerber davon erfahren.

Jetzt kostenlos testen