Jugendpolitik in Nürnberg: Ausblick, Nachhaltigkeit und digitale Chancen im April 2026
Im April 2026 standen in Nürnberg wichtige Entscheidungen und Initiativen zu Jugendpolitik im Fokus. Der Jugendhilfeausschuss reflektierte die vergangene Ratsperiode, stellte Pläne für die Zukunft vor und setzte Impulse für Nachhaltigkeit und digitale Chancen in Jugendorganisationen.
Jugendpolitik in Nürnberg: Schlussfolgerungen und neue Wege
Die Stadt Nürnberg hat sich in den letzten Jahren als Vorreiter im Bereich Jugendpolitik etabliert. Im April 2026 standen zahlreiche Entscheidungen und Initiativen an, die die Zukunft der Jugendförderung in der Stadt prägen. Der Jugendhilfeausschuss (JHA) diskutierte dabei nicht nur personelle Veränderungen, sondern auch künftige Projekte wie „Nürnberg Young City“ und die Weiternutzung von IT-Hardware in Jugendorganisationen.
## Bilanz der Ratsperiode und personelle Neuausrichtung
Im April 2026 fand eine entscheidende Sitzung des Jugendhilfeausschusses statt, bei der sowohl die Bilanz der Ratsperiode 2020–2026 gezogen als auch personelle Änderungen bekanntgegeben wurden. Die neue Zusammensetzung des JHA für die Periode 2026–2032 wird stärker auf Diversität und Expertise aus der Praxis setzen. So wurde beispielsweise Frau Luise Fuhrmann vom Bayerischen Roten Kreuz als beratendes Mitglied berufen, während Frau Franziska von Bernuth nicht wiedergewählt wurde. Diese personelle Neuausrichtung spiegelt die dynamischen Entwicklungen in der Jugendhilfe wider und soll die Arbeit des JHA zukunftsorientiert gestalten.
## Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Jugendarbeit
Ein weiteres zentrales Thema war die Weiternutzung von IT-Hardware in Kinder- und Jugendeinrichtungen. Das Pilotprojekt „Second Life PC“, das im Juli 2025 gestartet wurde, hat sich als nachhaltige und wirtschaftliche Lösung erwiesen. Ältere PCs des Jugendamts wurden auf Linux Mint umgerüstet, um sie nach dem Supportende von Windows 10 weiterzunutzen. Bis März 2026 wurden bereits 26 Einrichtungen mit über 60 solcher PCs ausgestattet. Die Rückmeldungen aus den Einrichtungen waren überwiegend positiv, was nicht zuletzt an der technischen Stabilität und der Kosteneffizienz liegt.
Diese Maßnahmen tragen nicht nur zur Klimaneutralität bei, sondern auch zur Schaffung von technischen Chancen für Jugendliche, die oft auf moderne IT-Infrastruktur angewiesen sind. Die Umstellung auf Linux Mint ermöglicht zudem eine Vereinfachung der IT-Wartung und reduziert langfristig die Kosten für Hardware-Updates.
## Öffentlichkeitsarbeit und soziale Teilhabe
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Öffentlichkeitsarbeit für Jugendliche. Der Antrag „Nürnberg Young City – eine Stadt der Jugend und für die Jugend“ wurde von der SPD-Stadtratsfraktion entwickelt und im Jahr 2025 umgesetzt. Im Rahmen der Kampagne „Nürnberg Digga!“ wurden Social-Media-Kampagnen und Plakataktionen durchgeführt, die gezielt auf Jugendliche abzielten. Die Kampagne wurde vom Medienzentrum Parabol in Kooperation mit dem Jugendamt, dem Kreisjugendring und jungen Menschen umgesetzt.
Die finanzielle Unterstützung durch den JHA betrug 60.000 Euro, die nach Vorstellung der Kampagnenidee im Jahr 2025 freigegeben wurden. Ziel war es, Jugendliche stärker in die Stadtgesellschaft einzubinden und gleichzeitig die öffentliche Wahrnehmung der Jugendpolitik zu verbessern. Die Maßnahmen richten sich nicht nur an Jugendliche, sondern auch an ihre Familien und die breite Bevölkerung in Nürnberg.
## Nachhaltigkeit in der Ernährungspolitik
Ein weiteres Thema, das im April 2026 diskutiert wurde, betraf die Essensversorgung in städtischen Kitas. In Kooperation mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie dem Caterer GMS GOURMET Deutschland GmbH wurden Projekte zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen umgesetzt. Ziel war es, „gute Lebensmittel“ weiterzugeben und dabei die Leitlinien der städtischen Jugend-, Familien- und Bildungspolitik zu stärken.
Die Projekte sind Teil eines breiten gesellschaftlichen Engagements, um Armut zu bekämpfen und die Rechte von Kindern und Jugendlichen durchzusetzen. Gleichzeitig fördert die Stadt dadurch auch eine nachhaltige Ernährungskultur, die in den Kitas und Grundschulen verankert wird.
Ausblick: Jugendpolitik in Nürnberg 2026 und darüber hinaus
Die Entscheidungen und Initiativen des April 2026 zeigen, wie Nürnberg seine Jugendpolitik weiterentwickelt. Die Kombination aus personeller Neuausrichtung, digitaler Transformation, nachhaltiger Ernährungspolitik und stärkerer Öffentlichkeitsarbeit macht deutlich, dass die Stadt sich bewusst für eine zukunftsorientierte und inklusive Jugendförderung einsetzt.
In den kommenden Jahren wird es besonders wichtig sein, die Ergebnisse der Pilotprojekte wie „Second Life PC“ zu evaluieren und ggf. auf größere Bereiche auszuweiten. Gleichzeitig sollten die Erfahrungen aus der Kampagne „Nürnberg Digga!“ in die weitere Öffentlichkeitsarbeit einfließen, um Jugendliche noch stärker in die politische und gesellschaftliche Gestaltung der Stadt einzubeziehen.
Quellen
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