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April 2026: Neue Wege in Wohnbau, Klimaschutz und Bildung

April 2026: Neue Wege in Wohnbau, Klimaschutz und Bildung

Im April 2026 hat die Stadt Nürnberg wichtige Entscheidungen für die Zukunft getroffen – von städtebaulichen Neubauten bis hin zu Klimaanpassungsmaßnahmen und Reformen in der Bildung. Hier ist der monatliche Rückblick.

Städtebau und Klimaschutz im Fokus

Wohnraum auf dem Ortsrand: Worzeldorf und Tiefes Feld

Im April wurde ein Meilenstein in der städtischen Planung erreicht. Der Bebauungsplan Nr. 4673 „Worzeldorf Ortsrand“ wurde beschlossen, der 149 Wohneinheiten, eine zweigruppige Kita, ein öffentliches Grünareal und einen Spielplatz vorsieht. Besonders hervorzuheben: 30 % der Wohnungen sind für den geforderten Wohnungsbau vorgesehen, was den sozialen Wohnungsmix sichert.

Ein weiterer Plan, Bebauungsplan Nr. 4445 B „Tiefes Feld Süd“, wurde ebenfalls verabschiedet. Die Planung blieb dabei weitgehend unverändert, nachdem keine kritischen Stellungnahmen vorlagen. Beide Projekte tragen zur langfristigen städtebaulichen Entwicklung bei und schaffen Lebensräume in der Region Nürnberg.

Klimaschutz: Trinkbrunnen, Hitze und Gewässer

Der Umweltausschuss beschloss im April neue Maßnahmen zur Klimaanpassung. Ein mobiles Trinkbrunnen-System wurde erworben, und Wasseruhren sollen in neuen Brunnen installiert werden, um den Wasserverbrauch zu messen und zu optimieren. Die Gesamtkosten hierfür belaufen sich auf 10.000 Euro.

Zudem wurde der Hitzeaktionsplan (HAP-akut) über vier Jahre evaluiert und in seiner saisonalen Ausrichtung optimiert. Der Schwerpunkt liegt künftig stärker auf Maßnahmen im Frühjahr, um Hitzeperioden schon vorzeitig zu mildern.

Im Bereich der Gewässerentwicklung wurde beschlossen, Freilegungspotenziale zu nutzen und Gewässerentwicklungskonzepte in zukünftige Planungsprozesse einzubinden. Dies ist ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz und den Hochwasserschutz in der Stadt.

Bildung: Neues Schwimmkonzept und Entgeltreform

Der Schulausschuss beschloss im April die Einführung eines neuen Entgeltmodells für das Institut für Pädagogik und Schulpsychologie (IPSN) und die Energie- und Umweltstation. Dieses Modell vereinfacht administrative Abläufe und sorgt für gerechtere Entgelte, unabhängig von personenbezogenen Merkmalen.

Zudem wurde ein neues Schwimmkonzept beraten, das die Schwimmunterrichtsangebote in der Stadt weiter professionalisieren und ausweiten soll. In der Beruflichen Oberschule Nürnberg (BON) wird zudem ein Projekt zur evidenzbasierten Schule fortgeführt, finanziert durch staatliche Lehrerwochenstunden.

Abfallwirtschaft und Verkehr: Kreislaufwirtschaft und Baumaßnahmen

Zirkuläres Kaufhaus: Pilotprojekt ab 2027

Der Werkausschuss der Abfallwirtschaft stimmte einem Pilotprojekt für ein „Zirkuläres Kaufhaus“ zu, das ab 2027 umgesetzt werden soll. Dieses Projekt zielt darauf ab, Abfälle in der Stadt noch gezielter und effizienter zu sortieren und wiederverwenden zu können. Dafür sind 1,0 Vollzeitstellen für die Leitung und 0,5 Vollzeitstellen für Marketing geplant.

Straßenbau und Brückensanierung

Im April wurden mehrere Baumaßnahmen beschlossen. Der Rückbau der Brückenbauwerke BW 1.076 und BW 1.188 in der Stadenstraße wurde einstimmig beschlossen. Die Gesamtkosten hierfür betragen 5,6 Millionen Euro.

Zudem wurde ein Objektplan für die Grunderneuerung der Landgrabenstraße beschlossen, mit Gesamtkosten von 4,13 Millionen Euro. Die Arbeiten beginnen Anfang 2027 und sollen bis Ende 2028 abgeschlossen sein.

Soziales und Jugend: Gleichstellung, Seniorenpolitik und digitale Chancen

Gleichstellungsaktionsplan und Seniorenpolitik

Der Sozialausschuss beriet über den Gleichstellungsaktionsplan 2024–2027 mit insgesamt 218 Maßnahmen, wovon 92 direkt zur Prävention und Bekämpfung von häuslicher Gewalt beitragen. Zudem wurde die Neufassung der Stadtseniorenratsatzung empfohlen, die das Stadtseniorenratssystem modernisiert und erweitert.

Jugendpolitik und digitale Inklusion

Der Jugendhilfeausschuss beschloss im April ein Pilotprojekt zur Weiternutzung von PCs in Kinder- und Jugendeinrichtungen. Über 60 Linux-PCs wurden bis März 2026 an 26 Einrichtungen ausgeliefert, um digitale Chancengleichheit zu fördern.

Zudem wurde die Kampagne „Nürnberg Digga!“ angestoßen, die in Kooperation mit dem Medienzentrum Parabol und dem Jugendamt läuft und Jugendliche stärker in die Stadtpolitik einbinden soll. Für die Öffentlichkeitsarbeit wurden 60.000 Euro bereitgestellt.

Überblick: Wo steckt die Stadt?

Die Entscheidungen im April 2026 zeigen ein klares Bild: Nürnberg investiert in klimafreundliche Städtebaukonzepte, soziale Gerechtigkeit und digitale Chancen für alle Altersgruppen. Gleichzeitig wird in der Verwaltung darauf geachtet, dass die finanzielle Stabilität auch in der Zukunft gewährleistet bleibt – sei es durch Personalmaßnahmen oder durch Investitionen in Infrastruktur.

Die Stadt hat sich in diesem Monat als gestaltende Kraft gezeigt, die auf Nachhaltigkeit, Inklusion und Innovation setzt. Mit dem Klimabeirat, neuen Wohnbauprojekten und der Digitalisierung in der Jugendhilfe wird Nürnberg auch in den kommenden Jahren für seine Bürger*innen ein lebenswertes Zuhause bleiben.

Ausblick: Mai 2026

Im Mai stehen weitere Entscheidungen an, insbesondere im Bereich der Haushaltsplanung 2027 und der Förderung von Kulturprojekten. Zudem wird der Klimabeirat seine Arbeit aufnehmen, was eine weitere Stärkung der Klimapolitik in der Stadt bedeutet.


Quellen

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